Empfehlung

Linkliebe № 2

Linkliebe

Letzte Überarbeitung am 13. Juli 2017

Der Februar ist fast vorbei und da ich am letzten Tag des Monats einen Rückblick auf meine Erfahrungen mit #28DaysofBlogging veröffentlichen möchte, gibt es schon heute die zweite Ausgabe der Linkliebe. Falls mir heute oder morgen tolle Artikel über den Weg laufen, kommen sie in № 3. Dadurch werden sie auch nicht schlechter.

Es sind dieses Mal eindeutig weniger Links als im Januar, allerdings hatte ich durch das tägliche Schreiben, eine Woche Urlaub und den kurzen Monat insgesamt weniger Zeit zum Stöbern. Es sind diesmal also (fast) nur Perlen, die mir mein Feedreader gezeigt hat. Umso mehr freue ich mich auf eure Empfehlungen in den Kommentaren, wenn ihr welche habt.

Jetzt aber erstmal meine Favoriten. Dieses Mal ohne Kategorien, in der Reihenfolge, in denen sie in meinen Lesezeichen gespeichert wurden. Ich probiere noch ein bisschen am Layout dieser Beiträge rum und ihr könnt mir ja sagen, was euch besser gefällt.

  1. Raubt euch Europa!
    1. „Doch die Falten und Runzeln der Europa sollten uns nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir es noch immer mit einer wunderschönen Braut zu tun haben. Die Idee eines Staatenbunds, der sich zusammentut, um Kriege im Inneren zu verhindern und Wohlstand für alle zu mehren, hat nichts von ihrer Attraktivität eingebüßt.“
  2. All by Myself: Wie findet man Freunde?
    1. „Was das Vermissen deiner alten Freunde angeht: Du vermisst eine im Nachhinein verklärte Version deines alten Freundeskreises, den es in der Gegenwart so nicht gibt und auch nie gegeben hat.“
  3. Girl Power! Für mehr „Nee, is nich.“
    1. “ Aus allen Social Media Kanälen tropfte mir eine hässliche Suppe aus gesponserten Schuldgefühlen entgegen. Die Nachricht war: Du bist nicht genug, du musst besser werden. Und ich hatte genug.“
  4. Wo lebst du denn?!!!
    1. „Warum ist „Du lebst in deiner eigenen Welt“ nicht ganz offiziell eines der schönsten Komplimente, die man einem anderen Menschen machen kann? Sind Leute, die nach ihren eigenen Maßstäben leben, nicht eine Wohltat? Sollen wir uns stattdessen in der Welt einer anderen Person einrichten, ihr vielleicht auch noch die volle Verantwortung für unser Leben geben?“
  5. Guck nicht so!
    1. „Dem Blick folgt die Handlung. Das besitzergreifende Starren leitet die Inbesitznahme ein.“
  6. Wie ich meinen Traffic durch Pinterest um 464%gesteigert habe
    1. „Mit einem Augenzwinkern, habe ich ihr meinen „Call me Monk“-Pinterest Planer angeboten. Ein einfaches Excel-Sheet, in dem ich meine Pins plane. Ich hatte allerdings nicht damit gerechnet, dass dieser kleine Scherz eine Welle von Anfragen auslösen würden, die ich heute beantworten möchte.“
  7. Valentinstag
    1. „In anderen Wohnungen, bei anderen Fenstern und Teppichen war immer der Gedanke an das Temporäre, an die zeitliche Begrenzung da gewesen. Vielleicht würde bald ein Auszug kommen und mich das Leben an einen anderen Ort rufen. Was nützte es da, auf Monate zu reinigen?“
  8. „Darf ich mal?“
    1. „Offenbar nehmen es vorwiegend männliche Mitmenschen als Anlass zum Sexismus, wenn sie eine stark tätowierte Frau sehen. Sie adressieren die betreffende Person in einer Form, die schlicht weg unangenehm ist.“
  9. Hallo, ich bin eine Oma.
    1. „Der Grund? Mein Granny-Lifestyle. Während andere sich auf ein alkoholgetränktes Partywochenende freuen, stricke ich lieber ein neues Paar Wollsocken. Okay, ich stricke nicht. Aber so fühlt es sich manchmal an.“
  10. Leben in einer Scheinwelt: Vom Sexismus in Germany’s Next Topmodel
    1. „Selbst mit diesem Wissen jage ich seit Jahren einem Körper hinterher, den ich gar nicht erreichen kann, weil meine Veranlagung ihn schlichtweg nicht vorsieht. Ich mache zwei bis dreimal die Woche Sport und ernähre mich größtenteils gesund, aber auch dieser Lebensstil wird mich nicht einmal in die Nähe dessen bringen, was ich Tag für Tag im Fernsehen und auf Werbeplakaten sehe. „
  11. Wenn Likes alles sind…
    1. „Auch in meinem E-Mail Fach landen immer wieder Angebot von Firmen, die mein Instagram Profil „boosten“ wollen und mir hierbei Pakete für den Kauf von Followern und Likes anbieten. Viel Geld braucht man dafür nicht, denn ab 40 € gibt es da schon die ersten Pakete.“
  12. Breakfast at Tiffany’s
    1. „Jeder kennt sie in ihrem kleinen Schwarzen, der großen Sonnenbrille und der Zigarettenspitze. Regie führte Blake Edwards, der die Story des Films nur lose auf der des Buches aufbaute. Und das ist der Grund, warum ich so enttäuscht bin von diesem Film.“
  13. Ich bin anders als andere Frauen
    1. „Ich verstehe nicht, was genau so furchtbar an Frauen ist, dass man unbedingt hervorheben muss, dass man so anders ist. ‚Moment mal‘, habe ich einmal gefragt. ‚Wie sind andere Frauen denn?‘“
  14. Nicht-Akademiker Kind
    1. „Ich bin kein aggressiver Mensch. Ich habe noch nie jemanden geschlagen oder ähnliches. Aber manchmal, da kann ich die Dummheit, Ignoranz oder Intoleranz von anderen Menschen nur schwer ertragen und will diese an den Schultern nehmen und schütteln. Mach ich natürlich nicht. Ich schreibe lieber darüber.“
  15. Rassistisch sind doch nur Nazis…oder? Warum das und mehr auch für die Buchcommunity relevant ist
    1. „Doing race ist da ein Stichwort. Doing deshalb, weil sogenannte „Rassen“ hergestellt werden. Auch wenn sie immer wie natürliche Kategorien behandelt werden, sie sind es nicht. Die Kategorien werden aktiv hergestellt.“
  16. Fremdenfeindlichkeit: Es ist nicht die Schuld des Neoliberalismus!
    1. „Wer tatsächlich begreifen will, weshalb so viele Menschen in Deutschland gegen Migration vor allem aus dem Nahen Osten sind, muss zum einen sein Menschenbild hinterfragen und zum anderen auch über kulturelle, psychologische und soziologische Faktoren nachdenken – dummerweise weiß niemand so recht etwas genau darüber, weil man ja bisher ganz gut und sinnvoll damit gefahren ist, die Wirtschaft als Ursprung aller bösen Entwicklungen zu sehen.“
  17. Willkommen in Lohhausen!
    1. „Wie viel Zeit soll man sich geben, um sich an einem neuen Ort einzuleben, ehe man seine Zelte abbricht? Wie viele Chancen gibt man einer geliebten Person, ehe man ihr nicht mehr vergibt? Wie oft darf man alles hinschmeißen und die Richtung wechseln, ehe man Erfolg hat? Wann hält man zu fest fest, wann ist man nachlässig? Wieso liefert mir keiner eine Bedienungsanleitung, mit Faustregeln, Grenzen, Zahlen, Fakten, an die ich mich halten kann?“
  18. Die Rolle der Frau im Jahr 2017, erklärt an dieser Anzeige für ein Gartenhaus
    1. „Normalerweise stellt sich erst eine Weile nach dem Ende der Ära heraus, welches Bild wirklich ikonisch für seine ganze Zeit steht. Normalerweise. Denn das Bild, das die sogenannte „postfeministische Ära“ und die Rolle der Frau im Jahr 2017 perfekt einfängt, steht jetzt schon fest: Es ist diese Hornbach-Anzeige für ein „Gartenhaus für Frauen“.“
  19. Lieber Weichspülerhersteller
    1. „Und du, lieber Weichspülerhersteller, kannst natürlich die Sperrspitze dieser egalitären Bewegung werden. Wenn du auch in Zukunft ganz viele Männer mit möglichst vielen Bauchmuskeln selig lächelnd mit tanzenden Laken fotografieren lässt. Oder, wir ziehen Frauen und Männern etwas mehr an und gönnen beiden mehr als einen Gesichtsausdruck und Körper. Das wäre doch eine wirkliche Revolution, oder?“
  20. Gedankenquark: Es gibt kein analoges Leben im Digitalen
    1. „Wenn wir uns in einer Fünfzig-Stunden Woche verheizen und am Wochenende drei Flaschen Wein und zwei Linien Koks brauchen, um runterzukommen, dann sind wir es uns eben selbst schuldig, die Meditations-App anzuwerfen, um fit zu sein für den nächsten Burn-Out.“

Viel Spaß beim Lesen! Welche kennst du schon, welche magst du und welche nicht? Was hast du im letzten Monat sehr gerne gelesen?

11 Kommentare

Schreibe einen Kommentar