Rezension

Klaus Schuker – Engelsspiel

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Klaus Schuker - Engelsspiel

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Autor: Klaus Schuker

erschienen: März 2016

399 Seiten

Preis: 14,95€*

Fabulus-Verlag

 

Buchrücken

Was bringt die bildhübsche Janina nur auf diese perfide Idee?
Sie sieht toll aus, steht mit ihren siebzehn Jahren kurz vor dem Abitur, die Männerwelt lässt sich von ihr um den Finger wickeln, bald ist sie volljährig – und dann das? Eine Viertelstunde verändert alles, auch im Leben von Daniel Schönwind. Die Verkettung der widrigen Umstände führt ihn gnadenlos in den Abgrund. Doch das Allerschlimmste ist, dass sich seine Partnerin von ihm trennt und sein heißgeliebtes Töchterchen Ramona mitnimmt. Als auch der Suff keinen Trost mehr spendet, findet er heraus, welch dreckiges Spiel mit ihm getrieben wurde. Jetzt hält ihn nur noch das Ansinnen auf Rache aufrecht, und so nehmen die Ereignisse ihren Lauf …

Meine Meinung

Als ich die Beschreibung las, dachte ich mir, dass das ja ganz interessant werden könnte. Was sich dann aber wirklich auf diesen 399 Seiten abspielen würde, damit hatte ich kein bisschen gerechnet. Es war einfach klasse. Und zwar von Anfang bis Ende. Mal wieder ein Buch, dass ich in einem Rutsch durchlesen wollte.

Man weiß zwar die ganze Zeit genau was passiert ist und kann sich irgendwie auch denken, was passieren wird, aber trotzdem ist es spannend und ich wollte unbedingt wissen, ob meine Vermutungen auch zutreffen.

Das Geschichte beginnt 17 Stunden vor der eigentlichen Tat und endet 58 Tage danach. Erzählt wird sie aus der Sicht von Janina und Daniel. Täter und Opfer. Sowohl als auch. Außerdem kommen Karin, Daniels Lebensgefährtin und Kim, Janinas beste Freundin, zu Wort und erzählen ihre Sicht der Abläufe. Und zusätzlich bekommt man auch Einblicke in die Gedankenwelt der ermittelnden Polizisten Beatrice. Die einzige Außenstehende, die den tatsächlichen Tatablauf erahnt. Nur leider bringt ihr das nichts…

Das interessante ist, dass nicht eindeutig ist, wer Opfer und wer Täter ist. Sowohl Janina als auch Daniel sind Täter. Aber gleichzeitig Opfer. Ich hatte mit beiden zwischendurch Mitleid, habe aber auch beiden zeitweise nur schlechtes gewünscht. Je nachdem, wer gerade erzählt, ändert sich der Blickwinkel und man wird auf ganz andere Aspekte der Geschichte hingewiesen. Toll gemacht und mal etwas anderes, als die klassische Jagd nach dem Täter.

Alle vorkommenden Charaktere besitzen Tiefe und man kann sich sie wirklich vorstellen. Keine leblosen Hüllen, die irgendetwas sagen um die Handlung nach vorne zu bringen, sondern Menschen wie du und ich. Keiner ist perfekt, keiner ist nur schlecht. Gut und böse wechseln sich ab und jede Seite gewinnt mal für kurze Zeit.

Zur Handlung selbst möchte ich gar nicht mehr sagen. Das würde dir nur die Überraschung verderben. 😉

Wenn du gerne Krimis liest, dann lohnt sich dieses Buch.

Es gibt nur etwas, das mich stört: Der Titel. Warum „Engelsspiel“? Weil Daniel seine Tochter „mein Engelchen“ nennt? Ein sehr wager Zusammenhang und sicherlich nicht der Grund für den Titel… aber den echten Grund kann ich nicht erraten.

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