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Vom Rezepte suchen, finden und sortieren – Teil 2/2

rezepte

Heute geht es, wie versprochen, rund um das Sortieren von Rezepten. Grob kann man zwischen zwei Arten unterscheiden:

1. Digital

Es gibt unzählige Möglichkeiten seine Rezepte digital zu verwalten. Entweder online bei großen Rezeptbörsen wie zum Beispiel chefkoch.de oder offline auf dem eigenem PC mittels einer Rezeptdatenbank. Manchmal sind diese mit Apps kompatibel und manchmal ist es nur eine App. Wie gesagt, die Möglichkeiten sind absolut vielfältig und theoretisch müsste es für jeden die passende Möglichkeit geben. Einfach mal nach „Rezepte verwalten“ googeln und in der Folge ganze Tage damit zubringen sich durch Seiten über Seiten zu klicken 😉

Vorteile

– die Optik dieser Programme und/oder Apps ist oft wirklich schön und wenn eine Druckfunktion vorhanden ist hat man wirklich hübsche Rezepte

– theoretisch kann man mittels einer App seine gesamten Rezepte jederzeit dabei haben

– die Suche innerhalb der Rezepte ist oft möglich und erleichtert einem so sehr das Finden von bestimmten Rezepten (gerade bei vielen Rezepten wichtig)

Nachteile

– Kompatibilität ist oft nicht gewährleistet (Rezepte müssen in bestimmte Formate gebracht werden, damit das Programm sie erkennt z.B.)

– das Eintragen und Pflegen der Rezepte kann sehr mühsam sein

– manchmal gibt es keine Druckfunktion oder nicht mal eine Exportfunktion, ein Wechsel des Programms ist deswegen nicht einfach möglich

– es gefällt nicht jedem mit dem Tablet oder Laptop in der Küche zu stehen

– schnelle Notizen während des Kochens sind nicht so einfach möglich wie auf Papier (nasse, fettige oder mehlige Hände und z.B. Tablets vertragen sich nicht so gut…)

2. Analog

Auch bei der „klassischen“ analogen Methode der Rezeptverwaltung gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Es gibt Karteikästen oder Ringordner. Lose Zettelsammlungen oder Bücher extra um Rezepte einzutragen*.

Vorteile

– kann oft sehr schnell neu bestückt werden (in Bücher kann z.B. einfach eingeklebt werden)

– es lassen sich immer wieder einfach Notizen zu den Rezepten machen

– jede Quelle kann genutzt werden (abschreiben oder ausdrucken)

Nachteile

– schnell unübersichtlich, wenn man kein gutes System findet

– die Suche nach einzelnen Rezepten kann bei vielen Rezepten etwas dauern

– wenn Rezepte laminiert werden, sind auch nicht einfach Notizen möglich

– manchmal optisch nicht sehr ansprechend, wenn alle Rezepte unterschiedlich aussehen oder man keine schöne Schrift hat

Meine persönliche Rezeptverwaltung

Ich persönlich sortiere meine Rezepte hauptsächlich analog. Das hat mehrere Gründe:

1. Kein Rezept bleibt bei mir so, wie ich es bekomme. Bei jedem Kochen mache ich mir Notizen wie sich das Rezept verändern lässt und schreibe Alternativen dazu auf.

2. Fürs Einkaufen mache ich mir Wochenpläne und es ist super praktisch dann alle Rezepte für eine Woche griffbereit am Kühlschrank geheftet zu haben anstatt sie jedes mal neu raussuchen zu müssen.

3. Ich sammel Rezepte aus den unterschiedlichsten Quellen und kann sie so einfach meiner Sammlung zuführen und muss sie nicht sofort umständlich irgendwo eingeben bevor ich weiß ob das Rezept hält was es verspricht.

Rezepte Ordner

In meinem Regal stehen diese drei Ordner. Es sind ganz einfache Ring-Ordner die ich noch übrig hatte, aber es gibt auch wirklich hübsche Motiv-Ordner* extra für Rezepte.

In Rezepte-Testen kommen alle Rezepte die ich irgendwo finde und die lecker klingen. Also Ausdrucke von Blogs oder Ausschnitte aus Zeitungen zum Beispiel. Rezepte in Kochbüchern markiere ich mit Post-Its und dieses wandert dann von Oben zur Seite, wenn das Rezept lecker war und darauf wartet in einen der Ordner links zu wandern (das siehst du ganz oben auf dem Foto). Backen ist noch unterteilt in Kuchen, Torte und Gebäck. Und Kochen ist unterteilt in Frühstück, Salat, Suppe, Sauce, Snack, Fleisch, Fisch, Hauptgericht, Süß und Dessert.

Rezepte Sortierung

Die Unterteilung in „Kochen“.

Jedes Rezept wandert also erst mal in Testen und wenn es gut ist und noch mal gemacht werden soll wird es in einen der beiden anderen Ordner einsortiert. Mit Ausdrucken ist das ja ganz einfach, bei Rezepten aus Kochbüchern wird es schon schwieriger. Die müssen abgetippt oder kopiert werden. Da der Anteil der Kochbuchrezepte aber nicht so groß ist hält sich der Aufwand in Grenzen.

 

10 Kommentare

  • Meine Rezepte sammel ich auch lieber analog. Ich habe einen Kasten dort werden alle Rezepte erst einmal abgelegt. Dann werden sie ausprobiert. Die guten kommen dann in meinen Ringordner. Irgendwie passt das besser für mich als mit einen Laptop am Kochtopf zu stehen.
    lg

    • Ja, so geht es mir auch. Ich brauche das Papier in der Küche um vernünftig kochen zu können. Oder ich improvisiere von Anfang an 😀

  • Ich sammle meine Rezepte nicht alle an einem Ort… also, ich habe einen Ringordner mit Klarsichthüllen, in dem die Rezepte landen, die ich irgendwann mal handschriftlich bekommen habe oder aus Zeitschriften herausgetrennt habe. Die schreibe ich dann auch ordentlich ab. Durch die Klarsichthüllen sind die Rezepte geschützt, man kann bei Bedarf aber immer noch Notizen hinzufügen. Vor einiger Zeit hatte ich auch mal ein richtiges Rezeptebuch gestaltet, mit fester Bindung, aber das war unpraktisch, weil es so schnell voll war. 😀
    Rezepte aus eigenen Kochbüchern übertrage ich nicht nochmal, da klebe ich nur Post-Its mit Anmerkungen dazu. Und einen Teil der Rezepte suche ich mir auf der Webseite der Thermomix-Rezeptwelt raus, die sichere ich mir dann nicht nochmal extra irgendwo.
    Und am Ende stehe ich dann meistens mit iPad, Kochbuch _und Ordner in der Küche. 😀

    • Ja, ein festes Buch habe ich auch mal getestet. Aber wie du fand ich die Platzbegrenzung störend.
      Vielleicht solltest du auch mal über eine einheitliche Ordnung nachdenken. Es erleichtert so einiges 😉

  • Ich bin ein Mann und ich sammle keine Rezepte.Meine Frau kennt sich nicht aus mit dem Internet und macht das alles noch herkömmlich mit Papier und Kugelschreiber.
    Austauschen mit den Schwestern usw.
    Ja das soll es auch noch geben. Ein Leben ohns Apps 🙂
    Grüße und einen schönen #blokoso
    Lothar

    • Was hat denn dein Geschlecht damit zu tun ob du Rezepte sammelst oder nicht?

      Und natürlich gibt es so ein Leben auch noch. Aber es gibt halt auch die Verschmelzung von beidem. Und so ist es ja bei mir, weil meine Handschrift einfach grausig ist und ich getippte Rezepte beim Kochen nebenbei besser lesen kann und den Überblick besser behalte.

  • Aus Platzgründen habe ich begonnen, vor allem neue Rezepte nur noch digital zu speichern.

    Ich benutze dafür Evernote, weil ich diese App schon ewig habe und sehr gut damit zurechtkomme. Ich kann Evernote außerdem mit meinem Kalender (Sunrise Calendar) synchronisieren. Das heißt, ich kann einem neuen Rezept sagen: Hier, dich will ich an dem und dem Tag kochen, erinnere mich bitte mal daran. Für den Einkaufszettel brauche ich dann nur zu schauen, ob ich mir für die nächsten Tage schon Rezepte fix eingetragen habe 🙂

    Mit dem System bin ich jetzt wirklich zufrieden, weil ich früher immer nur neue Rezepte gesammelt habe, dann aber schnell vergaß, dass ich sie ja noch ausprobieren wollte.

    • Mit Evernote werde ich irgendwie nicht so richtig warm. Ich habe es mehrmals probiert, aber irgendwas stört mich immer.
      Aber von der Idee her ist so eine Erinnerung an neue Rezepte nicht schlecht. Das könnte ich bei Online-Rezepten mit meiner To-Do-Liste auch umsetzen. Einfach die Seite speichern und gut ist. Mal sehen, wie sich das in der Praxis bewährt. Danke für den Anreiz.

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