Rezension

Diana Gabaldon – Outlander. Ferne Ufer.

Diana Gabaldon Outlander Ferne Ufer

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Autorin: Diana Gabaldon

erschienen: November 2016 (ungekürzte Neuübersetzung)

Seiten: 1228

Verlag: Knaur

Preis: 14,99€*

Band 3 der Reihe, daher enthält diese Rezension zwangsläufig Spoiler zu Band 1 und Band 2, falls du diese noch nicht gelesen hast, würde ich dir raten, damit zu beginnen.

Buchrücken

20 Jahre lang hielt Claire ihre große Liebe Jamie Fraser für tot. Nun findet sie heraus, dass er die Schlacht von Culloden wider Erwarten überlebt hat. Unterstützt von ihrer Tochter Brianna kehrt sie durch den Steinkreis zu ihm zurück und findet ihn im 18. Jahrhundert lebend wieder.
Aber ihre Raum und Zeit überwindende Liebe bleibt nicht lange ungetrübt. Denn Jamie hat 20 Jahre lang sein eigenes Leben geführt, außerdem engagiert er sich nach wie vor für Schottlands Unabhängigkeit. Und so müssen Jamie und Claire früher, als ihnen lieb ist, das Hochland verlassen und sich aufmachen zu neuen, fernen Ufern. Doch sie wissen, dass ihre Liebe und ihre Leidenschaft füreinander sie jedes Hindernis überwinden lässt.

Meine Meinung

Band 3 gehört zu meinen Lieblingen der Reihe. Was echt schwer ist, da ich von allen Bänden begeistert bin.

Zeitlich bewegen wir uns hier in 2, oder eher in 3 Strängen.

Einmal erleben wir, wie es Jamie nach Culloden (1746) ergangen ist und wie sein Leben ohne Claire verläuft. Dann wird erzählt, wie Claire, Roger und Brianna 1968 in historischen Dokumenten suchen um einen Beweis zu finden, dass Jamie Culloden tatsächlich überlebt hat und somit noch lebt. Nur halt 200 Jahre früher, die Zeit, die die Steine einen transportieren. Und dann kommt das große Wiedersehen: 1767 überrascht Claire Jamie mit ihrem Auftauchen.

Das Wiedersehen ist natürlich als Höhepunkt angelegt, geht aber in den darauf folgenden Ereignissen fast unter. Diana Gabaldon setzt hier Entwicklungen in Gange, die die Reihe ab dem vierten Band gehörig ändern, da sich die Personenkonstellationen, abgesehen von Jamie und Claire, sehr verändern werden. Aber soweit wollte ich jetzt eigentlich nicht vorgreifen.

Eine wichtige Rolle nimmt in diesem Band Ian, Jamies Neffe ein. Und Lord John Grey, ein englischer Adliger und Sodomit, der vom Gefängniskommandant zum Freund wird. Sodomie übrigens nicht als Bezeichnung für Sex mit Tieren, wie bei uns heutzutage geläufig, sondern als Bezeichnung für sündiges Sexualverhalten, das nicht nur zur Fortpflanzung praktiziert wird.

Anders gesagt: Lord John ist schwul und in Jamie verliebt.

Was, wenn man sich an gewisse Szenen mit Jonathan Randall und Jamie erinnert, am Anfang verständlicherweise zu erheblichen Spannungen zwischen ihm und Jamie führt. Auf sexuelle Avancen von Männern ist James Alexander Malcolm MacKenzie Fraser nicht gut zu sprechen.

Lord John kam übrigens schon früher vor, man muss sich nur an den jungen englischen Soldaten erinnern, der, um Claires Ehre zu retten, die Stellung der gegnerischen Kanonen verrät und dabei einen Armbruch erleidet.

Ich für meinen Teil finde es super, dass Lord John wieder auftaucht und auch in den späteren Bänden immer wieder auftauchen wird. Wie ich finde, ist er ein sehr interessanter Charakter, der die ganze Reihe bereichert. Auch Ian ist eine Figur, die später noch sehr wichtig wird und im weiteren Verlauf immer interessant. In diesem Band ist er einfach nur der Auslöser für die wichtigste Veränderung im Leben von Jamie und Claire: Den Aufbrauch zu fernen Ufern.

Aber was genau damit gemeint ist, das liest man am Besten selbst. Die letzten Seiten verraten es.

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