Rezension

Karen Robards – Sein letztes Opfer

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Titel: Sein letztes Opfer (The Last Victim)
Autor: Karen Robards
Verlag: Mira Taschenbuch (beim Verlag kaufen)

erschienen: Januar 2014
Seiten: 332
Genre: Thriller

 

 

 

Buchrücken

„Was macht einen Menschen zum Serienmörder? Und wie weit kann man ihm dann trauen? Diese Fragen stellt sich Psychiaterin Charlie Stone, als sie neben dem Leichnam von Michael Garland, verurteilt wegen siebenfachem Mordes und bis eben Teilnehmer an ihrer Gesprächsstudie, kniet und mit seinem Geist spricht. Kurz zuvor hat man ihr mitgeteilt, dass der Boardwalk-Killer, dem Charlie einst knapp entkommen war, wieder zugeschlagen hat. Das FBI benötigt Charlie für die Ermittlungen, doch sie weiß nicht, ob sie noch einmal den Schmerz und die Angst von damals durchleben kann. Da bietet ihr der Geist des jüngst verstorbenen Michael Garland seine Hilfe an. Kann sie ihm vertrauen oder wird sie sein letztes Opfer werden?“

Ein Satz vorweg: Lest dieses Buch!

Und jetzt sollte ich euch vielleicht noch sagen, warum ich so davon überzeugt bin, dass es eigentlich niemanden geben kann, der dieses Buch enttäuscht weg legt.

Es ist ein Thriller, es ist zum Teil wirklich erschreckend welche Bilder im Kopf beim Lesen entstehen, aber es ist auch eine wunderbare Liebesgeschichte (ohne Kitsch!) und eine klassische Detektivgeschichte und das Alles mit so wunderbar ausgestalteten Charakteren, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte.

Die Handlung dreht sich um die Psychiaterin Charlie Stone, die auf Grund eines schrecklichen Erlebnisses als Teenagerin die Geister von vor kurzen gewaltsam Verstorbenen sehen kann.
Dies versucht sie aber zu verheimlichen und soweit es geht zu vermeiden. Denn erstens will sie nicht für verrückt gehalten werden und zweitens wird ihr furchtbar schlecht, wenn sie einem Geist begegnet.

Allein diese Charakterzüge machen sie in meinen Augen unglaublich sympathisch. Keine über allem schwebende Esoterikerin und keine unfehlbare super Detektivin. Einfach eine normale Frau die versucht ihr Leben so gut es irgendwie geht zu leben. Die versucht mit den Bürden, die ihr aufgelegt werden zurecht zu kommen und den Kopf über Wasser zu halten.

Charlie wird nun vom FBI als Beraterin zu einer Mordserie hinzugezogen und kommt im Zuge dieses Auftrags nicht drum rum sich mit einigen Geistern und ihrer eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen.

Und dann ist da ja auch noch Michael Garland. Ein verurteilter Serienmörder, den Charlie erfolglos versuchte wiederzubeleben. Seit dem wird sie in nicht mehr los.

Für Charlie eine Katastrophe. Denn wie soll sie vernünftig arbeiten, wenn ihre Kollegen sie langsam für verrückt halten, weil es so scheint als würde sie andauernd Selbstgespräche führen? Aber für den Leser eine großartige Wendung der Story. Die Dialoge zwischen Charlie und Michael sind einfach toll zu lesen. Die gemeinsame Entwicklung der Charaktere zieht einen regelrecht in seinen Bann und man wünscht Beiden, dass sie glücklich werden. Doch es scheint so, als müsste man sich für das Glück von einem der beiden entscheiden. Denn die Ziele der Beiden sind nun wirklich nicht kompatibel.

Aber ist Michael vielleicht gar nicht der, für den man ihn hält? Ist er wirklich ein Serienmörder? Oder vielleicht doch ein Opfer der Justiz? Das wird leider nie ganz aufgeklärt, aber dem Leser eröffnen sich durch Andeutungen im Text ganz neue Gedankengänge und Sichtweisen.

Zu erwähnen sind, als Versprechung für die einen und Warnung für die anderen, noch die wirklich sehr explizit beschriebenen Sexszenen. Aber gut geschrieben. Nicht billig. Doch man braucht nicht viel Vorstellungsvermögen um sich das Beschriebene bildlich vorzustellen.

Und hier würde ich auch die einzige Einschränkung machen, für wen das Buch zu empfehlen ist.
Eltern, schenkt es nicht euren Kindern. Und schenkt es euren Teenager-Kindern nur, wenn ihr es nicht selbst gelesen habt.Denn als Teenager liest man sowas gerne, aber nicht wenn man weiß, dass die Eltern wissen, was man da liest.
Ihr versteht?
Ansonsten würde ich die Lektüre dieses Buches wirklich jedem empfehlen. Ich selbst bin normalerweise kein großer Thriller Fan, aber dieses Buch gehört ab jetzt zu meinen Lieblingen.
Und daher möchte ich Blogg dein Buch ganz herzlich dafür danken, dass ich die Möglichkeit bekommen habe dieses Buch zu rezensieren. Im Buchladen gekauft hätte ich mir es mit Sicherheit nämlich nicht und dadurch viel verpasst.

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