Rezension

Delphine Badreddine – Magische Muster

Delphine Badreddine Magische Muster

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Ausmalbuch mit Illustrationen von Jean-Baptiste Berthezène

92 Seiten

Größe: 18,5cm x 26,5cm

erschienen: März 2016

Preis: 12,95€*

Prestel Verlag

Buchrücken

Wilde Kleckse à la Jackson Pollock, geometrische und kinetische Muster frei nach Viktor Vasarely, Spiralen und Wellenmuster wie bei Bridget Riley, optische Täuschungen und Tarnmuster – die Vielfalt der Formen von gegenstandsloser Kunst ist unendlich. Dieses einzigartige Ausmalbuch ist inspiriert von den zahlreichen Mustern moderner und zeitgenössischer Kunst. Während die Formen und Muster vorgegeben sind, sind Sie eingeladen, Stifte oder einen Pinsel zur Hand zu nehmen und die Raster zu individuellen Kunstwerken zu gestalten! Für Erwachsene konzipiert, ist die entspannende Beschäftigung mit diesem Ausmalbuch eine wirkungsvolle Anti-StressÜbung, ideal für Entspannung und Meditation, oder um einfach mal die Gedanken kreisen zu lassen.

 

Meine Meinung

Ich hatte ein Problem: Ich konnte keine Serien mehr gucken, ohne irgendwas nebenbei zu machen. Und nein, das lag nicht daran, dass die Serien so schlecht waren. Ich war einfach irgendwie unruhig. Serien sollten mich eigentlich entspannen, was sie normalerweise auch tun, aber es funktionierte nicht mehr. Ich war nebenbei immer am Handy oder Laptop zugange, räumte im Wohnzimmer rum oder tat sonst was.

Damit nervte ich mich selbst, weil ich so natürlich immer nur die Hälfte mitbekam und über manche zwischenmenschliche Entwicklung der Figuren erstaunt war, wenn ich denn mal hinguckte und -hörte. Eine Lösung musste her und da gefühlt gerade alle irgendwas ausmalten, kramte ich meine alten Stifte raus, erinnerte mich an ein Ausmalbuch, dass mal einem Flow-Magazin beilag und fing an, nebenbei auszumalen.

Siehe da, es funktionierte. Meine Hände waren beschäftigt, aber meine Ohren und mein Kopf konnten sich ganz auf die Serie konzentrieren. Ich bekam wieder etwas mit und entspannte mich tatsächlich.

Also hielt ich Ausschau nach einem richtigen Ausmalbuch und stieß dann letztendlich auf „Magische Muster„.

Ich hatte nämlich keine Lust auf Elfen, Blumen oder sonst irgendwas verschnörkeltes. Mein Kopf verlangte nach klaren Strukturen, die er hier auch bekam. Dazu ist das Papier schön dick und die Rückseite des Musters immer weiß, so, dass man auch Filzstifte nutzen könnte oder sich das fertige Bild sogar raustrennen und aufhängen. Wenn man das denn möchte.

Ich eher nicht, denn ich habe gar nicht den Anspruch irgendwas schönes zu schaffen, ich möchte nur meine Hände beschäftigen. Obwohl ich, seit ich vernünftige Stifte* und ein Zuhause für sie* habe, auch schon ausgemalt habe, ohne, dass nebenbei Serien liefen. Dann ist der Entspannungseffekt natürlich noch größer.

Und das Buch lässt sich auch besser aufklappen, wenn es auf einem Tisch liegt und nicht auf den Knien balanciert wird, während man auf dem Sofa lümmelt.

Insgesamt war „Magische Muster“ eine richtig gute Wahl. Die Muster sind teilweise einfach und grob, teilweise kompliziert und fein. Das Papier ist dick, es lässt sich gut aufklappen und enthält nicht die sonst überall vertretenen Blumen, Vögel und Schnörkel.

6 Kommentare

  • Ich habe auch irgendwann angefangen gleichzeitig Serien zu schauen und irgendwas am PC zu machen, meist neue Beiträge zu tippen. Manchmal da entspannt mich das sogar – einfach auf dem Sofa lümmeln, die Serie nebenbei laufen lassen und etwas für den Blog tun. An anderen Tagen macht mich das nur hektisch und dann nehme ich mir auch gerne ein Ausmalbuch zur Hilfe 🙂

    Liebst, Aileen

    • Ja, es kann auch entspannend sein, aber ich finde nur, wenn man die Serie schon kennt. Wenn ich Friends gucke, dann kann ich auch gut nebenbei was für den Blog tippen, da ich die Serie in und auswendig kenne. Bei unbekannten Serien klappt das aber nicht. Jetzt habe ich ja zum Glück eine Lösung 🙂
      Und da es bei dir auch gut funktioniert, könnte man schon fast von einer gelungen Strategie sprechen.
      LG Lexa

  • Ach ja, das Problem kenne ich – allerdings ging es mir auch häufig in Uni-Vorlesungen so. Meine Lösungen waren Stricken und Häkeln, sind es auch heute noch beim Serienschauen. Sonst erwische ich mich nämlich auch immer wieder dabei, am Handy zu hängen und am liebsten zig Aufmerksamkeit einfordernde Dinge zu tun.

    Ausmalen habe ich lange nicht mehr gemacht, aber vor einigen Jahren mal ganz, ganz viele Mandalas erst selber gezeichnet und anschließend ausgemalt. Dazu ein gutes Hörbuch und ein paar Nachmittage „Nichts“ tun waren lässig drin 🙂

    Liebe Grüße
    Maren

    • Moin Maren,
      Mandalas selbst zu zeichnen ist bestimmt nicht so einfach. Ich stelle es mir zumindest nicht einfach vor. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass da einige bei Nachmittage problemlos und ganz schnell um sind.
      LG Lexa

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