Rezension

Erica Spindler – Zu richten die Lebenden

erica spindler zu richten die lebenden

Letzte Überarbeitung am 31. Oktober 2016

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Autorin: Erica Spindler

erschienen: Oktober 2015

432 Seiten

Preis: 10,99€*

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Buchrücken

Eine Mordserie erschüttert New Orleans und lässt eine Frau in ihrer persönlichen Hölle landen – ein schockierender Psycho-Thriller von Erica Spindler! An einem einzigen Tag verliert die Künstlerin Mira Gallier alles: Hurrikan Katrina entreißt ihr den Mann, und ihre gläsernen Kunstwerke werden in tausend Scherben zerschlagen. Kaum hat sie sich davon erholt, da öffnen sich die Tore zu Miras persönlicher Hölle erneut: Ein Priester wird ermordet, die Kirchenfenster aus ihrer Werkstatt sind mit düsteren Worten beschmiert: „Er wird kommen, zu richten die Lebenden und Toten.“ Es ist der Auftakt zu einer blutigen Mordserie in New Orleans, bei der die Spuren in Miras Richtung weisen. So eindeutig, dass der ermittelnde Detective Spencer Malone sie für die Täterin hält …

Meine Meinung

Diese Rezension fällt mir nicht leicht, denn ich habe gemischte Gefühle. Fange ich mal mit dem Positiven an:

Es ist wirklich ein Thriller und kein Krimi. Keine Detektivgeschichte, sondern das Spiel mit der Vorstellungskraft, dem Unerwartetem und den Abgründen der menschlichen Psyche. Größtenteils toll geschrieben und sehr leicht zu lesen. Spannend, aber nicht übertrieben. Ich wollte von Anfang an wissen wie es weitergeht und habe mich nur aufs Ende gefreut, weil ich wissen wollte, ob all meine Vermutungen bestätigt werden oder nicht.

Alle Personen sind wirklich mit Details beschrieben und haben ihre Ecken und Kanten. Keiner zu perfekt, sondern alle menschlich. Mira als Hauptperson ist mir sehr sympatisch. Ihre Ängste und Zweifel kamen wirklich bei mir an und ich konnte mitfühlen. Konnte mich in ihren Zwiespalt hineinversetzen.

Auch Malone als „Haupt-Cop“ wird nicht nur durch deinen Beruf beschrieben, sondern ich lernte ihn auch als Menschen kennen. Als Verlobten und als Teil einer großen Familie.

Aber leider, und das leider meine ich ernst, sprang der Funke nicht über.

So richtig und vollkommen hat mich dieser Thriller nicht überzeugt. Es fehlt mir das Highlight. Der Überraschungseffekt. Der Moment, die Szene, mit der ich so nicht gerechnet habe.

Klar, es gibt einiges, was ich so nicht erwartet habe, aber es kam mir zum Teil „reingequetscht“ vor. So, als ob Erica Spindler ganz viele tolle Ideen hatte und die jetzt unbedingt alle in einem Buch verwenden wollte.

Meiner Meinung nach hätte man aus der Mord-Serie und aus dem Psycho-Terror auch zwei gute Bücher machen können. Das sind zwei Geschichten, die hier zwar gut zusammen passen, die aber auch excellent für sich allein stehen könnten. Und immer noch Thriller und nicht Krimi wären.

Ich bin nicht enttäuscht, keinesfalls. Ich empfehle dieses Buch guten Gewissens jedem Thriller-Fan. Nur beschlich mich nach der letzten Seite ein leises Gefühl des Verlustes. Der Verlust der Geschichten, die man mit diesen Ideen noch alle hätte umsetzen können.

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