Rezension

Lucie Marshall – Mama, I need to kotz!

Lucie Marshall Mama i need to kotz

Letzte Überarbeitung am 10. August 2016

[Rezensionsexemplar]

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Autorin: Lucie Marshall

erschienen: Juni 2016

253 Seiten

Preis: 8,99€*

Verlag: Goldmann

 

Buchrücken

„Mein Sohn wächst auch nicht schneller, wenn man ihn zieht!“

Diese Erfahrung macht die Berliner Bloggerin Lucie Marshall in der aufregenden Metropole London, in der so einiges ganz anders läuft als zu Hause. Witzig, ungeniert und authentisch erzählt sie von großem Chaos, kleinen Erleuchtungen, vielen gut gemeinten Ratschlägen und natürlich den Abenteuern ihres Sohnes Sam, an dessen unverstellten Charme wirklich niemand vorbeikommt.

Mit Humor geht alles leichter, besonders das Elternsein.

Meine Meinung

Lucie Marschall heißt eigentlich Tanya Neufeldt und ist Schauspielerin. Als Lucie Marshall schreibt sie ihren gleichnamigen Blog, der anscheinend sehr erfolgreich ist. Keine Ahnung, ich kenne mich in der Mommy-Bloggerszene nicht aus. Die erzählten Geschichten werden zwar unter Pseudonym veröffentlicht, sollen aber alle war sein. So sagt sie es zumindest.

Mich sprach an diesem Buch einfach der Titel an. Ich dachte mir, das könnte ganz kurzweilig sein.

Und das ist es auch wirklich, denn es ist kurz. Relativ wenig Seiten und eine große Schrift mit viel Zeilenabstand. Angenehm zu lesen, ja, aber mehr als 3 Stunden reine Lesezeit hat mir dieses Buch nicht beschert. Und das finde ich schade. Von gedruckten Büchern für fast 10 Euro erwarte ich einfach mehr.

Ein zweiter Kritikpunkt ist, dass anscheinend vorausgesetzt wird, dass man den Blog kennt oder zumindest das erste Buch ( Auf High Heels in den Kreißsaal* ) gelesen hat. Ich habe mich zum Beispiel gefragt, warum der Junge, Sam, sich überhaupt in London verständigen kann. Dass er zweisprachig aufwächst, das wird nur fast zum Ende hin in einem Nebensatz erwähnt. Auch alle vorkommenden Personen werden einfach so mit Namen genannt, man wird schon wissen, wer das ist.

In einem Blog ist das so, da können die Leser ältere Beiträge lesen oder die „Über mich“-Seite, wenn sie Hintergrundinfos wollen, aber das geht bei einem Buch nun mal nicht.

Abgesehen davon, liest sich das Buch aber gut. Es ist mit viel Witz geschrieben und auch, wenn das dargestellte Leben für die meisten Menschen völlig unrealistisch ist, bekommt man trotzdem einen Zugang zu den Personen.

Für einen kurzen Nachmittag am Strand oder auf der Couch ein gutes Buch, aber keins, was einen aus den Socken haut. Am Besten vorher mal ein bisschen Querbeet durch den Blog lesen um zu sehen, ob einem der Schreibstil gefällt.

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