Leben

Übrigens: Ich heirate.

heirate

Letzte Überarbeitung am 10. August 2016

[Dieser Beitrag ist in Kooperation mit netzsieger.de entstanden.]

Ich habe es zwar nicht geheim gehalten, aber ich habe es auch noch nicht „offiziell“ verkündet. Irgendwie kam mir der Gedanke komisch vor, eine Überschrift wie die zu schreiben, die du dort oben liest.

Ich habe meine/unsere Pläner eher versteckt, aber doch gleichzeitig sehr offensichtlich, bei Twitter und Instagram veröffentlicht.

So sieht übrigens der #Ehering meiner Träume aus. Mal sehen, welcher Juwelier die uns anfertigt.

A photo posted by Lexa (@lexasleben) on

Warum hier jetzt doch diese Überschrift?

Ich unterhielt mich vor einigen Tagen mit einer Freundin und sie fragte mich, warum ich eigentlich so defensiv mit der bevorstehenden Hochzeit umgehe. Ich heirate doch schließlich und sollte mich freuen und jubeln und von nichts anderem mehr reden.

Also, jetzt nicht falsch verstehen. Ich freu mich. Ich freu mich riesig. Mein Freund/Verlobter ist der Mann, mit dem ich mir den Rest meines Lebens vorstellen kann. Ich heirate und ich will es auch. Es gibt keine Gründe, außer das wir es gerne tun würden. Es ist auch kein Versuch, eine kränkelnde Beziehung zu retten 😉

Aber, irgendwie, … genau genommen ist es doch auch nur eine Party. Die standesamtliche Trauung, die ist wichtig und verändert unser Leben. Aber über die kann man nicht groß reden. Die war schnell angemeldet und schnell geplant. Der Sekt für hinterher fehlt noch, aber ist auch schon ausgesucht und wartet nur noch auf den Kauf.

Nichts zu erledigen, nichts zu erzählen.

Die Party/Hochzeitsfeier ist da schon ein ganz anderes Kaliber. Mit 74 eingeladenen Gästen und wahrscheinlich 62 tatsächlichen Gästen gehört da schon ein bisschen Organisation zu. Aber, im Endeffekt ist es auch einfach nur eine große Party. Nichts, worüber man im Vorfeld groß und ausführlich redet. Hinterher, ja hinterher wird da hoffentlich viel (positiv) drüber geredet. Aber vorher?

Soll ich meine Freunde tatsächlich damit nerven, welche Excel-Tabellen ich angelegt habe und welche ich davon wirklich nutze? Soll ich wirklich davon erzählen, wie wir Räume besichtigt und Catering ausgesucht haben? Interessiert es irgendwen, dass man verdammt merkwürdige Blicke bekommt, wenn man sagt: „Wir heiraten in 4 Monaten und wollten fragen, ob sie auch Hochzeitstorten machen?“ Anscheinend kümmern sich „normale“ Bräute um so etwas mindestens 1 Jahr vorher… Aber da wussten wir doch noch gar nicht, dass wir überhaupt heiraten würden 😀

Zwei Dinge kann ich aber jedem sagen, der mich auf die Hochzeitsplanung ansprechen sollte:

1. Papierkram und Drucksachen

Ich heirate, und ich hatte vorher keine Ahnung, wie viel Papier dazu gehört. Das fängt mit dem Antrag zur Eheschließung an, geht über die Einladungskarten, zu den Tischkarten und hört da leider noch lange nicht auf. Es ist wirklich unglaublich viel, was gedruckt werden will. Und natürlich in guter Qualität und am liebsten innerhalb von 3 Tagen. Schließlich müssen die Einladungen zum Beispiel rechtzeitig raus, damit man schnell Rückmeldungen hat, damit das Catering planen kann wie viel Essen benötigt wird, man weiß wie viele Tische und Stühle man braucht und die Floristin weiß, wie viele Tischgestecke sie machen soll. Nur mal so als Beispiel, wie alles zusammenhängt 😉

Da war am Anfang so ein Online-Druckerei-Vergleich wie von netzsieger.de sehr hilfreich. Weil ich schnell und einfach sehen konnte, wie die Versandbedingungen bei den einzelnen Anbietern sind. Hat mir viel Geklicke auf den einzelnen Seiten gespart, um die Versandkosten und Versanddienstleister zu erfahren.

Kleiner Tipp am Rande: Nur weil es „Hochzeitseinladung“ heißt, ist es nicht besser als „Einladungskarte“. Für das gleiche Produkt wird oft mehr verlangt, nur weil ein „Hochzeit“ davor gesetzt wurde. Aber vielleicht will man ja gar keine Einladung mit Rüschen oder Schmetterlingen oder sonst irgendwelchem Gedöns? Vielleicht mag man es lieber schlicht und weniger kitschig? Dann ist man in den „Hochzeits-“ Abteilungen schon mal grundlegend falsch. 😉

Im Endeffekt ist jetzt schon fast alles gedruckt. Was noch fehlt sind die Tischkarten und der Tischplan zum Aushängen. Einfach gesagt, einfach gedacht. Und dann erkundigt man sich ganz unbedarft, wie so etwas dann üblicherweise aussieht und wird man Vorschlägen und Ideen überschüttet… Beschriftete Spiegel sind momentan wohl voll im Trend. Momentan liebäugeln wir ja mit einer bedruckten Leinwand, aber auch die muss rechtzeitig fertig sein und Änderungen in letzter Minute sind dann nicht mehr möglich…

2. Es wird immer mehr

Egal was ist, es wird mehr.

Am Anfang denkt man an eine Hochzeit im kleinsten Kreis und ruck zuck ist man bei 40 Gästen. Und dann 60 und dann …

Am Anfang denkt man an ein reines Essen und dann hat man auf einmal einen DJ und einen Fotografen und eine Bar und eine Hochzeitstorte und ….

Dann hat man den DJ und dann braucht der eine Tanzfläche …

Dann hat man eine Hochzeitstorte und dann muss die jemand präsentieren …

Dann hat man einen Fotografen und der ist dann nicht nur bei der Trauung, sondern auch bei der Feier. Und dann spricht man mit ihm und er zeigt einem ein Fotobuch als Beispiel und man weiß sofort: „Sowas will ich auch!“.

Womit wir wieder bei Punkt 1 wären: Drucksachen. Nach der Hochzeit will ich ein Fotobuch zusammenstellen. Eine erste Googlesuche ergab 302.000 Ergebnisse für „Fotobuch erstellen“. Aber ey, es gibt ja nicht nur Vergleiche für Online-Druckereien, sondern auch für Fotobuch-Software. Nach der Hochzeit. Habe ich mir ganz fest vorgenommen. Nicht vorher schon Gedanken machen über etwas, dass noch gar nicht aktuell ist. Obwohl, wenn ich so dran denke, kann ich ja nicht nur mir eins erstellen, sondern auch der engsten Familie… (es wird immer mehr!)

Und dieser Text ist jetzt auch viel mehr geworden, als ich beabsichtigt hatte. Eigentlich wollte ich nur sagen: Ich heirate!

Ich freu mich, ich wollte es dir erzählen, aber eigentlich ist es gar nicht so spektakulär. Vielleicht denk ich nach der Hochzeit anders drüber, aber dann werde ich berichten 😉

22 Kommentare

  • Herzlichen Glückwunsch 🙂 Ich wünsche euch einen tollen Tag und dass die Vorbereitungen jetzt nicht mehr zu stressig werden. In meinem Freundeskreis wird auch gerade geheiratet wie verrückt, aber bei mir und meinem Freund wird das noch ne Weile dauern 🙂 Im Prinzip sehe ich das aber wie du: man sollte sich nicht so verrückt machen lassen.

    • Danke 🙂
      Ich wüsste momentan nicht, wo jetzt noch Stress aufkommen sollte. Ist theoretisch alles fertig 😉
      Letztes Jahr um diese Zeit habe ich auch noch keinen Gedanken an eine Heirat verschwendet. Manchmal kommt das ganz überraschend 😀

  • Ich hatte das auch schon halb mitgekriegt, weil du es ja so gesehen nicht verheimlicht hast und ich habe mich sehr für dich gefreut. Deshalb hier noch einmal offiziell: Herzlichen Glückwunsch zur bevorstehenden Hochzeit und alles Gute für euer gemeinsames weiteres Leben!

  • Na dann auch von meiner Seite herzlichen Glückwunsch!
    Ich bin ja ganz froh, dass wir letztes Jahr nicht einmal 20 Leute waren… das hat vollkommen gereicht. Mehr hätten wir uns aber auch nicht leisten können 😉 Gott sei Dank wussten wir auch beide schon vorher ungefähr, was wir wollten, so dass die Planung dann relativ schnell und einfach ging. Aber ja… Excel-Listen habe ich auch geführt 😉
    Mit der Torte ging es uns allerdings ähnlich. Wir haben ca. neun Monate vorher bei unserer Wunsch-Künstelerin angefragt und die hatte für unseren Termin tatsächlich schon eine Anfrage… die dann aber wohl wieder zurück gezogen wurde, zu unserem Glück 😉 Sie sagte damals aber auch, dass wir echt Glück hatten, normalerweise wäre sie ein Jahr im Voraus schon ausgebucht…

    Ich war ja von Anfang an der Meinung, dass das nicht in Stress ausarten sollte… es soll doch der schönste Tag im Leben werden, nicht der nervenaufreibenste 😉 Ich hoffe, dass bei euch alles glatt läuft und es ein tolles Fest wird ♥

    • Danke 🙂
      Ja, vom lieben Geld will ich lieber gar nicht erst anfangen 😀
      Ist doch total bekloppt, dass die alle so früh schon planen…ich wusste es grade mal 4 Monate vorher und es hat bisher alles geklappt. Aber überall wird man komisch angeguckt, wenn der Termin nicht in zwei Jahren ist, sondern in weniger als einem halben Jahr.

      Stressig war er bisher auch noch nicht. Zum Glück. Seh das nämlich wie du. Der Tag soll Spaß machen und nicht vorher alle Nerven fressen.

      • Dann sind wir vielleicht keine traditionellen Bräute 😉 Wir haben zwar immerhin schon neun Monate vorher gesagt, dass wir es jetzt wirklich tun (verlobt waren wir schon mehrere Jahre), aber das scheint für viele auch zu spät zu sein. Da konnten wir echt froh sein, dass wir kein riesiges Fest in einer total fancy Location wollten… dann wären wir echt am A*sch gewesen 😉

        Und vor allem ist der Tag ja auch vorrangig für das Paar. Wir haben am Anfang immer gedacht „das gehört sich aber so“ oder „so muss das aber auch einer Hochzeit sein“, bis wir gemerkt haben, dass das großer Blödsinn ist. Also haben wir es dann genau so geplant, wie wir es haben wollte bzw. wie es für uns zu uns gepasst hat. Und das war auch gut so 😀

        • Ey, ihr hattet immerhin euren eigenen Hashtag. Mehr fancy geht doch schon gar nicht 😉 Aber du hast recht, wenn man was wirklich ausgefallenes oder besonderes will, dann ist man gezwungen so früh zu planen. Einfach, weil man sonst nichts bekommt.
          Bei uns sind es halt ziemlich viele Gäste, da die Familien nicht ganz klein sind. Da kommt dann schnell mal einiges an Menschen zusammen.
          Aber den Gedanken mit „das gehört sich aber so“, kenne ich auch. Schrecklicher Gedanke. Ich glaube, bisher habe ich ihn besiegt. Aber mal sehen, es ist ja noch ein Monat. Wer weiß, ob ich nicht doch noch zu Bridezilla mutiere 😀

          • *lach* Ja, das stimmt natürlich 😀 Den habe ich einfach mal so eingeführt 😉
            Eine Freundin von mir heiratet auch dieses Jahr, die wollte eine ganz bestimmte Location haben. Die haben sie dann herzlich ausgedacht da, weil die tatsächlich ZWEI Jahre im Voraus ausgesucht sind o.0 krass ey…

            Auf meine Mutation habe ich auch gewartet, vor allem, weil ich im Großen und Ganzen alles alleine organisiert habe, aber es ist nicht passiert 😉 Es besteht also Hoffnung für dich 😀

            Darf ich fragen, wann genau der große Tag ist? 😀

          • Auf jeden Fall! Der April ist ja doch sehr eigenwillig, was das Wetter angeht 😉
            Wir hatten am meisten Angst vor Regen und Gewitter, was für den Tag angesagt waren, aber am Ende war es so elendig schwül, dass das noch schlimmer war. Von daher drücke ich also umso fester, dass es bei euch gut wird! 😀

  • Huhu,
    ich bin ja eher der Hochzeitsminimalist und wenn ich so bei dir lese, weiß ich auch ganz genau warum 😉

    Aber das ist ja (zum Glück) etwas, was jedes Paar für sich alleine entscheiden muss und solange es zu einem passt, ist alles wunderbar! In diesem Sinne: Euch eine wunderschöne Hochzeit und eine noch viel schönere Ehe 😀

    • Hihi, ja, du bist da ja doch etwas extrem gewesen 😉
      Aber wenn ich das so mitkrieg, bin ich für Hochzeitsverhältnisse auch noch sehr minimalistisch 😀 Aber ich will halt Abends ne geile Party. Die Gelegenheit so zu feiern kommt (hoffentlich) nur einmal im Leben 😉
      Und danke 🙂

  • Da ich dir ja nur hier folge, hat es mich gerade beim Lesen der Überschrift schon dezent aus den Socken gehauen. Herzlichen Glückwunsch (sagt man sowas?)

    Dass es immer mehr wird glaube ich dir gerne, aber das haben (zumindest bei mir) auch viele andere, eher alltägliche Dinge so an sich (Unordnung zum Beispiel oder schmutzige Wäsche *g*). Wobei ich mich schon gefragt habe, wieso man eine Torte präsentieren muss. Bin ich da vielleicht zu pragmatisch? Das Dingen muss schmecken und ja, es darf gerne auch optisch was her machen, aber am Ende landet es doch eh auf den Tellern und wird (hoffentlich) gegessen. Oder habe ich da was falsch verstanden?
    Wobei ich mir irgendwie gar nicht vorstellen könnte, für so eine besondere Party nicht selbst zu kochen – dazu tobe ich mich einfach viel zu gerne in der Küche aus. Aaaaaber, ich habe ja auch noch nie geheiratet geschweige denn eine andere wirklich große Feier organisiert.

    Ich wünsche dir/euch auf jeden Fall alles Gute und freue mich für euch!

    Liebe Grüße,
    Charly 🙂

    • Hallo Charly,
      dann hat es ja wenigstens jemanden überrascht 😀
      Ne, grundsätzlich hast du nichts falsch verstanden. Aber so eine Hochzeitstorte wird anscheinend nicht einfach nur plump irgendwo hingestellt, sondern in den Raum gerollt und gebührend bewundert 😀 So sagt es zumindest die Familie und die, die die Torte macht… und das ist mal eine Tradition, bei der man sich nicht zum Affen machen muss oder sonst irgendwelche Nachteile davon hat. Deswegen spielen wir das Spiel mit. 😉
      Den Gedanken des selbst kochens kann ich gut verstehen, allerdings wäre es mir einfach zu viel Arbeit. Und zu viel Verantwortung. Ich will den Tag einfach genießen und Spaß haben. Und nichts vorbereiten oder planen oder gar kochen. Mal abgesehen davon, dass ich sowieso nicht wüsste, wie man für 60 Personen kocht 😀
      Liebe Grüße
      Alexandra

    • Hallo Katja,
      das werde ich. Habe ich mir auf jeden Fall ganz fest vorgenommen 🙂
      Und du hast recht, das ist natürlich nicht nur bei Hochzeiten so.
      Liebe Grüße
      Alexandra

  • Ganz herzlichen Glückwunsch – und ich finde es irgendwie erfrischend, wie Du damit umgehst 🙂 Wichtig ist ja nur, dass ihr den Tag schlussendlich geniesst!
    Liebe Grüsse
    Ariana

Schreibe einen Kommentar