Rezension

Nick Bilton – Twitter

Nick Bilton Twitter

Bei Amazon ansehen*

Autor: Nick Bilton

erschienen: November 2013

335 Seiten

Campus Verlag

Preis: 24,99€*

 

Beim Verlag läuft es in der Kategorie „Wirtschaft&Gesellschaft“, bei Amazon unter „Business&Karriere“ und ich beschreibe es Freunden umständlich als „Biographie eines Unternehmens“. Also sag mir doch bitte mal, was sind Bücher wie dieses für ein Genre? In welche Kategorie kann ich sie einsortieren? Ich lese sowas nämlich wirklich gerne.

Ach so, du weißt ja noch gar nicht, wovon dieses Buch handelt. 😀

Eine wahre Geschichte von Geld, Macht, Freundschaft und Verrat = #Twitter von @nickbilton Klick um zu Tweeten

Nutzt du Twitter? Hast du dir schon mal Gedanken dadrüber gemacht, wie Twitter zu dem wurde, was es heute ist?

Ich ehrlich gesagt nicht, bis ich letztes Jahr auf der Leipziger Buchmesse über diesen Titel hier stolperte. Und jetzt, fast ein Jahr später las ich ihn dann auch. Ich muss sagen, es hat sich gelohnt.

Kurz gesagt: Die Twittergründer möchte ich nicht als Freunde haben.

Viel Ego, viel Machtgeilheit und wenig Skrupel.

Okay, das ist jetzt etwas sehr kurz gefasst. Ich bin mir sicher, dass sind auch sehr nette Menschen. Nur zueinander und wenn es darum geht, wer Twitter-Chef sein sollte und wer den Ruhm für die Idee einheimsen darf, sind sie nicht so nett.

Da darf jeder Mal CEO sein, bis er vom nächsten hinterrücks ausm Sessel gekegelt wird. Dann wird Rache geschworen und der Spaß geht von vorne los.

Und das alles für ein Unternehmen, das jahrelang keinerlei Einnahmen hatte. Es wurde investiert und investiert bis zu einem Marktwert von 10 Millionen und auf der Einnahmenseite stand: Nichts! Null! Nur Ausgaben.

Das ist eigentlich das, was mich an der Geschichte am meisten beeindruckt hat: Man kann Menschen wirklich dazu bringen in die wage Hoffnung auf Gewinn zu investieren. Und das nicht nur einmal, sondern immer wieder. Dann hat man noch ein paar Promis die einen unterstützen und einen Ashton Kutcher, der eine Wette mit CNN  abschließt und das Unternehmen ist überall bekannt.

Genau so gut hätte die ganze „Idee Twitter“ aber auch einfach wieder im Sande verlaufen können. Zu Anfang sah es nicht gut aus. Die erhofften Nutzer blieben aus und selbst die Gründer waren sich nicht so richtig einig, was genau man da eigentlich erschafft.

Twitter – um weniger einsam zu sein

Der eine möchte Statusmeldungen verteilen die nur von ihm handeln: Was mache ICH gerade?

Der andere möchte Statusmeldungen teilen, was gerade um ihn herum in der Welt passiert: Was PASSIERT gerade?

Und der dritte möchte einfach nur Kontakt mit Freunden haben um weniger einsam zu sein: Was macht IHR gerade?

Im Endeffekt ist es eine Mischung aus allem geworden. Jeder kann Twitter so nutzen, wie er es möchte. Persönlich oder fürs Weltgeschehen. Um das eigene Ego zu pushen oder um weniger allein zu sein. Alles ist möglich.

Das ist das, was mir an Twitter so gefällt.

Und deswegen kann ich dieses Buch eigentlich jedem empfehlen der Twitter aktiv nutzt. Es ist einfach interessant mal einen Blick hinter die Kulissen zu bekommen. Zu erfahren, wie Twitter zu dem geworden ist, das uns alltäglich begleitet und von manchen sehr exzessiv genutzt wird 😉

Nutzt du Twitter? Las mir doch deinen Twitternamen in den Kommentaren da. Dann guck ich mal vorbei.


2 Kommentare

  • Das hört sich ja richtig spannend an – vielen Dank für den Bericht. (Und wieder ein Buch mehr, das auf meine Wunschliste wandert 🙂 )
    Liebe Grüsse
    Ariana

    • Bitte. So eine Wunschliste sollte ja auch nie leer werden. Wäre doch sehr blöd, wenn es keine Bücher mehr geben würde, die man noch lesen will 😉

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