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Tipps für eine entspannte Adventszeit

entspannte Adventszeit

Die Adventszeit bedeutet für viele vor allem eines: Stress und Anspannung.
Da kommt einem die Bezeichnung „besinnliche Zeit vor Weihnachten“ wie blanker Hohn vor. Das muss aber nicht sein. Selbst, wenn die Adventszeit wie dieses Jahr eine Woche kürzer ist, kann man sie ganz entspannt und in Ruhe genießen. Und das ist gar nicht so schwer, wie man es sich vorstellt.

Planung

Fertig geplant ist halb erledigt.

Wer jetzt noch nicht weiß, wann genau er wo mit wem feiert, der kann natürlich auch nicht wissen, was er gegebenenfalls vorbereiten muss. Deswegen: Ruhig frühzeitig anfangen die Verwandschaft und Freunde mit der Terminplanung zu nerven. Das ist gerade wichtig, wenn man alle die einem wichtig sind an den drei eigentlichen Feiertagen sehen möchte, diese aber vielleicht nicht in der direkten Nachbarschaft wohnen.

Mein persönlicher Tipp: Sich nicht alle drei Tage mit vielen Terminen zuplanen. In der Theorie mag es nett sein Frühstück, Mittag und Abendessen mit unterschiedlichen Menschen an verschiedenen Orten zu verbringen, aber in der Praxis will man meist spätestens nach dem Mittag nur noch auf die heimische Couch. Besonders entspannt wird es natürlich, wenn man die Möglichkeit hat alle an einem Tag an einem Ort zu treffen. Beispielsweise Heiligabend mit der gesamten Familie zu feiern. So machen wir es seit einigen Jahren und freuen uns am ersten und zweiten Weihnachtstag dann immer, dass wir jeden sehen können, aber niemanden sehen müssen. Wenn wir ganz allein einen Strandspaziergang machen wollen, machen wir das. Wenn wir mit einem Teil der Familie Resteessen machen wollen, machen wir das. Wenn wir unsere Freunde sehen wollen, machen wir das. Aber es steckt kein Zwang dahinter und daher sind es immer herrlich entspannte Tage. Mit ist aber natürlich bewusst, dass das in manchen Familien nicht möglich ist. Aber sich mal ernsthaft Gedanken zu machen, ob es nicht doch möglich ist, lohnt sich. Ein weiterer Vorteil: Wenn man in größeren Gruppen feiert fallen einzelne Antipathien nicht so sehr auf. Wer sich gerade nicht grün ist, geht sich einfach aus dem Weg. Es sind genug andere da, mit denen man sich unterhalten kann.

Ähnlich ist es bei der Geschenkeplanung. Ich persönlich liebe Weihnachtsgeschenke und empfinde die Suche nach ihnen auch nicht als Stress. Aber: Ich führe auch das gesamte Jahr über eine Ideenliste. Immer wenn jemand einen Wunsch äußert (gerade kurz nach Weihnachten und den Geburtstagen äußern die meisten viele Wünsche) schreibe ich ihn auf. Daher muss ich Weihnachten meist nur entscheiden wem ich was schenke und mir ansonsten gar nicht viele Gedanken machen. Wer das aber jedes Jahr wieder vergisst, findet im Internet zum Glück viele Listen mit Last-Minute-Ideen.

Prioritäten

Jeder Termin ist absagbar.

Zumindest jede private Verabredung. Man ist nicht verpflichtet mit jedem Freund, Bekannten und Kollegen einmal auf den Weihnachtsmarkt zu gehen. Auch muss man nicht jeden Sonntag einen anderen Teil der Familie zum Adventskaffee einladen. Und wenn man keine Lust hat Plätzchen zu backen, dann lässt man es und kauft fertige Lebkuchen oder lässt sich von Familie und Freunden beschenken. Die meisten backen eh immer zu viel für den Eigenbedarf und sind froh, wenn jemand mithilft beim Aufessen.

Sobald man eine Verabredung als Verpflichtung empfindet, dann sollte man sie absagen oder am besten gar nicht erst eingehen. Die Weihnachtsfeier des Sportvereins ist jedes Jahr wieder todlangweilig? Der Kuchen bei Tante Inge schmeckt nie, die Stühle sind unbequem und wenn sie keine Verwandschaft wäre, würde man sie meiden? Alles gute Gründe, um stattdessen lieber einen ruhigen Nachmittag zu Hause zu verbringen. Oder mit Menschen, die man wirklich mag.

Wer gerne ausgiebig dekoriert, backt, bastelt oder Kaffekränzchen veranstaltet soll das natürlich gerne tun. Aber wer lieber etwas anderes tun würde sollte sich bewusst machen: Jeder hat die Wahl. Es gibt keine Vorschriften, wie die Adventszeit verbracht werden muss. Die Vorschriften existieren nur in unseren Köpfen. Wenn man die missbilligen Blicke oder Kommentare hinter dem Rücken erst einmal ein Jahr ausgehalten hat, dafür an Weihnachten selbst aber auf einen glücklichen und entspannten Dezember zurückblickt, dann fällt es einem im nächsten Jahr gleich viel leichter nur die Verabredungen einzugehen, zu denen man auch wirklich Lust hat.

Perfektionismus

Perfekt ist es sowieso nie.

Gerade vor und für Weihnachten gilt: Es kann gar nicht perfekt werden, denn die Erwartungen sind viel zu hoch. Wer nicht gerne kocht, sollte sich Heiligabend nicht vornehmen ein fünf Gänge Menü zu zaubern. Wer künstlerisch unbegabt ist, muss nicht versuchen das Haus perfekt zu dekorieren. Wer im Alltag eher ungesellig ist, muss nicht zum Partymittelpunkt mutieren. Jeder so, wie er es kann und schafft. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich nur sagen: Das Weihnachtsfest wird dann am besten, wenn alle Beteiligten entspannt und gut drauf sind. Dann explodieren die Kroketten halt in der Friteuse. Das gemeinsame Erlebnis und das spätere „Weiß du noch als …?“ ist viel besser, als es die Kroketten selbst je hätten sein können. Dann gibt es halt „nur“ Schnittchen oder auf dem „Jeder bringt etwas mit“-Buffet steht dreimal Nudelsalat. Das ist immer noch besser, als wenn jemand in der Küche einen Nervenzusammenbruch erleidet. In Erinnerung bleibt sowieso nur die gute Stimmung und nicht, dass Onkel Horst nicht sein Lieblingsbier zum Essen hatte oder Oma Helga Staub auf dem Regal entdeckt hat.

Arbeitsteilung

Je mehr beteiligt sind, desto weniger meckern.

Menschen brauchen Aufgaben, sie wollen sich gebraucht fühlen. Gerade, wenn man in großer Runde feiert und es tatsächlich schafft alle an einem Tag um den Baum zu versammeln ist es super, wenn der Gastgeber keine andere Aufgabe hat als den Raum zu stellen. Jemand bringt Kuchen mit und jemand anderes kümmert sich ums Essen. Eine dritte Partei besorgt die Getränke und wieder jemand anderes hilft beim Aufräumen. So sind alle am Fest beteiligt und keiner meckert oder ist unzufrieden, denn: Er hätte sich ja auch einfach selbst kümmern können. Wie gesagt: Für uns schon einige Jahre die beste Lösung für einen entspannten und lustigen Heiligabend. In der Adventszeit heißt das für den einzelnen er hat weniger Arbeit. Anstatt drei Wohnungen für Besuch herzurichten, muss nur bei einem umgebaut werden. Anstatt drei Tage Fresskoma, nur einer. Anstatt sich drei Tage die gleichen Geschichten anzuhören und selbst zu erzählen, werden alle Neuigkeiten an einem ausgetauscht.

Die Adventszeit ist für viele mit Stress und Hektik verbunden. Damit die Vorweihnachtszeit eine Zeit der Ruhe und Besinnlichkeit ist, gibt es hier Tipps für einen entspannten Advent.

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Dieser Beitrag ist Teil des Blogventskalenders 2017, dieses Jahr, wie auch 2016, wieder von Habutschu ausgerichtet. Jeden Tag ab 6 Uhr erwartet euch ein neuer Beitrag auf unterschiedlichen Blogs. Gestern öffnete sich das Türchen bei Peter und morgen bei Eva.

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10 Kommentare

  • Ich finde gerade die Adventszeit sollte man auch nutzen, es mal etwas gemütlicher anzugehen und nicht von einem zum anderen zu hetzen. Natürlich muss, soll, will manches erledigt werden. Aber ein paar Freiräume dürfen auch sein. Eine gute Planung und einige der Tipps, die du hier benennst, sind unbedingt hilfreich. Nobody is perfect und nobody muss das sein. 😉

    Einen schönen Adventssonntag.
    LG Hans

  • Lauter gute Tipps hast du da zusammengestellt! 🙂
    Vor allem den Punkt mit dem Perfektionismus… dank der ganzen perfekten Deko auf Pinterest setzt man sich da schnell selbst unter Druck. Merke ich bei mir selber – und habe mir vorgenommen, auch mal Dinge zu posten, die nicht 102%ig sind. Finde ich bei anderen Bloggern ja auch immer sympathisch, wenn dann hier mal etwas gekleckert hat oder dort der Kleber Flecken hinterlassen hat. 😉

    Sonderlich stressig fand ich die Vorweihnachtszeit trotzdem zum Glück noch nie… wir haben eine ziemlich kleine Familie, da gibt es keine großen logistischen Herausforderungen. Heiligabend verbringen wir immer mit meiner Mutter – traditionell gibt’s Fondue! – und die nächsten Tage machen wir es uns zu zweit gemütlich. Dieses Jahr werden wir am 2. Weihnachtstag mit Freunden feiern – aber eigentlich nur zwei Geburtstage nachfeiern, nicht Weihnachten. 😉

    Ich wünsche dir einen schönen 1. Advent und eine gemütliche Zeit! 🙂

    Liebe Grüße
    Anne

    • Moin Anne,
      die Deko setzt mich glücklicherweise nicht unter Druck. Da habe ich schon länger akzeptiert, dass ich da einfach kein Talent für habe und kann mir das deswegen ganz in Ruhe ansehen ohne selbst was umsetzen für wollen.
      Anders sieht es da bei den Backwerken aus… so viele Plätzchen und Torten, die noch ausprobiert werden wollen xD Nur, wer soll sie alle essen?

      Ich wünsche dir dann auch einen ganz entspannten Jahresausklang. Nach allem, was so war hast du/habt ihr es euch verdient.
      LG Lexa

  • Danke für diesen schönen Post, Lexa!

    Ich habe einfach frühzeitig angekündigt, dass ich nicht durch halb Deutschland fahren werde und die Familie meines Vaters daher ohne mich feiern muss. Der Rest steht noch in der Schwebe… Meine Schwester hat sich zu einer Freundin einladen lassen, meine Mutter will heilig Abend arbeiten und ob es am ersten Weihnachtsfeiertag bei Oma wie jedes Jahr Torte gibt, weiß ich auch noch nicht.

    Immerhin das mit den Geschenken mache ich wie du – und meine Schwester liefert mir sogar ihre Wunschliste ab, damit ich vermittele. Und meine Oma habe ich auch bei der Wahl eines Geschenkes für Mama unterstützt 🙂

    Den Dekorationsvorschriften entziehe ich mich jedes Jahr. Hier gibt es Weihnachten nur bei den Nachbarn, das reicht mir. Auch Verpflichtungen habe ich eigentlich keine – der Reitstall hatte am 1.12. Eine Weihnachtsfeier, auf die ich mich wochenlang gefreut habe. Mit einer Freundin werde ich auf den Weihnachtsmarkt gehen, weil ich das möchte, und zwischen den Jahren habe ich Freundinnen zu mir eingeladen – aber, weil ich sie eben alle Mal wieder sehen möchte.

    Die Idee mit der Arbeitsteilung klingt sehr sinnvoll. 🙂

    Liebe Grüße

    • Moin Tabea,
      danke fürs organisieren 🙂

      Das klingt ja nach einem sehr ruhigen Fest für dich. Da werden sicherlich einige Romanseiten zusammen kommen 😉

      Und die Zeit zwischen den Jahren mit Freunden zu verbringen ist sehr schön. So handhabe ich es auch meist, da haben endlich mal alle Zeit und die meisten sogar frei.

      LG Lexa

  • Toll, deine Tipps kann man auf jedem größerem Fest / Feier / Fete anwenden! Stress rausnehmen – Arbeit verteilen und Perfektionismus einfach mal sein lassen! Dann macht das Feiern Spaß!

    Merry Xmas & liebe Grüssle
    engy

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