Bloggen

Geld verdienen mit Hilfe des Internets

geld verdienen

Letzte Überarbeitung am 26. Juli 2017

Heute würde ich dir gerne ein paar Möglichkeiten vorstellen, wie man das angenehme mit dem nützlichen verbinden kann.
Ich möchte ein paar mögliche Antworten auf die Frage geben: „Wie kann ich mit meinem Hobby, dem Bloggen, Geld verdienen?

Blogger Dashboard

Blogger Dashboard

1. Google AdSense

Jeder der Blogger als Blogplattform verwendet, dem dürfte schon der Reiter Einnahmen in seinem Menü aufgefallen sein. Hier kann man sich ein für Google-AdSense anmelden und kann dann, nachdem der Blog geprüft und freigegeben wurde, Werbeanzeigen auf seinem Blog anzeigen lassen. Es lässt sich auch bestimmen, aus welchen Themengebieten die Anzeigen sein sollen und aus welchen nicht. Ganz genau bestimmen, welche Anzeigen geschaltet werden, kann man allerdings nicht. Es ist also auch für einen selber manchmal eine Überraschung, für was auf dem eigenem Blog dann geworben wird. Insgesamt lassen sich bis zu 3 Anzeigen auf einem Blog schalten. Bezahlt wird nach der Pay-per-Click-Methode. Das heißt es wird einem pro Klick auf die Anzeige ein Centbetrag gutgeschrieben. Dieser bewegte sich bei mir zwischen 5 und 30 Cent pro Click. Kommt immer ganz auf die Anzeige an.

Auch WordPress-Nutzer können AdSense anzeigen auf ihrem Blog schalten. Dazu bei AdSense anmelden und den Anzeigecode dann auf dem eigenen Blog platzieren. Diese Artikelserie von André Schneider bietet sich als erste Einstiegslektüre an.
Wichtig hierbei ist, dass du nicht selbst auf die Anzeigen klicken darfst. Auch deinen Lesern sagen: „Klickt bitte jeder bei jedem Besuch auf eine Anzeige, ich verlose dafür was tolles.“ Oder ähnliche Versuche die Click-Rate zu steigern sind untersagt. Wenn Verhaltensmuster festgestellt werden können (z.B. die Klicks alle von einer IP kommen), sperrt dir Google das Konto.

Vorteile

  • Einfach einzurichten.
  • Nachdem es einmal eingerichtet ist, muss man sich (theoretisch) nicht mehr drum kümmern.
    • Wenn man mehr als ein paar Cent am Tag möchte, muss man die Anzeigen aber optimieren.

Nachteile

  • Manche Leser fühlen sich davon gestört und folgen prinzipiell keinen Blogs mit Werbung.
  • Optisch kann es sehr störend sein.
  • Leser mit Ad-Blockern bekommen die Anzeigen nicht angezeigt und klicken dementsprechend auch nicht.
  • Die Einnahmen sind nicht planbar und pro Click ist nur ein sehr geringer Betrag für euch drin.
  • Ausgezahlt wird erst ab 70€, es kann also dauern bis ihr das erste Mal etwas von dem Geld seht.
  • Um Werbung zu schalten ist auf jeden Fall ein Blog oder eine Homepage nötig.

Fazit

Ich habe es getestet und damit in einem Monat auch 4 Euro zusammenbekommen, in einem anderem aber nur 70 Cent. Im Endeffekt hat es mich optisch zu sehr gestört, als das ich es habe weiter laufen lassen. Diese Art der Einnahmen ist wohl eher was für Blogs ab 50.000 Seitenaufrufen/Monat aufwärts oder für kleine Blogs, die die Werbung optisch absolut nicht stört und kein Problem damit haben, wenn sie lange darauf warten, bis ihnen das erste Mal Geld ausgezahlt wird.

2. Gratis-Artikel oder bezahlte Beiträge

Eine weitere Möglichkeit Geld beim Bloggen zu verdienen ist es natürlich sich für Beiträge über bestimmte Produkte bezahlen zu lassen. Nicht umsonst gibt es unzählige Beauty-, Test- und Mode-Blogs, die sich fast jeden Post sponsern lassen.
Und: Man muss nicht unbedingt sehr groß sein um mit Firmen zu kooperieren. Oft ist es wichtiger, dass die Zielgruppe stimmt und der Kontakt nett und professionell abläuft, als das du so und so viele Seitenaufrufe oder Social-Media-Follower nachweisen musst.
Du kannst dafür entweder die Firmen direkt anschreiben, warten bis dich jemand anschreibt (glaub mir, das passiert zwangsläufig irgendwann) oder dich bei Agenturen wie t5contentBlogfoster*, SeedingUp*, RankSider*, reachhero*, blogatus* oder SponsoredPosts anmelden.
Eine „abgeschwächte“ Variante ist es, kostenlose Exemplare von etwas zu bekommen und dann dadrüber einen Beitrag zu schreiben. Wie es zum Beispiel bei Blogg dein Buch oder dem Bloggerportal von RandomHouse mit Büchern möglich ist. Von dieser Variante bin ich persönlich ein großer Freund, da ich unglaublich gerne lese.
So oder so ist es bei beiden Varianten wichtig vorher ganz genau die Bedingungen zu klären. Solltest du gesponserte Beiträge schreiben wollen, halte alle Vereinbarungen vorher schriftlich! fest. Nicht, dass die Unternehmen hinterher von dir verlangen nicht zu erwähnen, dass der Beitrag gesponsert wurde oder auf sonstwas für komische Ideen kommen. Denk dran, du willst zwar bezahlt werden, aber die wollen die Werbung. Du musst also nicht kuschen.

Sponsored Post Preisverhandlung

Ein EBook zum Thema, dass ich dir empfehlen kann ist „Sponsored Post Preisverhandlung*“ von Marc Hoffmann.
Hier wird Schritt für Schritt erklärt, wie man einen guten und professionellen Eindruck bei möglichen Kooperationspartnern hinterlässt und somit auch den besten Preis erzielt.
Nur, weil man nicht auf das Geld angewiesen ist und Bloggen weiterhin hauptsächlich Spaß machen soll, heißt das ja nicht, dass man sich unter Wert verkaufen muss. Daher ist es wichtig, sich von Anfang an über seine Verhandlungsposition im klaren zu sein und selbstsicher aufzutreten.
Aber denke daran: In Deutschland muss Werbung IMMER gekennzeichnet werden. Und zwar sichtbar und eindeutig.
Wenn ihr bezahlte Links (also zu Produkten zum Beispiel) bei euch habt, denkt dran, sie auf „nofollow“ zu setzen. Bei Blogger ist dafür nur ein Haken extra im „Link-hinzufügen“-Fenster nötig. Bei WordPress kann ich das Plugin Rel Nofollow Checkbox für diesen Zweck empfehlen. Ansonsten kann es sein, dass Google euren Blog abstraft und ihr nach hinten rutscht in den Suchergebnissen. Genauere Infos dazu findet ihr hier: https://support.google.com/webmasters/answer/96569?hl=de

Vorteile

  • Gratis-Produkte
  • Echtes Geld auf dem Konto

Nachteile

  • Kann sehr zeitintensiv werden.
  • Bei schlechter Absprache mit den Unternehmen kann es zu Missverständnissen und dadurch Ärger kommen.
  • Wenn du nur noch gesponserte Beiträge schreibst, kann es sein, dass dir Leser abspringen.
  • Um hiervon profitieren zu können, brauchst du auf jeden Fall einen Blog oder einen YouTube-Kanal

Fazit

Du allein entscheidest, welche Aufträge du annimmst und welche nicht. Du entscheidest, wie hoch die Bezahlung sein muss, damit du dich an die Tastatur setzt. Pass nur auf, dass du nicht „gierig“ wirst. Wenn man sich zu viele Produkte auf einmal „aufhalst“, kann es schnell in Arbeit ausarbeiten. Lass dir davon nicht den Spaß am Bloggen nehmen 😉

3. Amazon Affiliate-Programm

Du hast die Möglichkeit ein Affiliate-Partner von Amazon zu werden: https://partnernet.amazon.de
Nachdem du dich angemeldet hast (geht mit dem Standard Amazon-Konto), bekommst du eine Partner-ID zugewiesen und mit der kannst du Links zu Amazon Produkten erstellen und auf deinem Blog einbinden. Bezahlt wird hier nach der Pay-per-Sale-Methode. Das heißt, du bekommst Geld, wenn jemand innerhalb von 24 Stunden, nachdem er auf einen Amazon-Link mit deiner Partner-ID geklickt hat, etwas bei Amazon kauft.

Die Möglichkeiten sind hier also schon besser, als wenn du mit AdSense-Werbung schaltest, aber auch hier gibt es ein Limit, ab dem erst ausgezahlt wird. Es liegt bei „nur“ 25€. Achte aber auch hier darauf, die Links immer als „nofollow“ zu setzen.
Du hast verschiedene Möglichkeiten solch einen Link mit deiner Partner-ID zu platzieren. Als reinen Textlink, nur das Produktfoto oder du erstellst ein Widget in dem die Produkte von deinem Wunschzettel angezeigt werden. Oder ein Widget, in dem nur Produkte aus eine bestimmten Kategorie angezeigt werden, zum Beispiel nur Sportartikel. Es gibt hier wirklich viele Möglichkeiten.
Hier ein paar Beispiele:

Reiner Textlink:http://amzn.to/29FMfAn*

Nur das Produktbild:

Bei Amazon ansehen*

Du siehst also, es gibt die verschiedensten Möglichkeiten, Amazon-Produkte auf dem eigenem Blog einzubinden. Auch Affiliate-Links sind Werbung und müssen daher gekennzeichnet werden, wenn nicht eindeutig erkennbar ist, dass es sich um Werbung handelt. Ich kennzeichne Affiliate-Links daher mit einem * und erkläre das Sternchen am oberen und unteren Seitenrand.

Es entstehen dem Leser keinerlei Nachteile, wenn er auf einen Affiliate-Link klickt. Er zahlt dadurch nicht mehr und es werden ihm auch nicht nur eine beschränkt Anzahl an Produkten angezeigt. Er kann sich nach dem Klick auf so einen Link ganz normal auf der Amazon-Homepage bewegen.

Vorteile

  • Die Links lassen sich einfach und auf die unterschiedlichsten Arten einbauen.
  • Keinerlei Nachteile für eure Leser. Nur eine potentielle Möglichkeit für euch Geld zu verdienen.
  • Reine Textlinks werden auch Lesern mit AdBlockern angezeigt.
  • Die Links lassen sich auch über Facebook, Twitter oder E-Mail verteilen. Es ist nicht unbedingt ein Blog nötig.

Nachteile

  • Ausgezahlt wird erst ab 25€.
  • Bilder und Widgets werden Lesern mit Ad-Blockern oft nicht angezeigt.
  • Die Links sind zwar einfach erstellt, aber man muss trotzdem dann denken, wenn man einen Post schreibt.
  • Bei zu vielen Widgets auf der Seite verlangsamt sich die Ladezeit und es kann auch sehr schnell nach purer Werbung aussehen, die euch Leser vergrault.

Fazit

Ich persönlich nutze das Affiliate-Programm von Amazon und bin auch sehr zufrieden damit. Ich muss dazu aber auch sagen, dass ich Produkte auch schon zu Amazon verlinkt habe, bevor ich mein Affiliate-Programm angemeldet war. Ich sehe es als Service für meinen Leser, dass ich einen Link einbaue, bei dem er sich weiter informieren kann. Dieses Programm ist sicherlich nichts für Leute, die nicht sowieso schon Kunde bei Amazon sind und sich deswegen jedes Produkt mühsam raussuchen müssen. Da ich persönlich aber außer Kleidung und Lebensmitteln sowieso fast alles online bei Amazon kaufe, ist es für mich nicht viel mehr Aufwand. Außerdem würde ich ja sowieso, auch wenn ich nicht Affiliate-Partner wäre, zu Amazon verlinken. Also warum nicht die Chance auf eine Provision nutzen?
Der Vollständigkeit halber möchte ich sagen, dass es natürlich noch andere Affiliate-Programme gibt. Da ich aber nur das von Amazon nutze (ich schreibe meinen Blog schließlich aus Spaß und nicht, weil ich damit primär Geld verdienen will), kann ich dazu nichts weiteres sagen. Hier ist Google dein Freund, wenn du dich weiter informieren willst. Oder guckt einfach mal hier: http://www.affiliate-marketing-tipps.de/
Nachtrag: Mittlerweile nutze ich neben Amazon auch das Affiliate-Programm von Digistore24*, hier werden hauptsächlich digitale Produkte wie EBooks und Online-Kurse angeboten.

Abschließende Worte

Ich persönlich sehe nichts verwerfliches dran, wenn man die Chance nutzt, die man durch einen Blog oder eine Homepage hat sich nebenbei ein bisschen was zu verdienen. Natürlich muss man unterscheiden, ob man bloggt um damit Geld zu verdienen, oder, ob man primär bloggt weil es einem Spaß macht. Ich blogge einfach weil es mir Spaß macht und nutze die oben vorgestellten Methoden deswegen nur ein bisschen. Ich glaube die eingebauten Affiliate-Links von Amazon haben noch niemanden gestört, oder? Und das ich die Möglichkeit nutze durch meinen Blog an Gratis-Bücher zu kommen, dürfte mir auch keiner böse nehmen.
Theoretisch kann man aber allein durch den Einbau von Affiliate-Links und Werbung in einen Blog sich nebenbei nett was dazuverdienen. Dann wird es aber auch schnell Arbeit und man muss jeden Post unter dem Gesichtspunkt schreiben, ob es sich lohnt und rechnen wird. Da hätte ich persönlich keine Lust zu, aber für manche mag es der richtige Weg sein.
Natürlich gibt es noch viele Möglichkeiten mehr, mit bloggen oder durch den Besitz eines Blogs/einer Homepage an Geld zu kommen, aber ich wollte euch hier nur die Methoden vorstellen, die ich selbst ausprobiert habe und zu denen ich dir meine Erfahrungen mitteilen kann.
Denke aber immer daran: Sobald du eine Gewinnerzielungsabsicht hast, brauchst du auf jeden Fall ein vollständiges Impressum!
Vielleicht hat es ja dem einen oder anderen geholfen, es würde mich freuen.

14 Kommentare

  • Aber eine wichtiges „Detail“ hast du vergessen!

    Sobald Werbung (AdSense) oder Werbemaßnahmen (Amazon-Links) auf einer Webseite zu finden sind, gilt diese Webseite als gewerblich!

    Gewerblich heißt:
    1. Impressumspflicht! Das dürfte für die meisten heißen: Sie bloggen nicht mehr anyonym, bzw Pseudo-anonym.
    2. Steuern! Ihr habt Einnahmen und müsst diese versteuern. Sowas wie „Taschengeld“ gibt es nicht!

    • Vergessen habe ich es nicht 😉

      1. Auf das Impressum will ich noch mal in einem extra Post eingehen.
      2. Das sollte ja wohl jedem klar sein, der deutscher Steuerzahler ist.

    • Zu zweitens kann ich aus Erfahrung (anderer) sagen: Nein. Besonders interessant wird das Thema ja bei AdSense, da der Sitz nicht Deutschland, sondern Irland ist 🙂

  • Interessant. Könntest du bitte mal meinen Blog anschauen und mir ein Feedback geben? Prinzipiell bin ich natürlich auch interessiert Geld zu verdienen. Ich habe dich dafür auch extra in einem Beitrag erwähnt. Vielleicht könntest du einen Kommentar oder Gästebucheintrag schreiben. Das wäre toll.
    Danke!
    LG
    Goldblogger.li

  • Hi Lexa,
    vielen Dank für den informativen Artikel mit den guten, weiterführenden Links! Ich bin noch relativer Blogneuling, deswegen noch eine Frage:
    Sobald ich einen Affiliate-Link habe, muss ich
    1. mir einen Gewerbeschein besorgen, z.B. für Online-Marketing (oder wofür sonst???) und
    2. meinen Blog als Unternehmen anmelden und versteuern, weil eine Gewinnerzielungsabsicht besteht?
    Sobald also auch nur ein einziger Affiliate-Link drin ist, ist es vorbei mit Hobyy / Liebhaberei?
    Muss ich steuerlich noch etwas beachten?
    Danke schonmal & viele Grüße

    • Hallo Claudia,
      freut mich, dass dir der Beitrag gefällt 🙂
      1. Ja. Sobald eine Gewinnerzielungsabsicht vorliegt. So sagte es mir zumindest mein Gewerbeamt. Auf dem Gewerbeschein kannst du angeben, was immer du machst. Auf meinem steht zum Beispiel Online-Marketing, Produkttests, Affiliate-Marketing und noch mehr. Die sind da nicht eingeschränkt, was sie raufschreiben dürfen.
      2. Die Anmeldung erfolgt mit der Anmeldung als Gewerbe. Das Finanzamt meldet sich dann bei dir. Da ist aber auch nur ein Formular auszufüllen.
      Da du ja wahrscheinlich unter 17500 Jahresumsatz bist, kannst du die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen, dann brauchst du bei der Steuerklärung eine eine einfache Einnahmen-Kosten-Liste einreichen. Das geht schnell und ist unkompliziert.
      Also ja, sobald du einen Affiliate-Link benutzt ist vorbei mit Hobby. Allerdings habe ich schon mehrmals gehört, das verschieden Finanzämter das anders regeln und erst ab einem gewissen Umsatz überhaupt eine Gewerbeanmeldung wollen. Am besten bei dir direkt nachfragen. Meines wollte die Anmeldung, egal, ob da wirklich Geld verdient wird oder nicht.
      LG Lexa

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