Unterwegs

Sightseeing in London und die Chelsea Flower Show

London

Letzte Überarbeitung am 3. August 2016

Wie ihr ja sicherlich schon mitbekommen habt war ich vier Tage mit meiner Mutter in London. Und es wahr ein richtig toller Urlaub.
London ist eine sehenswerte Stadt und die Chelsea Flower Show war zwar anders, als vorgestellt, aber trotzdem beeindruckend.
Und übrigens: Den nächsten, der mir erzählen will, dass das Essen in England schlecht ist, den lache ich aus. Wir haben jeden Tag sehr lecker gegessen.

Aber fange ich mal am Anfang an. Am Montag.
Wir sind um 7 Uhr in Hamburg losgeflogen und waren ein ziemlich ekliges Bacon-Croissant später auch schon am Flughafen Heathrow. Schnell in die Tube gehüpft und im Hotel eingecheckt. Wir hatten Glück, das Zimmer war schon fertig. Von da aus ging es dann erstmal in den „Muffin Man„, ein Tea Shop ziemlich genau gegenüber vom Hotel. Eine Kanne Tee und ein paar Sandwiches später hatten wir dann auch den Schlachtplan für den ersten Tag entworfen. Es ging bei strahlenden Sonnenschein und gefüllten 30°C zum Kensington Palace. Dort gibt es eine Ausstellung zu den britischen Prinzessinnen, die dort gewohnt haben. Die Ausstellung haben wir uns allerdings geschenkt, denn, habe ich schon den strahlenden Sonnenschein erwähnt? Da haben wir uns doch lieber den dazugehörigen Park angesehen und sind dann weiter zum Holland Park um auch dort noch ein bisschen in der Sonne umher zu schlendern. Außerdem haben wir einen Abstecher zur Portobello Road in Notting Hill gemacht. Die war dann eher enttäuschend. Die aufgebauten Stände und kleinen Läden hatten was von einem Ramschladen. Man kam sich so richtig vor wie in einer Touristenfalle. Aber rein von den Gebäuden her (auch auf dem Weg dahin): WOW! Einfach toll. Es machte einfach Spaß allein die Häuser zu betrachten. Nach einem frühen Abendessen ging es dann auch schon ins Bett. Um 3:45 Aufstehen schlaucht dann doch ganz schön.

Das englische Frühstücksbuffet im Hotel ist vielleicht anders, als wir es kennen, aber anders ist ja nicht gleich schlecht. Das Rührei war immerhin frisch und kein Pulver und die Tomaten und Pilze waren warm und saftig. Nichts, was ich immer essen muss, aber mal im Urlaub geht das ganz gut 😉
Auf jeden Fall stärkte es für den Dienstag. Auf dem Programm standen: Wachwechsel am Buckingham Palace, Big Ben und Westminster Abby. Außerdem eine Fahrt auf der Themse zur Tower Bridge. Den Tower haben wir uns aber erst am Mittwoch angesehen.
Ja, also. Ganz ehrlich? Der Wachwechsel ist irre langweilig. Die stehen einfach nur die meiste Zeit rum… Klar, die marschieren ein, die marschieren wieder weg. Die laufen in irgendwelchen Choreografien auf dem Vorplatz da rum. Da kommen Reiter und da werden nur dafür Straßen immer mal wieder kurzzeitig gesperrt. Aber soooo wirklich interessant ist es nicht. Da macht es schon mehr Spaß währenddessen die Menschenmassen zu beobachten. Wie sie an den Zäunen hängen. Wie bei jeder Bewegung unzählige Smartphones (und Tabletts!) nahezu synchron empor gestreckt werden um Fotos und Videos zu machen.
Wir können jetzt sagen: Wir haben es gesehen. Wir waren dabei. Aber nochmal muss ich mir das nicht ansehen.
Big Ben hingegen ist echt beeindruckend gigantisch. Und die Westminster Abby von außen auch. Von innen ist man glaube ich durchs Fernsehen versaut. Wir haben sie uns beide größer vorgestellt. Wenn man sie betritt ist es dann doch eine ganz normale Kirche. Ziemlich verschachtelt. Und mit unzähligen Gräbern und Gedenktafeln (der Reiseführer sagte 400 Grabdenkmäler und 3000 Gedenktafeln – ich habe nicht nachgezählt).
Auch hier: Es ist schön, da gewesen zu sein, nochmal muss ich es nicht sehen.
Die halbstündige Themsefahrt zur Tower Bridge war dann sehr entspannend. Sitzen! ^^
Danach hatten wir dann aber Hunger und sind was essen gegangen. Und danach ins Hotel. Durch die Gegend schlendern ist einfach unglaublich anstrengend…

Am Mittwoch haben wir uns dann auch den Tower of London von innen angesehen. Inklusive Kronjuwelen! Überall steht, dass es die echten sind. Aber so wirklich vorstellen konnten wir es uns beide nicht. Die ganze Ausstellung glitzert und funkelt und die Juwelen liegen einfach in Glaskästen. Da werden täglich viele, viele Menschen dran vorbeigeschleust. Vielleicht ist diese Öffentlichkeit die beste Absicherung gegen Diebe. Ich weiß es nicht. Aber uns viel es auf jeden Fall schwer sich vorzustellen, dass diese Schätze wirklich alle echt sein sollen…

Insgesamt kamen wir uns ein bisschen wie in Disneyland vor. Schon beim Wachwechsel. Es wirkte irgendwie alles unecht. So, als ob die Abends wenn die letzten Touristen gegangen sind die Pappgebäude abbauen würden und morgens wieder hinstellen.
Kann man verstehen, was ich meine?
Es war toll zu sehen. Und die Gebäude alleine sind schon beeindruckend. Und die Geschichten, die dahinter stecken auch. Aber irgendwie ist das alles so weit weg von der „echten“ Realität in der ich lebe, dass es schwer war es als real zu begreifen… Dieser ganze stolz auf die Monarchie.
Nicht meine Welt einfach.

Am Donnerstag stand dann der eigentliche Grund für unsere London-Reise an: die Chelsea Flower Show! Hier kennt sie kaum einer, auf der Insel ist das eine ganz große Sache. Am Montag traditionell von der Queen eröffnet und bestehend seit 101 Jahren.
Wunderschöne Gärten, tolle Blumen und alles was man sich an Gartenzubehör und rund um den Garten nur vorstellen kann zu kaufen… Ich zeige euch einfach ein paar Bilder.

Das waren also meine 4 Tage in London in Kurzfassung. Ich hoffe, ihr fühlt auch von der Länge nicht erschlagen. Allgemein kann ich sagen, dass ich jederzeit wieder hinfliegen würde. Um andere Seiten von London abseits der Touristenattraktionen zu erkunden.
Und um den Rest der Insel zu sehen. Es gibt schließlich noch so viel anderes.
Nach Schottland möchte ich zum Beispiel unbedingt mal.

Besonders positiv aufgefallen ist mir die Geduld und Freundlichkeit der Londoner. Zwar immer im Laufschritt unterwegs und über jede rote Ampel gehetzt, aber wenn man um Hilfe fragte, immer freundlich und hilfsbereit.
Auch alle Kellner, die langsamer sprachen, wenn sie merkten, dass man beim ersten Mal kein Wort verstanden hatte. Dann war das Verstehen auch kein Problem. Aber beim „normalen“ Sprechtempo verstand ich nur Wortfetzen. Wahrscheinlich kommt man da rein, aber in den 4 Tagen war ich doch froh, wenn langsamer gesprochen wurde.

6 Kommentare

  • Oh London 😀 Da war ich erst einmal…und das war … 2009? ja, genau. Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Engländer ist mir auch positiv aufgefallen. 😀

    Mein persönliches Highlight war übrigens die National Gallery (überhaupt habe ich sooooo viele Museen wie möglich mitgenommen –> Freier Eintritt!
    Ich war damals mit meiner Oma da ( es war mein Abi-Geschenk) und Oma ist sooooo oft in London, dass wir diesen ganzen typischen Touri-Kram gar nicht gemacht haben (naja, ich Westminister Abbey war ich trotzdem heimlich^^).

    • Heimlich in der Westminster Abby? 😀 Ich habe grade lustige Bilder im Kopf wie du im Trenchcoat und mit Sonnenbrille um die Gräber schleichst 😀

      Museen haben wir diesmal gar nicht besucht. Aber das ist ja nur ein Grund um nochmal hinzufahren 😉

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