Empfehlung

FitBit One

Ich habe meinen FitBit One* jetzt seit dem 30.12.2013 und wollte mit euch meine ersten Eindrücke teilen.

FitBit One

So sah das Ganze beim auspacken aus. Eine wirkliche Anleitung gibt es nicht, man wird nur darauf hingewiesen, das man den FitBit auf der Internetseite einrichten muss.
Aber eigentlich ist das Teil auch selbsterklärend und bedarf keiner weiteren Anleitung,

Beim ersten anmachen und einrichten musste ich ihn mit dem PC verbinden und währenddessen lud sich der Akku auf 100% auf. Seit dem habe ich ihn nicht mehr geladen und noch wird auch nicht angezeigt, dass der Akku schwach sei. Ich bin gespannt, wie lange der Akku noch hält. Die versprochenen 5-7 Tage sind ja schon überschritten.

Mitgeliefert wird eine Schlafmanschette (mittleres Bild). Die wird ums Handgelenk gebunden und der FitBit zum Schlafen dort reingetan. Stört überraschenderweise wirklich nicht beim Schlafen. Drückt nicht und schnürt nicht und rutscht auch nicht rum.
Die Schlafaufzeichnung an sich ist nicht schlecht. Gemessen wird halt, wie viel man sich bewegt. Ich für meinen Teil entscheide, ab wann ich einschlafen will und drücke dann den Knopf des FitBits lange um ihm zu sagen: „Ab jetzt den Schlaf messen.“ Dann schlafe ich ja aber nicht gleich ein, sondern liege einfach nur lange still, bis ich mich dann irgendwann nochmal umdrehe und wirklich einschlafe. Dieses lange still liegen wird vom FitBit schon als Schlaf interpretiert, aber woher soll er es auch besser wissen? Habe ich auch nicht anders erwartet.
Schön zu sehen ist allerdings, wie viel man sich im Schlaf beweckt hat. Ist ja ein Indiz für die Güte des Schlafes und nett zu wissen, aber jetzt nichts, auf das man nicht auch verzichten könnte. Ob man gut oder schlecht geschlafen hat merkt man selbst am nächsten Morgen ja sowieso. Auch ohne, dass es einem in einer Statistik aufbereitet wird, oder?

Außerdem dabei ist ein USB-Dongle. Der wird einfach in den PC gesteckt und der FitBit synchronisiert sich dann immer automatisch, wenn er innerhalb von 7m Umkreis vom PC ist. Funktioniert einwandfrei.
Die Synchronisation mit der AndroidApp funktioniert auch ohne Probleme mittels Bluetooth. (Wichtig: Die FitBitApp braucht Bluetooth 4.0, das haben noch nicht alle Android-Geräte. Also vorher prüfen!)

Warum ich mir den FitBit One gekauft habe und nicht eine andere Art von Aktivitätstracker? Zum Beispiel ein Jawbone Up* oder einen Fitbit Flex*?
Die Genauigkeit soll beim One besser sein, als bei den Armbändern. Auf jeden Fall sagten das alle Testberichte und Erfahrungsberichte, die ich im Vorfeld gelesen habe.

Außerdem finde ich es schön, dass ich den One völlig unauffällig in der Hosentasche tragen kann. Oder mit dem mitgelieferten Clipp am BH befestigen. wenn ich einen Rock oder ein Kleid ohne Taschen anhabe. Es sieht keiner, dass ich einen Aktivitätstracker habe. Es ist wirklich nur für mich. Das ist aber sicherlich Geschmackssache.

Kommen wir zur Genauigkeit.
Von der Schrittgenauigkeit bin ich positiv überrascht. Das scheint wirklich zu stimmen. Auch beim Autofahren oder Radfahren werden keine Schritte gezählt. Wirklich nur, wenn ich gehe.
Was allerdings gar nicht klappt (bei mir) ist die Anzahl der Stockwerke. Dort werden viel zu viele gezählt. Den einen Tag habe ich mich wirklich nur in der Wohnung bewegt und hatte am Ende des Tages angeblich 14 Stockwerke zurückgelegt. Das klappt also gar nicht.
Wer auf diese Angabe also Wert legen sollte, dem kann ich vom Kauf nur abraten.

Das Online-Dashboard auf der FitBit Seite ist meiner Meinung nach hübsch und übersichtlich gestaltet.

fitbit-dash
Man hat alle wichtigen Informationen auf einen Blick und die Farben werden grün, wenn die Leistung am Tag gut ist. Sehr einfach und intuitiv zu verstehen und bedienen.
Aufzeichnen kann man dort noch eine ganze Menge mehr, als der FitBit misst. Tagebuch schreiben geht auch. Und wenn einem nicht reicht, was FitBit einem vorgibt, dann kann man sich selbst noch Aufzeichnungskategorien einrichten. Ob man zum Beispiel geraucht hat an dem Tag oder nicht.
Eine wahre Datensammelmaschine.
fitbit-aufz
Meine Ernährung tracke ich nicht auf der Seite. Einmal, weil ich momentan ja mit Absicht keine Kalorien zähle und dann noch, weil es nicht ganz einfach ist. Die Datenbank ist nicht sehr umfangreich und man muss ein bisschen suchen, bis man was passendes findet. Kann eindeutig noch ausgebaut werden.
Auf fddb findet sich allerdings der Hinweis, dass daran gearbeitet wird das Tagebuch mit FitBit zu synchronisieren. Dann könnte man sein Ernährungstagebuch bei fddb führen und die Daten würden zu FitBit übertragen werden. Wann es soweit ist, weiß ich allerdings nicht.

fit-bit-schritte
Eine Wochenauswertung auf der FitBit Seite sieht dann zum Beispiel so aus. Wie ihr seht, die Stockwerke sind unverhältnismäßig hoch für die gegangenen Schritte.

Was mir jetzt aber schon klar ist, ich gehe zu wenig. Bis jetzt kam ich nie auf die empfohlenen 10000 Schritte. Obwohl ich so gut wie alles zu Fuß erledige. Ich fahre nur für den Wocheneinkauf mit dem Auto und die Bahn nehm ich auch sehr selten. Und trotzdem komm ich nicht an die 10000 Schritte.
Und frage mich auch ganz ernsthaft, wie man das schaffen soll?
Ich weiß, dass es viele schaffen. Und sogar übertreffen. Aber für mich ist die Anzahl momentan utopisch.
Naja, die Zeit wird zeigen, ob sich da noch was entwickelt.

Positiv
+ Schrittgenauigkeit
+ Akkuhaltbarkeit
+ unauffälliges und praktisches Tragen
+ problemlose Synchronisation
+ Aufmachung des Dashboards

Negativ
– Stockwerkzählen
– Preis (der ist allerdings bei allen Aktivitätstrackern hoch)
– Lebensmitteldatenbank

So, ich glaube, das sind alle Informationen, die ich euch derzeit geben kann. Vielleicht habe ich ja dem einen oder anderen bei der Entscheidung für oder wider geholfen.
Sollten noch Fragen sein, fragt einfach (wie immer). 😉

7 Kommentare

  • Oh gar nicht so uninteressant. Ich habe ja das Amigoo im Blick, welches sogar den Sport den man macht erkennen und aufzeichnen soll.
    Leider ist das noch nicht auf dem Markt, sollte eigentlich im Herbst kommen. Je nach dem wie teuer das ist werde ich mir es zulegen.
    Alle anderen sind mir vom Preis-Leistungsverhältnis einfach zu teuer.
    Aber wirklich interessant deine Erfahrungsberichte zu lesen 🙂

    • Ja, Amigoo beobachte ich auch immer noch mit einem Auge. Aber da ich nicht glaube, dass das noch zeitnah was wird mit dem erscheinen, habe ich mir erst mal den FitBit geleistet. Polar hat ja auch grade was neues in die Richtung rausgebracht. Klingt auch nicht schlecht.

      Ich denke mal die Entwicklung ist noch lange nicht am Ende, was diese Aktivitätstracker angeht. Aber ich wollte unbedingt jetzt einsteigen 😀

  • Bei mir funktioniert Stockwerkzählen richtig und ist ziemlich genau (max. Unterschied zur Realitaet: 2 Stockwerke)

    • Ja, scheint irgendwie an meinem zu liegen. Habe auch schon von anderen gehört, dass das bei ihnen gut funktioniert. Nur bei mir zeigt er immer noch mehr an. Aber die Angabe ist mir auch ziemlich egal, deswegen finde ich das nicht schlimm.

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