Leben

#3ofaKind – Was ich gerne können würde

Was ich gerne können würde

#3ofaKind ist eine monatliche Aktion von Sas. Diesen Monat fragt sie uns, was wir gerne können wollen oder lernen würden. Gar nicht so einfach, da die drei größten Wünsche heraus zu filtern, denn eigentlich gibt es doch unendlich viele Dinge, die nicht schlecht wären zu können. Oder geht das nur mir so?

Die ersten zwei waren trotzdem relativ schnell gefunden, nur beim dritten, da tat ich mich echt schwer…

1. Smalltalk

Smalltalk ist wirklich etwas, das ich gerne können würde. Ich weiß, man kann es lernen, aber es liegt mir einfach nicht. Ich habe schon sehr viele Tipps gelesen, wie man redet, ohne etwas zu sagen und sich hinterher beide trotzdem gut unterhalten haben… aber es will nicht so richtig klappen.

Ich schwanke immer eher zwischen zwei Extremen: Schweigen oder zu viele Fragen stellen.

Schweigen ist da meist noch angenehmer, glaubt mir. Ich bin nämlich kein großer Fragensteller. Ich warte eigentlich immer lieber, bis Leute mir etwas von sich aus erzählen. Aber für Smalltalk muss man ja ein Thema finden, und da bietet es sich an Fragen zu stellen. Sagen zumindest die Ratgeber. Nur, wenn ich mich dann überwunden habe etwas zu fragen, dann öffnet sich manchmal eine Schleuse bei mir und es purzelt Frage um Frage aus meinem Mund. Immer weiter. Nahezu unaufhaltsam. Ich finde immer neue Anknüpfungspunkte und scheine dann auch keine persönlichen Grenzen mehr wahrzunehmen. Unangenehm. Für beide Seiten.

Also ja, Smalltalk zu können wäre echt schön.

2. schön schreiben

Ich rede nicht von Schönschrift oder gar von Kalligraphie. Ich wünsche mir nur manchmal eine schöne Schrift. Irgendwas hübsches. Oder zumindest leserlich. Ich habe nämlich eine echte „Sauklaue“. In der Schule hieß es immer: „Mit der Schrift kannst du nur Arzt werden!

Mich persönlich stört es gar nicht so, denn (meist) kann ich wunderbar lesen, was ich mir notiert habe. Allerdings sehen ja auch andere die eigene Schrift und müssen manchmal etwas lesen, das man aufgeschrieben hat… Das führt dann zu doofen Kommentaren und vor allem zu Verständnisproblemen. Das eigentliche Problem.

Was bringt es, wenn ich mir besonders viel Mühe bei einer Weihnachtskarte gebe und trotzdem dreimal nachgefragt wird, was da eigentlich steht? Was habe ich davon, wenn ich eine Klausur schreibe, alles richtig ist, aber wegen Unleserlichkeit nicht bewertet werden kann? Es ist einfach nervig, wenn man nie jemanden mal schnell was aufschreiben kann, sondern sich für jedes kleine Wort sehr viel Mühe geben muss, damit der andere es auch lesen kann, wenn er nicht sowieso schon weiß, was da steht…

Also ja, mühelos schön schreiben können wäre toll.

3. Fakten behalten

Mein Gedächtnis ist ein Sieb. Oder nein, das stimmt so nicht. Mein Gedächtnis ist ziemlich gut, aber oft unbrauchbar, da ich keine Fakten behalten kann. Ich merke mir Dinge anders. Ich brauche Sinnzusammenhänge und Emotionen, damit ich etwas lernen kann und auch behalte.

Telefonnummern, Geburtstage, Termine, Vokabeln, Buch- oder Filmtitel und alles andere, was andere Menschen einfach so behalten zu scheinen, gehen bei mir zu einem Ohr rein und gleich wieder raus.

Ich kann nahezu jedes Buch mehrmals lesen und jeder Film ist für mich neu, wenn ich ihn vor mehr als zwei Wochen gesehen habe. Story, Handlung, Szenen, alles sofort wieder raus aus meinem Kopf in dem Moment, in dem es drin ist. Ich kann hinterher sagen, ob es gut oder schlecht war und wenn ich den Film ein zweites Mal sehe weiß ich, dass ich ihn schon kenne, kann aber trotzdem nicht sagen, was in den nächsten 10 Minuten passiert. Vielleicht ganz grob, aber das war es dann auch.

Einerseits ist das natürlich toll, aber andererseits auch echt nervig, da ich mich nur sehr selten über Inhalte unterhalten kann und somit fast alle Gespräche über Lieblingsbücher oder -Filme nicht stattfinden können.

So ist es auch mit typischen Schulwissen oder Vokabeln oder politischen/aktuellen Ereignissen. Wenn mich jemand fragt, ob ich etwas kenne, dann sage ich nein und während es mir dann erklärt wird fällt mir auf, dass ich das natürlich schon kenne und eigentlich auch weiß.

Das Wissen ist da, sehr viel Wissen sogar, aber ich habe es nicht abrufbereit. Viel zu viel passives, kaum aktives Wissen.

Dafür erinnere ich mich an Gespräche und Situationen von vor 5 Jahren, als ob sie gestern wären. Ich weiß zwar nicht mehr wann, aber ich weiß ganz genau was, mir jemand erzählt hat oder wie die Situation war, in der mir jemand etwas erzählt hat. Nur leider ist das im Alltag meist unnütz…

Also ja, Fakten behalten zu können und dann auch abrufen zu können, das wäre schon schön.


Welche drei Dinge würdest du gerne können oder lernen?

8 Kommentare

  • Huhu Lexa,

    erstmal danke für deine Teilnahme ♥

    Ich habe mich früher auch extrem schwer getan mit Smalltalk. Aber irgendwann ging es dann… ich kann nicht genau sagen, woran es liegt, aber mittlerweile fällt es mir gar nicht mehr so schwer, mich kurzzeitig mit Fremden zu unterhalten. Großer Fan bin ich davon zwar nicht, weil ich immer ein wenig awkward bin, aber im Notfall kriege ich es hin.

    Ist deine Handschrift so schlecht?
    Das ist ja echt gemein. Vor allem, weil man da auch gar nichts für kann und genauso wenig dagegen tun kann. Oder kann man da wirklich „gegen an üben“?

    Ich bin ja so jemand, der sich alles merken kann… ich weiß noch von fast jedem Menschen, wann ich ihn kennen gelernt habe oder wann er Geburtstag hat. Das merke ich auch immer wieder im Büro – wenn die anderen nicht einmal wissen, wie der Lieferant heißt, kann ich dir sogar sagen, wer der Ansprechpartner ist. Ist schon sehr praktisch 😉 Dafür ist meine Festplatte allerdings auch voll mit unnützem Wissen :p

    Liebe Grüße
    Sas

    • Hey 🙂

      Ja, meine Handschrift ist wirklich so schlecht. Klar, wenn ich mich richtig anstrenge, dann ist es lesbar, aber wenn ich längere Texte schreibe oder „nur mal schnell“ was aufschreibe, dann können es die wenigsten lesen. Also bisher hat alles üben nichts gebracht. Wirklich wird das ja irgendwann noch.Ich gebe die Hoffnung nicht auf 😉

      LG Lexa

  • Den 1. Punkt würde ich auch gern können. Beim 3. Punkt hat mein Papa genau das gleiche Phänomen, besonders was Filme angeht. Ich wiederum kann dir in 100 Jahren noch sagen wie die Handlung von Film XY war XD

    • Hallo 🙂
      Ja, Smalltalk wäre manchmal schon echt nützlich.
      Witzig, dass du dir das so merken kannst und er nicht. Dann ist es zumindest mal nicht genetisch, dieses nicht merken können von Filminhalten 😉
      LG Lexa

  • Haha, ich würde alle drei Punkte unterschreiben! 😀 Ich bin auch so grottenschlecht in Smalltalk, habe eine schreckliche Handschrift (Handlettering… nicht bei mir) und vergesse superschnell Stories in Büchern oder auch Filme. Was den Vorteil hat: Ich kann Bücher immer wieder lesen und auch Filme immer wieder schauen. 😀 Denn ich habs meist bald schon wieder vergessen.

    • Hallo 🙂

      Ja, das ist wirklich der Vorteil, man findet immer was zu lesen/sehen, denn es ist alles neu. Und: Tolle Filme kann man besonders gut neu sehen, weil man genau so begeistert ist, wie beim ersten Mal.
      LG Lexa

  • Smalltalk fand ich früher auch immer super schwierig. Irgendwie fiel mir nie mehr ein, als über das Wetter zu sprechen. Und glücklicherweise mögen viele Menschen gutes Wetter und mosern über Regen… 😀
    Seit ich im Beruf bin, ist es deutlich besser geworden – es kommt immer ein bisschen auf das Gegenüber an. Manchmal merke ich, dass der andere so gar keinen Bock aufs Reden hat, dann ist auch Smalltalk fehl am Platz.

    Fakten behalten ist auch ein Thema bei mir. 🙂 Mein Hirn selektiert sehr gerne und behält nur das Wichtige – manchmal würde ich aber auch gerne vermeintlich Unwichtiges behalten. Klappt nicht immer. 😀

    Beste Grüße

    • Hallo,
      ja, wahrscheinlich macht Übung hier tatsächlich viel aus beim Smalltalk. Irgendwann werde ich es schon auch hinkriegen 😀

      Das kenne ich. Nur sind mein Hirn und ich uns nicht immer einig, was wichtig ist und was nicht. Das ist eigentlich das ganze Problem daran.

      LG Lexa

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