Unterwegs

Goslar – charmante Stadt im Harz

Goslar
Gastbeitrag von Katharina

Komm mit mir auf die Reise! Mein Name ist Katharina und als Keksmond blogge ich über alles, was mit Geschichten zu tun hat, vor allem über Bücher oder eigene Texte. Schon früh hab ich mit dem Schreiben begonnen, bin süchtig nach Buchstaben und liebe die Märchen der Gebrüder Grimm. Ich bin 23 und studiere, gehe gern spazieren sowie ins Kino und Theater.

Mit meinem Blog möchte ich den Austausch über Geschichten fördern und du kannst bei einer (guten) Geschichte inne halten und abschalten. Was ist schöner, als sich im Meer von Geschichten treiben zu lassen?

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„Glück auf, Glück auf, der Steiger kommt
und er hat sein helles Licht bei der Nacht
und er hat sein helles Licht bei der Nacht
schon angezünd‘, schon angezünd‘“

Goslar

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so die erste Strophe eines Bergmannslieds, das von einem Glockenspiel auf dem Goslarer Marktplatz gespielt wird. Einige Schaulustige stehen dort und lauschen, Vorüberziehende halten inne. Einige Figuren ziehen, ganz im Thema des Bergbaus, an der Häuserwand vorbei. Mir hat das Glockenspiel Gänsehaut bereitet, die Melodie, so eingängig, wollte ausrücken, worüber sich die Stadt Goslar über Jahrhunderte definiert hat.

Um einen guten (ersten) Eindruck und Überblick über die Stadt zu bekommen, empfiehlt sich folgendes: Eine Fahrt mit der Bimmelbahn. Diese fährt einmal durch alle kleinen Gassen und erzählt viel über die Hintergründe der Stadtgeschichte. Es lohnt sich!

Man fährt auch an der Kaiserpfalz vorbei. Ziemlich schlicht für einen Herrschaftssitz?

Goslar

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Eine Pfalz war im Wanderkaisertum nur eine unter vielen, da war vor allem Funktionalität gefragt. Bei einer Führung durch den Kaisersaal erfuhr ich, dass – natürlich – die Glasscheiben erst nachträglich eingesetzt wurden. Früher war es wichtig, dass der Kaisersaal, der gleichzeitig als Gerichtssaal fungierte, offen war. Auch die prächtige Wandbemalung ist erst später hinzugefügt worden, und zwar als die Preußen die alte Kaiserpfalz für sich entdeckten. So schlicht sie von außen wirken mag, die Bemalung des Kaisersaals ist prächtig: durchdacht, verstrickt und detailreich. Sie zeigt die Geschichte von „Deutschland“ im „Schnelldurchlauf“. (RTL hat das Rad für seine Castingshows also nicht neu erfunden.)

In Goslar schlägt das Herz: So soll das Herz von Heinrich III. hier begraben liegen, weil er Goslar so liebte und diesem Ort so verbunden war.

Aufgrund des Bergbaus war Goslar aber schon immer sehr beliebt bei den Kaisern. Mittlerweile ist der Rammelsberg ausgeerzt und als Besucherbergwerk zugänglich. Eine Führung dort ist wirklich interessant, da das Gefühl von Krieg in einem aufkommt: So viele Männer sind in den Berg eingefahren und niemals wiedergekommen. Die Arbeit beim Licht einer Froschlampe muss düster und beklemmend gewesen sein. Als ich jedenfalls wieder an die Erdoberfläche kam, bemerkte ich, wie ich befreit aufatmen konnte. Allerdings sollte man bei einem Besuch auf festes Schuhwerk und funktionale Kleidung achten, da es im Berg kühl und feucht ist. Außerdem muss man einige Treppenstufen zurücklegen.

Als Fazit kann ich nur sagen, dass man in Goslar den Alltag vergessen konnte und es einen Besuch wert ist, auch wenn es auf der Karte wie eine unscheinbare Kleinstadt wirkt. Goslar hat durch seine historische Innenstadt viel Charme und diese Stadt im Harz erscheint wirklich als Kleinod.

Goslar, eine charmante kleine Stadt im Harz mit viel Geschichte.

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So Katharinas Eindruck von Goslar. Warst du schon mal da? Ich habe zwar mal nah dran gewohnt, zumindest näher als jetzt, aber in den Harz zieht mich so gar nichts. Aber vielleicht muss ich meine Vorurteile von düsteren Tannenwäldern mal mit der Realität abgleichen.

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