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#darumbloggen – Spaß an der Freude und Trotz

Ich blogge, weil es mir Spaß und Freude bereitet. Aber das ist leider nur die eine Seite. Außerdem gibt es viel Neid, Missgunst und unnötige Diskussionen. Aber solange die Freude überwiegt, bleibe ich Bloggerin.

Das Onlinenetzwerksachsen veranstaltet eine Blogparade mit der Kernfrage: Warum bloggt ihr eigentlich?

Und da ich mich selbst das auch schon des Öfteren gefragt habe, möchte ich die Möglichkeit nutzen und erklären, warum ich trotzdem immer weiter blogge. Trotzdem? Ja, trotzdem.

Spaß und Freude und Trotz

Grundsätzlich betreibe ich diesen Blog, weil ich Spaß dran habe. Er ist nicht mein Beruf und er soll es auch nicht werden. Ich schreibe hier das, was ich möchte und wann ich es möchte. Dabei denke ich zwar schon mal drüber nach, ob der Beitrag wohl gut ankommen wird, aber mehr im Hinblick auf qualitativ hochwertige Kommentare als auf viele Klicks. Ich freue mich zwar, wenn der Blog viele Besucher hat, aber noch mehr freue ich mich über die Besucher, die auch ihre Spuren hinterlassen. Ich habe dadurch schon viele tolle Menschen kennengelernt, weil ich blogge. Ich habe viel dazugelernt in den letzten Jahren, weil ich blogge. Aber ich hatte auch viel Ärger, weil ich blogge. Mir wurde mit Anwälten gedroht, weil ich blogge.

Daher kommt das Trotzdem. Solange ich nur ein ganz, ganz kleines Licht in der Bloggerwelt war hatte ich meine Ruhe und habe ausschließlich positive Erfahrungen gemacht. Alle Menschen die mir begegneten waren nett und hilfsbereit. Wenn jemanden etwas nicht passte, habe ich davon nichts erfahren.

Im letzten Jahr ist dieser Blog gewachsen und ich habe mich immer mehr aktiv in die Bloggerwelt eingebracht. Zwar gab es meine Übersicht der Blogaktionen schon länger, aber erst mit der Übersicht der Pinterest-Gruppenboards und der Bloggerlandkarte kam die Bekanntheit (zumindest eingeschränkt auf die begrenzte Welt der deutschsprachigen Blogs).

Seitdem lerne ich die andere Seite kenne, die ein Blog mit sich bringen kann: Die Menschen, die immer nur meckern und einem durchgehend böses unterstellen. Die Menschen, die anscheinend nichts anderes in ihrem Leben zu tun haben, als auf Facebook falsche Anschuldigungen zu äußern. Und die Menschen, die bereitwillig auf diesen Zug aufspringen, obwohl sie eigentlich gar nicht genau wissen, worum es geht.

Kurz gesagt: Meine rosarote Seifenblasenwelt ist im letzten Jahr geplatzt und ich bin mit der Realität konfrontiert worden.

Das sind die Momente, die dafür sorgen, dass ich mich frage: „Warum bloggst du eigentlich?“ Glücklicherweise sind es immer nur Momente. Die sind es zwar, die einem während sie stattfinden wirklich treffen, aber sie sind in der Minderzahl.

Gestern beispielsweise stand die einzelne Anwaltsdrohung gegen:

Solange das Verhältnis von Freude und Ärger so bleibt blogge ich weiter. So, wie es mir gefällt. Mit vielen Links nach außen zu anderen Bloggern und mit dem Erstellen von Seiten, die das Leben für Blogger einfacher machen sollen. Mit Beiträgen, die vielleicht zu kontrovers und nicht pastellig genug sind, aber mir wichtig. Mit meinem kleinen aber feinen Netzwerk aus netten Menschen, die ich durch diesen Blog kennengelernt habe.

Deswegen mein Rat an alle Neublogger, die ich jetzt vielleicht abgeschreckt haben könnte ihren Blog weiterzuführen: Mache weiter, es lohnt sich. Halte dich an geltende Gesetze und suche dir ein paar andere Blogger, mit denen du dich austauschen kannst. Bilde eine Clique, aber halte diese Clique offen. Schließe niemanden aus, bis er sich als tatsächlich bescheuert entpuppt. So lernst du viele interessante neue Menschen und ihre Ansichten kennen.

Ich blogge, weil es mir Spaß und Freude bereitet. Aber das ist leider nur die eine Seite. Außerdem gibt es viel Neid, Missgunst und unnötige Diskussionen. Aber solange die Freude überwiegt, bleibe ich Bloggerin.

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Wie sind deine Erfahrungen? Ist deine Bloggerwelt noch rosarot oder hast du auch schon Erfahrung mit der anderen Seite gemacht?

 

8 Kommentare

  • wow liebe Lexa, dass du dich davon nicht entmutigen lässt und ich weiss wie lähmend eine Abmahnung oder ähnliches im ersten Moment sein kann. So traurig, dass es so viele Neider gibt, die das Große Ganze nicht sehen. Es hilft manchmal ein bisschen, dass solche Kommentare mehr über den Absender als über den Empfänger aussagen. Leider erkennen das die wenigsten Trittbrettfahrer. Ich wünsche dir weiterhin viel Freude beim Bloggen

    • Moin Anke,
      bis zu einer Abmahnung kam es bisher nicht. Es gab nie einen Grund, die Drohungen waren immer leer und beruhten rein auf persönlicher Empörung, nicht auf einem tatsächlichen Fehlverhalten meinerseits. Das heißt nicht, dass ich grundsätzlich keine Fehler mache, aber in diesen Fällen wurde tatsächlich nur (mit Absicht) falsch verstanden und mein Verhalten interpretiert.
      Die Freude lasse ich mir nicht nehmen. Solange ich noch so viel positives Feedback bekomme und nicht nur Kritik, gehe ich weiterhin davon aus, dass ich das richtige hier tue ;)
      LG Lexa

  • Liebe Lexa,
    Ich bin sehr neu, ein kleiner Einzeller als Blogger – mehr nicht! Deshalb kenne ich bisher nur nette Blogger!
    Das ist, glaube ich, sehr typisch für das deutsche Gemüt: Wir gönnen einander nichts. Deshalb teilen wir auch die guten Beiträge nicht – denn dann könnten die anderen ja deinen Artikel, anstatt von meinem lesen!
    Ich persönlich hinterlasse gerne Kommentare. Ich bin mir nicht sicher, ob ich damit nicht manchmal anecke, aber das ist mir wurscht! Dann werden diese Kommentare halt gelöscht ;-)
    Viele Grüße, Izabella

    • Moin Izabella,
      über Kommentare freut sich doch eigentlich jeder Blogger. Manche wertschätzen sie nicht so richtig, aber die meisten freuen sich aufrichtig, wenn jemand sich die Mühe macht zu kommentieren. Ich tue es zumindest :)
      Aber ich teile ja auch gerne andere gute Beiträge. Was mich freut und interessiert, interessiert bestimmt auch meine Leser. So denke ich zumindest.
      LG Lexa

  • Liebe Lexa
    Vielen Dank für diesen Beitrag! Ich schätze es sehr, wenn jemand ehrliche Texte schreibt.
    Statt immer diese “Ach-so-schön-ich-bin-Blogger“ Beiträge. Die habe ich so satt.
    Da ist das meiste ja sowieso nicht echt… aber anscheinend will das die Mehrheit der Menschheit
    ja so, sonst hätten diese “Blogger“ heutzutage gar kein Erfolg. Natürlich habe ich auch Vorbilder.
    Die in meinem Anschein viel viel viel besser sind als ich kleiner Wurm :) Aber Ziele nach oben muss man eben haben oder? Aber dein Bericht über Anwaltsschreiben machen mir wirklich grad bissel Angst, soweit habe ich bis heute gar nicht gedacht -.- ups.

    Ich schicke dir liebe Grüsse
    Andy

    • Angst musst du nicht haben. Wie gesagt: Solange man klein bleibt ist es eh sehr unwahrscheinlich und wenn der Blog doch bekannter werden sollte, muss man erstmal tatsächlich was falsch machen, damit was passiert.
      Bei mir blieb es bisher auch immer nur bei leeren Drohungen, weil ich im Endeffekt nichts angestellt habe, die andere Person nur ihre Intention in meine Handlungen reininterpretiert hat. Mit falschen Anschuldigungen muss man dann rechnen, aber nicht mit echten Konsequenzen.
      LG Lexa

  • Hi Lexa,

    ich bin ja nun auch schon einige Jahre dabei und unser Blog wächst beständig. Diese Tatsache hat auch bei uns schon Neider auf den Plan gerufen. Andere Mitmenschen haben kein Verständnis dafür, dass wir nicht versuchen das *hüstel* große Geld zu machen und weiter nur als Hobby bloggen. Wieder andere Erdenbewohner wollen es nicht wahrhaben, dass wir unsere Reisen und Fotoausrüstung selber bezahlen und unterstellen uns Schleichwerbung. *seufz* achwas *doppelseufz*

    Aber gerade die Tatsache, dass der Blog weiter ein Hobby ist, lässt das alles an uns abperlen.

    Ganz wichtig ist Dein Tipp, sich eine kuschelige Community zu schaffen , kn der man sich wohl fühlt. Bei uns ist das eine einzige Reisebloggergruppe bei Facebook. Die ist nichtmal klein. Aber dort wird offen geredet. Es gibt gemeinsame Aktionen, Einsteigern wird geholfen, Fragen und Probleme werden hilfsbereit beantwortet und gemeinsam gelöst. Und zwischenduch streiten wir uns über manche Themen wie die Kesselflicker und am Ende lachen wir zusammen und können uns alle noch in die Augen sehen. Diese eine Gruppe ist Gold wert. Und sie ist nichtmal geheim, sie ist offen für neue Mitglieder. Es zeigt sich aber oft sehr schnell, wer da rein passt und wer nicht.

    Mach bloß so weiter wie bisher.

    LG Thomas

    • Ja, über diese Anschuldigungen und Unterstellungen hast du ja schon geschrieben. In meinem Fall versende ich angeblich Rechnungen für die Bloggerlandkarte und verbreite mit meiner Flipboard-Sammlung vertrauliche Informationen… Beides Blödsinn, aber wenn jemand es glauben will, dann glaubt er es. So wie ihr noch so oft sagen könnt, dass ihr aus Spaß bloggt. Wenn jemand sich das nicht vorstellen kann, wird er es auch nicht glauben.

      Ohne Community hätte sicher so mancher schon das Handtuch geworfen. Man braucht einfach ein paar nette Menschen um sich rum (mit denen auch ruhig mal unterschiedlicher Meinung sein kann, wie du schon schreibst), damit man die nervigen Einzelfälle gut erträgt.

      In meinem Fall gehört jeder, der mir hier so nette Kommentare hinterlässt zu meiner persönlichen Wohlfühlzone. Manchmal nur ganz kurz und einmalig, aber immer aufbauend und bestärkend, dass ich ein so schlechter Mensch ja gar nicht sein kann. ;)

      LG Lexa

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