Gedanke

Für mich spielt Geld keine Rolle!

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Letzte Überarbeitung am 14. August 2016

Nein, ich bin keine Millionärin, ich werde auch nicht reich erben oder sonst wie ohne Arbeit an große Mengen Geld kommen. Wahrscheinlich habe ich momentan sogar jeden Monat weniger Geld als du.

Und trotzdem: Es reicht!

Schon vor einiger Zeit habe ich mir diesen Post von Märzmädchen gespeichert, weil ich mal drüber schreiben wollte. Und jetzt gibt es auch noch eine passende Blogparade zum Thema. Es soll also so sein, dass ich dir hier und jetzt erzähle, warum Geld für mich keine Rolle spielt, obwohl ich nicht „genug“ habe.

Mit einer Million würde sich mein Leben nicht ändern

Und das allein ist der Grund für meine Aussage, dass Geld für mich keine Rolle spielt.

Die meisten anderen Teilnehmer der Blogparade gehen davon aus, dass sie reich sind und Geld deswegen keine Rolle mehr spielen wird.

Aber was würde sich ändern in meinem Leben, wenn auf meinem Bankkonto auf einmal Millionenbeträge wären? Also wirklich, grundlegend ändern?

Wäre ich dann glücklicher?

Wäre ich dann intelligenter?

Wäre ich dann hübscher?

Nein!

Ich wäre immer noch ich und würde immer noch mein Leben führen. Mein Leben wäre sicherlich ein bisschen anders, aber grundlegend so wie jetzt.

Ich hätte die gleiche Familie und würde die gleiche Beziehung führen. Vielleicht würde ich nicht zur Miete wohnen sondern ein Haus besitzen, ich würde mir sicherlich einen neuen Laptop kaufen ohne groß drüber nachzudenken. Ich hätte vielleicht auch immer das neueste Smartphone, würde ein anderes Auto fahren und hätte ein Motorrad. Aber mal ganz ehrlich: Was würde das ändern?

Dann hätte ich halt andere Wünsche, die sich nicht so leicht erfüllen lassen. Dann würde es nicht am Geld scheitern sondern daran, dass meine Wünsche so extravagant und bekloppt wären, dass sie sich nicht einfach so erfüllen lassen. Denn Wünsche haben wir Menschen immer.

Für mein Glücksgefühl ist es völlig irrelevant ob ich mir die Schuhe die ich gerne hätte nicht leisten kann oder ob mir die Audienz bei der Queen nicht gewährt wird. Da gibt es etwas, das ich will und nicht bekomme. Der materialistische Wert ist egal.

Ich sage nicht, dass ich nicht gerne mehr Geld hätte. Keinesfalls. Ich werde mich nicht beschweren, wenn mein Konto am Ende des Monats irgendwann nicht mehr leer ist. Wenn ich sogar etwas sparen kann und mir Dinge leisten, die ich gerne hätte, die aber nicht nötig sind. Darauf arbeite ich ja hin.

Aber ich sage, dass ich dann nicht zwangsläufig glücklicher sein werde als jetzt.

Grundbedürfnisse sind wichtiger als Luxus!

Und meine Grundbedürfnisse werden erfüllt.

  1. Ich werde satt. 
  2. Ich habe ein Dach über dem Kopf.
  3. Ich werde nicht verfolgt oder bedroht und kann so sein wie ich es möchte.

Mehr noch:

  1. Ich kann es mir erlauben wählerisch zu sein. Ich muss nicht alles essen, ich kann mir aussuchen was ich gerne mag.
  2. Ich lebe auf 80qm mit zwei Personen. 40qm also, die ich als Person ganz alleine für mich nutzen kann. Und diese 40qm sind toll: fließend warmes Wasser, ein bequemes Bett und noch so einige andere Annehmlichkeiten.
  3. Ich werde sogar geliebt und in meiner Persönlichkeit bestärkt.

Ich führe ein privilegiertes Leben!

Und deswegen spielt Geld schon heute, ohne große Summen auf meinem Bankkonto, keine Rolle für mich. Weil ich schon im Luxus lebe. Weil ich im Luxus geboren wurde. Weil ich alles habe, was ich zum Überleben brauche. Und sogar noch mehr.

Ja, es gibt viel, das ich nicht habe. Was ich mir nicht leisten kann und trotzdem irgendwie gerne hätte. Aber das ist nicht schlimm. Denn ich weiß genau, wenn ich mir alle materiellen Wünsche erfüllen könnte, dann würde es andere Wünsche geben.

Deswegen: Das Leben genießen, das man hat. Das Beste draus machen. Sich immer mal wieder kleine Wünsche erfüllen und von den großen Träumen.

Und so gemein es auch klingt: Sich mit Menschen vergleichen, denen es schlechter als einem geht. Ansonsten weiß man nie zu schätzen, wie gut es einem geht.

20 Kommentare

  • Geld macht nicht glücklich. Das ist völlig richtig. Das Leben mit Geld ist ein anderes, als wenn man nur wenig hat. Es schafft einem andere Rahmenbedingung.

    Ich wohne in der Stadt, die mal als Untertitel „Stadt der Millionäre“ dem Ortsschild zusetzen wollte 🙂 Ich kann nur sagen, dass die Porsche Cayenne fahrenden Frauen hier mit Sicherheit nicht glücklicher sind. Wenn man sie näher kennenlernt, sind sie oft unsicher.

    Ich hätte auch gerne einen Pool in meinem Garten. Aber ich bin frei von Neid und freue mich über mein Leben, so wie es ist. Auch wenn ich gerne etwas gesünder wäre…

    • Du sprichst etwas wichtiges an: Gesundheit! Was bringt einem Reichtum und finanzielle Freiheit, wenn man es nur in Arztrechnungen investiert. Dann lieber doch ohne Reichtum und soweit gesund.

      Allerdings ist das, was wir unter „kein Reichtum“ verstehen für viele andere Menschen schon ein Vermögen. Es geht uns ja sehr gut hier in Nordeuropa. Alle Grundbedürfnisse erfüllt.

      Ein Pool wäre aber so oder so nicht schlecht… ich bräuchte nur erst einen Garten, wo der auch reinpasst 😉

    • Ihr Lieben,
      im Großen und Ganzen gehe ich in dem Blog-Thema mit.
      Wir setzen uns in vielen Themen mit Luxusproblemen auseinander und vergessen dabei oft wie privilegiert wir sind. Ich versenke mein dafür so gerade ausreichendes Geld gerne in teure Fortbildungen und in gesundes Bio-Food.
      Die Sache des Blickwinkels…an manchen Tagen ärgere ich mich darüber, dass in einem so privilegierten Staat etwas wie Bildung teuer bezahlt werden muss und etwas, wie einwandfreies gesundes Essen nicht selbstverständlich ist. Der Vergleich relativiert vieles. Ich komme in Zank, wenn mein Schatz die konventionellen gespritzten „Papayas“ gekauft hat. …So viele Menschen hungern und dann schäme ich mich kurz. Nun, ich sag immer: Jeder hat das Recht auf seine Probleme. 😉 …Sollten sich erste zarte Forschungsergebnisse bewahrheiten und wir alle pestizid-und umweltvergiftet, dadurch dement und mit Löchern im Kopf unser Alter fristen, ist der Gedanke mit dem Snob-Bio-Essen doch wieder legitim. Ich arbeite als Ergotherapeutin und sehe oftmals ältere und arme Menschen (die Sorte Mensch, die das Land damals wieder aufbaute, deren Dank usw.), welche in Tränen ausbrechen, wenn sie für ihre Gesundheit Zuzahlungen leisten müssen, die ihr Budget weit überschreitet. Die aus „sanierungssbedürftigen“ Wohnungen gegrault werden, weil die Mietschraube wieder etwas höher gedreht werden könnte und kaum noch wissen wohin…
      Klar ist Gesundheit wichtiger als Geld, doch sterben wir alle nicht gesund und Geld und Krankheit, gerade bei dem zunehmend elitären Gesundheitssystem….? Hm….Klar lebe ich heute, aber ich mag es vorauszuschauen.
      Nach jahrelanger Überzeugung, Geld zu hassen, freunde ich mich langsam mit dem Gedanken an, doch etwas mehr davon in meinem Leben willkommen heißen zu wollen. Auch wenn es nicht glücklich macht, beruhigt es in unserer Welt doch in jedem Falle. Und gerade für erkrankte und alte Menschen hilft es, menschenwürdig versorgt zu sein.

      • Ui, da sprichst du ein schwieriges Thema an Nadine. Altersvorsorge ist sehr wichtig, wird aber oft vernachlässigt. Das ist ein Luxus, der irgendwann mal die Grundbedürfnisse stillt. Schwierig einzusortieren, aber ohne Frage wichtig. Genug Geld, um es in die eigene Rente zu investieren sollte also schon da sein. Und dafür dann vielleicht weniger Luxus im jetzigen Leben, wenn nicht der Reichtum auf dem Bankkonto rumliegt.

  • Hallo Lexa,
    freut mich, dass du an meiner Blogparade teilgenommen hast und einen anderen Blick auf die Dinge lieferst 🙂

    Setz den Link zu deinem Beitrag doch noch direkt in einen Kommentar zum Blogparadenbeitrag. Dann finden ihn andere Leser auch sofort.

    Lieben Gruß
    Linda

    • Hallo,

      der Beitrag war geplant, deswegen habe ich die manuelle Verlinkung erst heute vorgenommen. Gestern war ich gar nicht am PC 😉

      Ich bin gespannt, was noch für Gedanken zusammen kommen bei deiner Blogparade.

      LG Lexa

  • Ich denke mit einer Millionen würde sich mein Leben schon ändern.
    … Weil ich mir dann Gedanken übers Anlegen machen müsste, damit ich später im Rentenalter davon leben kann.

  • Du sprichst du da ein sehr interessantes Thema an, über das sich die meisten Menschen in unserer (westlichen) Gesellschaft zu wenig ernsthafte Gedanken machen.

    Genau wie ich früher.

    Ich bin als Sohn eines sehr erfolgreichen Unternehmers aufgewachsen und natürlich habe ich mich später auch selbständig gemacht.
    16 Stunden Arbeit (und mehr) pro Tag an 6 Tagen pro Woche waren für mich vollkommen normal.
    Ich habe nie wirklich in Frage gestellt, ob das das Leben ist, welches ich führen möchte – oder sollte.
    Ich war zu sehr vom Erfolg und den damit verbundenen Nebeneffekten getrieben.

    Irgendwann schlug mir das Leben dann mit voller Wucht und mit riesigem Anlauf in die Fresse. (Entschuldige den Ausdruck. 😀 )

    Heute bin ich klüger. Auch wenn ich immer noch viel arbeite, weiß ich heute sehr genau, worauf es im Leben wirklich ankommt. Heute weiß ich, wann ich genug Geld habe um MEIN Leben führen zu können und alles darüber hinaus brauche ich nicht mehr und bin nicht mehr bereit, den Preis dafür zu zahlen.

  • ich trau mich zu behaupten ich wäre mit mehr Geld glücklicher.
    Ich bin jetzt auch zufrieden mit meinem Leben. Bin gesund, habe Freunde, einen Freund und eine tolle Familie. Ich habe Hobbies und muss sagen mir fehlt es an nichts.
    Aber wenn ich mal Sorgen habe würden sich die meisten mit Geld lösen lassen. Ich kann nciht alle Kurse gehen die ich möchte, da es schlichtweg zu teuer ist. Ich kann nicht so oft in den Urlaub, weil es zu teuer ist. Ich habe keine nicht unbedingt nötigen Versicherungen, weil es zu teuer ist….

    • Ich kann verstehen, dass du so denkst. Aber ich persönlich glaube einfach, dass dein allgemeiner Zufriedenheitslevel dann auch nicht höher wäre. Dann gäbe es halt andere Sachen, die du nicht machen kannst.

      Aber erfahren werden die meisten von uns es eh nie. Also besser das Beste aus dem machen, das man hat 😉

  • Hey Lexa,

    danke für diesen tollen Artikel! 🙂 Ich habe vor einiger Zeit lange genau darüber nachgedacht, weil für mich eine berufliche Änderung im Raum stand. Und ich habe mich für wenig Geld, aber dafür eben auch für etwas entschieden was mich erfüllt und glücklich macht. Das ist so viel mehr wert als all der Luxus den man sich irgendwie leisten könnte. Mir reicht es schon, wenn die Grundbedürfnisse gedeckt sind (wie du es ja auch schreibst) und ich mir ab und zu mal etwas gönnen kann.

    Viele liebe Grüße,
    Erbse

  • Liebe Lexa,

    Sehr schöner Artikel. Stimme dir grundsätzlich zu. Ich sehe uns auch als sehr privilegiert an. Selbst jemand mit Harz4 hat soviel Geld, von dem 80 % der Menschen auf dieser Welt nur träumen können. Denn ja, wir gehören zu den oberen 5-20%. Genaue Zahl habe ich leider vergessen…

    Ich habe mit Geld so meine Hassliebe. Ich denke, dass Geld den Charakter verdirbt. Ich bin dankbar dafür, dass ich Geld schätzen kann. Ich versuche nicht verschwenderisch zu sein.
    Ich sehe Kapital aber auch als ein Geschenk, mit dem man andere Menschen stärken oder die Welt verändern kann. Stichwort wäre hier zb. Social Business.

    Lg, Anja

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