Gedanke

5 Gründe, warum du unbedingt studieren solltest

5 Gründe zu studieren

Moment mal, die Überschrift kommt dir irgendwie bekannt vor, aber irgendwas ist doch anders? Keine Sorge, du hast vollkommen recht. Hier kommt nämlich die Antwort auf meinen Artikel, warum man nicht studieren sollte. Denn die einseitige Darstellung eines Themas eignet sich zwar wunderbar für einen Beitrag, der Leser anzieht und zu Diskussionen führt, aber im echten Leben ist kaum etwas gut oder schlecht. Und da dieser Blog von mir und meinem Leben handelt, erlaube ich es mir, mir hier auch selbst zu widersprechen.

So viele verschiedene Menschen

Im Studium lernt man Menschen kennen, die man sonst nie kennengelernt hätte. Tolle Menschen. Interessante Menschen. Echte Freunde und tatsächliche Nervensägen. Man lernt, mit welchem Typ Mensch man sehr gut auskommt und wen man ertragen kann oder eher nicht. Mein Tipp daher: Gruppenarbeiten auch mal außerhalb der eigenen Filterblase erledigen. Mit Absicht mit denen zusammen tun, mit denen man bisher noch nicht viel zu tun hatte.

Man erlebt Überraschungen, ist vielleicht mit den Nerven am Ende, aber man weiß hinterher sehr viel mehr über sich und die eigene Teamfähigkeit. Die zeigt sich nämlich erst, wenn man nach dem ersten Treffen feststellt, dass man sein eigenes Team so gar nicht leiden kann. Aber vielleicht gibt es ja gerade deswegen schnell gute Ergebnisse. In freundschaftlichen Teams ist die Arbeitszeit nämlich oft höchst unproduktiv und von privaten Gesprächen unterbrochen. Das macht zwar Spaß und tut der Seele gut, aber effizientes Arbeiten geht anders.

5 Gründe zu studieren

Echte Begeisterung für ein Thema ist ansteckend

Ich wünsche jedem Studierenden mindestens einmal ein Seminar bei einer Lehrkraft, die so richtig für das zu unterrichtende Thema brennt. Eine Professorin, die sich in Rage redet oder ein Dozent, der so viel Erfahrung hat, dass eine lehrreiche Anekdote nach der anderen aus seinem Mund purzelt.

Denn, ein Thema kann noch so trocken und langweilig sein, wenn vor einem einer steht, dessen Begeisterung aus allen Poren strahlt, dann wird man zwangsläufig mitgerissen. Das sind Seminare, die hängen bleiben, über die man länger nachdenkt und die einem wirklich etwas bringen. Wenn man jede Woche nach 90 Minuten völlig ausgelaugt aber glücklich ist und nie auch nur auf die Idee kommt, dass man auch zu Hause bleiben könnte, dann hat man das Glück das Studium so zu erleben, wie es im Idealfall sein sollte.

Zurückhaltung der eigenen Meinung? Nicht mit uns!

In der Schule versuchen LehrerInnen möglichst neutral zu sein. Die politische Meinung, religiöse Einstellung oder auch nur persönliche Überzeugungen spielen keine Rolle und sollen den Unterricht nicht beeinflussen. So zumindest meine Erfahrungen.

Im Studium werden DozentInnen und ProfessorInnen auf einmal zu Persönlichkeiten, die einem die eigene Meinung um die Ohren hauen und sich über Widerworte freuen. Ich hatte eine Dozentin, die jedes Seminar mit einer kontroversen These eröffnete und die ersten 20 Minuten damit zubrachte sich vom Gegenteil überzeugen zu lassen. Manchmal wurden aus den 20 Minuten 90 und am Ende stellten wir Studierenden mit Überraschung fest, dass sie es tatsächlich geschafft hatte uns durch die offene Diskussion genau das beizubringen, was für den Tag auf dem Seminarplan stand. Eine Meisterin der Gesprächsführung und bis heute mein großes Vorbild in dem Bereich.

Freie Zeiteinteilung ist Kunst

Eine Kunst, die man beherrschen lernen muss. Schon viele sind daran gescheitert, sich die Zeit völlig frei einteilen zu können. Keine Anwesenheitspflicht, Abgabe der Hausarbeiten erst nach Anmeldung und andere Freiheiten verführen schnell mal dazu, gar nichts zu tun und das Studium am Ende verlängern zu müssen, weil die Leistungen aus dem ersten Semester immer noch nicht erbracht wurden. Gefährlich, aber eine sehr wichtig Lektion.

Wie so oft im Studium begreift man erst hinterher, wofür man das Gelernte eigentlich gebrauchen kann. Und produktiv zu sein, obwohl einen niemand drängt und man auch nicht wirklich Lust auf die Aufgabe hat, ist etwas, das einem nur Vorteile bringt, wenn man es kann.

5 Gründe zu studieren

Wissen ist Macht

Eine völlig überstrapazierte Phrase, die allerdings wahr ist. Ein Studium vermittelt einem Wissen. Viel Wissen, aus völlig unterschiedlichen Bereichen. Wenn man sich darauf einlässt und nicht nur stur das Pflichtprogramm durchzieht, sondern auch mal nach rechts und links schaut. Nie wieder kommt man so günstig an unterschiedliche Sprachkurse oder kann Computerprogramme erlernen.

Selten kommt man so einfach ins Gespräch mit Menschen, die sich für ganz verschiedene Themen interessieren und dir liebend gerne alles erklären. Und wenn es nur ist, dass dir auf einer Party auf einmal das Strömungsverhalten von Flugzeugen erklärt wird und du als Gegenleistung erläuterst, wie die ideale Mitarbeitermotivation abläuft. Viele StudentInnen studieren nämlich mit Begeisterung und brennen für ihr Thema. Da ist es einfach ihr Wissen anzuzapfen und so selbst mal einen Blick über den Tellerrand zu werden.


Auch hier gilt wieder: Meine Erfahrungen mit einem sozialwissenschaftlichen Bachelor an einer Uni und einem kommunikationswissenschaftlichem Master an einer FH. Andere Fächer, andere Institutionen und alles kann ganz, ganz anders sein.

Muss es aber nicht.

Man hat es selbst in der Hand. Wenn man sich für sein Thema begeistert, nicht stur Schema-F abspult und versucht das Beste aus seinem Studium raus zu holen, hat man sicherlich eine tolle Zeit, die einem viel bringt.

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