Rezension

Sandy Taylor – DU und ich und das MEER

Sandy Taylor Du und ich und das Meer
[Rezensionsexemplar]

Autor: Sandy Taylor

erschienen: Oktober 2016

412 Seiten Taschenbuch

Preis: 14,00€*

Verlag: Harper Collins

Buchrücken

Brighton 1954: Mary und ich sind 8 Jahre alt. Nichts kann uns auseinanderbringen. Dank einer Tüte Süßigkeiten haben wir uns kennengelernt – und gemeinsam sind wir unbesiegbar.

Brighton 1963: Mit 17 teilen Mary und ich alles miteinander: Höhen und Tiefen, Familiendramen, Hoffnungen und Träume. Wir arbeiten im selben Kaufhaus, tanzen in unserer Freizeit auf dem Palace Pier und haben uns in zwei miteinander befreundete Männer verliebt … Umso weniger kann ich es fassen, dass Mary mich nun so betrügen konnte – und dass sie mir auf die schmerzhafteste Weise die zwei Menschen genommen hat, die ich am meisten auf der Welt liebe …

Meine Meinung

Dieses Buch ist zu erst einfach nur schön. Die Umschlaggestaltung ist schön (pastellig und luftig leicht) und der Inhalt ist am Anfang auch einfach nur schön… Okay, der Prolog ist irgendwie nicht schön und ehrlich gesagt verstehe ich ihn nach dem Lesen des Buches noch weniger als vorher… Irgendwie passt die Zeitangabe nicht und überhaupt…

Aber abgesehen davon, sind die ersten Kapitel einfach nur schön. Es geht um Liebe und Freundschaft und immer wieder um Freundschaft. Zwei Mädchen, die sich kennen lernen, Freundinnen sind und ihr Leben miteinander verbringen. Zwei sehr unterschiedliche Mädchen.

Mary, klein und süß und ein Alleskönner, Dottie, groß und pummelig und absolut kein Alleskönner.

Erzählen tut Dottie, unterbrochen von einzelnen Tagebucheinträgen von Mary. Diese haben dazu geführt, dass ich Mary am Anfang gar nicht mochte. Sie war mir zu tiefst unsympathisch. Verwöhnte kleine Göre, die alle nach ihrer Nase tanzen lässt. So zumindest mein Eindruck. Im Laufe der Geschichte änderte sich dieser Eindruck dann aber noch. Es wurde deutlich, wie viel sie in die Freundschaft mit Dottie steckt und wie viel ihr diese Freundschaft bedeutet.

Nachdem am Anfang also alles schön ist, wird es dann dramatisch. Verrat und Betrug. Ist jetzt alles aus und vorbei?

Nein, es bleibt weiterhin schön. Aber traurig schön.

Du merkst, ich komme von diesem Wörtchen „schön“ nicht weg. Ich weiß nicht, wie Sandy Taylor es gemacht hat, aber ich legte das Buch weg und dachte mir „schön“. Obwohl einiges in der Geschichte passiert, das so gar nicht schön ist. Frau Taylor behandelt hier die ganz großen Themen: Freundschaft und Liebe, Vertrauen und Verrat. 

Das hat stellenweise nichts leichtes mehr, nichts schönes, aber trotzdem ist mein Grundgedanke immer noch schön. Ich kann es nicht besser erklären, es ist einfach so.

Tust du mir den Gefallen, liest dieses Buch und erzählst mir, was dein herrschender Gedanke ist? Vielleicht geht es ja nicht nur mir so… 😉 Und selbst wenn du es mir nicht erzählst, kann ich dir nur empfehlen dieses Buch zu lesen. Wenn es dich anspricht, natürlich nur. Wenn du Bücher magst, in denen es um die Charaktere geht, um die zwischenmenschlichen Beziehungen, um das Miteinander und weniger um das eigentliche Geschehen.

2 Kommentare

  • Hey,
    danke für deine Rezension. Die liest sich so bewegend, dass das Buch umgehend auf die Wunschliste kommt.
    Das Thema an sich, finde ich sehr gut und es ist auch nicht schlecht wenn eine Geschichte mal mehr auf Charaktere und deren Zusammenspiel aufbaut.
    Liebe Grüße
    Ela

Schreibe einen Kommentar