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Vom Rezepte suchen, finden und sortieren – Teil 1/2

rezepte

Es gibt 2 1/2 Arten Rezepte zu suchen

Ja, wirklich. Es gibt nur 2 1/2 Arten wie man Rezepte suchen kann. Diese Arten können in ganz vielen unterschiedlichen Medien stattfinden, aber das ändert sie nicht grundlegend.

1. Die zielgerichtete Suche

Etwas, das ich persönlich nur ganz selten tue. So sucht ihr zum Beispiel, wenn ihr vom Nachbarn 2kg Bohnen geschenkt bekommt und keine Ahnung habt, was ihr damit anfangen sollt. Oder, wenn ihr auf einmal unglaublich Appetit auf irgendein Gericht aus eurer Kindheit habt und das jetzt unbedingt kochen wollt. Dann sucht ihr ein bestimmtes Rezept oder auf jeden Fall ein Rezept mit einer bestimmten Zutat. Die einfachste Möglichkeit bei dem Kindheitsgericht ist es, die Person die es immer gekocht hat nach dem Rezept zu fragen. Aber vielleicht gibt es diese Möglichkeit nicht, da die Person im Urlaub ist, oder ihr nicht mehr mit ihr sprecht oder oder oder… die zweite Möglichkeit ist es dann das Internet nach einem Rezept zu befragen. Die Antworten sind hier vielfältig und fast unüberschaubar. Da heißt es Geduld mitbringen, sich viele Rezepte durchlesen und sich dann für das zu entscheiden, dass den Zutaten noch euer Erinnerung am nächsten kommt. Empfehlen kann ich für solche Suchen chefkoch.de. Natürlich gibt es noch unzählige andere Rezeptseiten im Internet, aber gerade wenn es um „Kindheitsrezepte“ geht lieferte mir chefkoch.de durch die unzähligen Rezepte der Community und durch vielen Alternativen zu einem Rezept bisher die besten Ergebnisse.

Vielleicht habt ihr aber auch einen Lieblings-Foodblog und könnt dort über die Suchfunktion nach der gesuchten Zutat suchen und werdet fündig. Für solche Situationen gebe ich die Hauptzutaten auf meinem Foodblog übrigens als Schlagworte an und verlinke diese in der Sidebar. Wenn ihr also ein Rezept mit Tomaten sucht, werdet ihr so schnell fündig 😉 Und mir persönlich erleichtert es auch die Suche, wenn ich eine bestimmte Zutat verwerten will.

Wenn ihr Kochbücher zu Hause habt haben die im Idealfall ein Register in dem ihr Nachschlagen könnt. Ansonsten geht die große Blätterei los.

2. Das ziellose Stöbern

Meine Art, wie ich Rezepte finde. Die Medien dafür sind hauptsächlich abonnierte Foodblogs, die mir regelmäßig Leckereien präsentieren (wobei mir aufgefallen ist, auf Backwerk aller Art reagiere ich empfänglicher als auf gekochtes). Ein paar meiner „Quellen“ findet ihr in meiner Blogroll verlinkt. Kochbücher besitze ich nicht so viele, aber durch sie durchblättern ist natürlich eine super Inspirationsquelle.

essen&trinken

Die meisten meiner Rezepte hole ich mir allerdings aus den „essen&trinken Für jeden Tag“ Zeitschriften. Wenn ich irgendwo an der Kasse neben dem Zeitschriftenregal stehe komme ich nur ganz selten an einer vorbei. Die Rezepte dadrin sind meist schön einfach, ohne allzu ausgefallene Zutaten, sehr gut erklärt, alltagstauglich und haben doch oft das gewisse Extra. Ihr merkt, ich bin begeistert 😀

Um das Ganze mal zu verdeutlichen: Ein Heft kostet 2,95€ in Deutschland (A 3,40€/ CH 5,50sfr) und in Ausgabe 10/2014 habe ich 15 Rezepte gefunden, die ich nachkochen/backen will. Ich habe hier auch noch Ausgabe 3/2014 gefunden und in der waren sogar 24 Rezepte die mir auf Anhieb gefielen. Das macht dann im Schnitt 12 – 19 Cent pro Rezept. Natürlich kann man vorher nie genau wissen, wie viel einem wirklich gefallen wird, aber eine kurze Einschätzung beim Durchblättern ist ja schon möglich. Und es ist auf jeden Fall günstiger als die allermeisten Kochbücher. Bei denen bin ich nämlich immer wieder enttäuscht über das Preis-/Leistungsverhältnis. Zu teuer, für die paar Rezepte die man denn schlussendlich wirklich macht. Auch hier habe ich wieder ein Zahlenbeispiel für euch. In Vegan für Einsteiger* waren schon wirklich viele Rezepte drin, die mir gefielen. Trotzdem habe ich für diese 11 Rezepte dann je (bei einem Buchpreis von 12,95€) 1,18€ bezahlt. Der Unterschied ist deutlich.

Ich kann euch also nur empfehlen beim nächsten Einkauf mal so ein kleines Heftchen in die Hand zu nehmen und drin rum zu blättern. Vielleicht seit ihr ja genau so begeistert wie ich.

Natürlich könnte ich auch einfach auf die dazugehörige Webseite gehen, dann würde ich die Rezepte sogar kostenlos bekommen, allerdings habe ich ehrlich gesagt einfach Spaß daran mich irgendwo gemütlich hinzusetzen und so ein Heftchen durchzublättern. Im Internet kann ich nicht so gut stöbern. Vielleicht geht es euch da anders, aber bei mir ist es so.

2 1/2. Gefunden werden

Die letzte Möglichkeit ist nicht suchen, aber trotzdem neue Rezepte finden. Ich bekomme zum Beispiel von meiner Oma ab und zu Rezepte in die Hand gedrückt, die ihr besonders gut gefallen haben. Oder man ist irgendwo zum Essen eingeladen und es schmeckt so lecker, dass man nach dem Rezept fragt.

Diese Möglichkeit ist also ganz stark abhängig von den Kochfähigkeiten eures Umfeldes.

Jetzt hat man ganz viele Rezepte gefunden. Aber was macht man damit?

Rezepte die ich online finde, die drucke ich mir aus. Ich habe einen Ringordner nur für Rezepte, die ich mal ausprobieren möchte. Aber zu meinen Ordnern komme ich in Teil 2 noch genauer.

Rezepte aus Büchern oder aus Zeitschriften markiere ich mit einem Post-It an der Seite (das seht ihr auf dem Bild ganz oben). Wenn es mal nur ein Rezept in einer Zeitschrift ist, dann schneide ich es auch aus und hefte es ab, aber bei den Mengen die es meist in den essen&trinken sind, wäre mir das echt zu viel Arbeit 😉 Wenn ich das Rezept dann ausprobiert habe und es für gut befunden wurde, dann wandert der Post-It von der Seite nach Oben und ich weiß dann, das dieses Rezept noch von mir auf meinem Rezeptblog veröffentlicht werden will, damit ich es ausdrucken und wegheften kann (dazu dann in Teil 2 mehr). Ausgedruckte Rezepte wandern in den Ordner mit allen Rezepten die für gut befunden wurden.

Von Rezepten die nicht lecker waren entferne ich dann einfach den Post-It oder schmeiße den Ausdruck weg.

Wie haltet ihr es mit dem Suchen und Finden? Habt ihr Lieblingsseiten im Web auf denen ihr immer fündig werdet? Gibt es Kochbücher, aus denen ihr wirklich jedes Rezept ausprobieren wollt? Probiert ihr gerne neue Gerichte oder seit ihr froh, dass ihr ein paar sicher beherrscht und das reicht euch? Sucht ihr lieber mit Ziel oder stöbert ihr genauso gerne ziellos rum wie ich?

Nächsten Mittwoch gibt es dann Teil 2, in dem ich erkläre nach welchem System ich sortiere und warum mein Foodblog mir dabei ungemein hilft. 

7 Kommentare

  • Also an sich bin ich auch oft enttäuscht von Kochbüchern, was aber auch daran liegt, dass ich mich da sehr anstelle, wenn ich erstmal sehe, was da rein kommt. Ich denke, dass ich viele Gerichte essen würde (auch lecker finden würde), wenn jemand anderes sie mir vorsetzt, kann mir aber selbst einfach nicht vorstellen, sie zu kochen. Das einzige Kochbuch, wo ich bei fast jeder Seite, die ich aufgeschlagen habe, gesagt habe „OH MEIN GOTT, DAS MÜSSEN WIR KOCHEN!!!“ ist das Buch „1000 recipes to try before you die“ (http://www.amazon.de/1000-Recipes-Try-Before-You-ebook/dp/B00I8090AU/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1412179645&sr=1-1&keywords=1000+recipes+to+try+before+you+die)
    Es hat von (fast?) allen Orten der Welt Gerichte und ich hab mich beim Durchblättern kaum eingekriegt. Allerdings sind viele (wenn nicht sogar fast alle) Gerichte keine Alltagsgerichte, da die Zutaten manchmal schon etwas exotischer oder auch einfach mal etwas teurer sind und der Aufwand auch nicht immer super gering. Kann ich aber trotzdem nur weiter empfehlen.

    Liebe Grüße,
    Charly 🙂

    • 😀 So geht es mir auch oft. Ich kann mir selten vorstellen, dass es mir schmeckt und wenn ich es dann doch koche, dann ist es auch lecker. Manchmal muss man einfach mutig sein.

      Und danke für den Tipp. Das Kochbuch wirkt wirklich klasse. Die Rezepte die man schon online einsehen kann klingen fast alle sehr lecker. Allerdings würde ich wohl immer die gebundene Ausgabe bevorzugen, ein Kochbuch als EBook? Ne, lieber nicht 😀

      Aber bald ist ja Weihnachten und ich habe es mal auf meinen Wunschzettel gesetzt. Vielleicht reagiert ja wer 😀

      • Ich habs auch aus Papier, aber es ist dadurch natürlich sehr unhandlich und schwer. Ich mag generell lieber Papierbücher…bin da irgendwie noch sehr analog. Aber lesen tue ich im Allgemeinen sehr wenig, egal ob aus Papier oder nicht (ich habe zwar keinen E-Book-Reader, lese aber hin und wieder online Fanfiction).

  • Hallo!
    Kochrezepte sammeln ist eine meiner größten Leidenschaften, nur leider habe ich noch kein effektives Ordnungssystem entwickelt. Ich hole mir meine Anregungen aus Magazinen (vielfach auch aus Gratisheften von Supermärkten), Blogs, Rezeptseiten im Internet und Kochbüchern. Natürlich bin ich auch Mitglied bei Chefkoch, wo ich jeden Tag mit einer netten Email über einen neuen Kochvorschlag überrascht werde. 🙂
    Freue mich schon auf deinen nächsten Beitrag, wo du erklärst, wie du Ordnung in deine Rezeptsammlung bringst – das wäre bei meiner nämlich auch mal bitter nötig. 😀

    • Kommt morgen, wie versprochen. Vielleicht ist mein Ordnungssystem ja auch etwas für dich. Ist nämlich ziemlich simpel und braucht wenig Aufwand 😉

  • Das Heft von Timm finde ich immer wieder klasse. Dort entdeckt man jedes mal neue Ideen. 🙂 Das ist das einzigste Heft was ich mir immer kaufen würde.

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