Rezension

Duden – Sprache in Bildern

Duden Sprache in Bildern

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[Rezensionsexemplar]

Titel: Sprache in Bildern – Zahlen, Fakten & Kurioses aus der Welt der Wörter

erschienen: August 2017

109 Seiten

Preis: 10€*

Dudenverlag

Buchrücken

Welche Sprachen haben die meisten Sprecher? Wie buchstabiert man vorschriftsmäßig? Welche Wörter wurden wann in den Duden aufgenommen und welche wurden rausgeworfen? Wie nennen die Deutschen am häufigsten ihre Kindern, Hunde und Katzen? Was sagen die Wörter des Jahres über unsere Gesellschaft?
Überraschende, lustige und skurrile Fakten über die deutsche und andere Sprachen hat das Team von Golden Section Graphics in Grafiken übersetzt. So ist ein ungewöhnliches Buch entstanden, das eine ganz neue Perspektive eröffnet. Sprache ohne Sprache – das geht!

Meine Meinung

Dieses Büchlein macht einfach Spaß. Es ist klein, handlich und bunt. Viel Text gibt es in ihm nicht, obwohl es genau davon handelt: Von Text. Genauer gesagt, von der (deutschen) Sprache.

Eine Infografik reiht sich an die nächste (angeblich 50 Stück, ich habe nicht nachgezählt) und so gut wie jede war auch wirklich interessant. Es wird erklärt, wie entschieden wird, welche Wörter in die aktuelle Ausgabe des Dudens aufgenommen und welche wieder gestrichen werden. So weiß ich jetzt zum Beispiel, dass 1947 in der 13. Auflage „entnazifizieren“ aufgenommen und „Schutzstaffel“ und „Sturmbannführer“ entfernt wurden. Bis zur 25. Auflage 2009 stand im Duden noch das Wort „Jahrweiser“ [Kalender], dass ich bisher noch nie gehört habe.

Aber es geht nicht nur um den Duden selbst, sondern hauptsächlich um die Wörter, die in ihm stehen. Es gibt Infografiken zu Anagrammen, Pangrammen, Homografen, Homonymen, Palindromen, Eponymen, Anglizismen, Scheinanglizismen und sogar Emoticons.

Das deutsche Durschnittswort ist 10,6 Buchstaben lang. Es befindet sich also irgendwo zwischen Reinkultur und Hobbykeller. Die drei längsten sind:

  1. Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (44 Buchstaben)
  2. Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung (36 Buchstaben)
  3. Donau-Dampfschifffahrtsgesellschaft (34 Buchstaben)

Ich könnte euch noch viel mehr erzählen, aber ich lasse es einfach.

Legt das Buch lieber irgendjemanden (oder euch selbst) unter den Weihnachtsbaum, blättert gemeinsam dadrin rum und lasst euch überraschen, was es alles über Sprache zu wissen gibt. Es ist weder öde noch trocken noch langweilig. Es macht tatsächlich Spaß und unterhält einen. Sicherlich noch mehr, wenn man nicht alleine drin rumblättert, sondern mit anderen, die Sprache auch interessant finden und sich über Fakten, wie, dass es kein Wort mit mehr als fünf aufeinanderfolgenden Vokalen im Deutschen gibt, freuen können.

Sprache in Bildern liefert Zahlen, Fakten & Kurioses aus der Welt der Wörter. Der Dudenverlag liefert hier ein erfreulich handliches, buntes und kurzweiliges Buch ab.

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4 Kommentare

  • Klingt echt interessant und als hätte der Duden das anschaulich aufbereitet. Aber du hast recht: sowas liest man gemeinsam, um die Fakten zu diskutieren und mit dem eigenen Verhalten abzugleichen.

    Liebe Grüße

    • Anschaulich trifft es gut. Es lässt sich wirklich gut anschauen und lädt zum Stöbern ein.
      Aber ja, nicht alleine macht es sicherlich mehr Spaß.
      LG Lexa

  • ich glaube, das ist was für mich. Studiere ja Sprach- und Kommunikationswissenschaft und da ist das Büchlein sicher gerade richtig, weil es ja auch sicher einfacher die Sprache erklärt, als so manche Fachbücher. 😉

    • Einfacher sicherlich. Aber sei nicht zu enttäuscht, wenn es zu einfach ist 😉 Es ist halt mehr ein hübsches Büchlein mit interessanten Fakten, die anschaulich aufbereitet wurden. Kein Fachbuch im engeren Sinne. Lohnen tut es trotzdem, wenn man sich grundsätzlich für Sprache interessiert.
      LG Lexa

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