Ruhe und Glück

In der Ruhe liegt das Glück

Glück, ein kurzes Wort mit viel Bedeutung.

  1. etwas, was Ergebnis des Zusammentreffens besonders günstiger Umstände ist; besonders günstiger Zufall, günstige Fügung des Schicksals
  2. das personifiziert gedachte Glück; Fortuna
    1. angenehme und freudige Gemütsverfassung, in der man sich befindet, wenn man in den Besitz oder Genuss von etwas kommt, was man sich gewünscht hat; Zustand der inneren Befriedigung und Hochstimmung
    2. einzelne glückliche Situation; glückliches Ereignis, Erlebnis

Glück, ein Umstand, den sich jeder wünscht.

Glück, ein Gefühl, das man gerne empfindet.

Ein schönes Wort, Glück. Ein schöner Umstand. Ein schönes Gefühl.

Und so viele verschiedene Meinungen, was genau Glück ist. Wann man Glück empfindet. Was Glück ist und was verdienter Lohn. Hat jeder Glück, oder nur die Tüchtigen? Ist Glück ein Lebensziel? Oder die Belohnung für das Streben nach einem ehrenhaften Ziel? Verdient jeder Glück?

Du siehst, man sollte differenzieren. Zwischen dem Glück haben und dem Glück empfinden.

Ich möchte mich heute nur auf das Empfinden von Glück beschränken. Und auch da nur auf einen einzelnen kleinen Aspekt des Glücks. Meinen ganz persönlichen Glücksmoment. Meine angenehme Empfindung von Glück.

Glück liegt in der Ruhe

Ich habe ein schönes Leben. Es gibt viele Momente in denen ich Glück empfinde. Natürlich gibt es auch unschöne Momente, aber hier und jetzt soll es ja gezielt um das Glück gehen.

Momentan herrscht bei mir viel Trubel. Mein Alltag ist völlig neu, kommt noch nicht zur Ruhe. Jeden Tag entwickelt sich etwas neues, das vorher so noch nicht da war. Natürlich gibt es da immer wieder Momente der Ruhe, aber sie sind meist nur Überbrückung. Wenn ich zum Beispiel in der Praxis sitze und auf den nächsten Klienten warte. Dann ist es zwar ruhig um mich, aber ich warte, mein Kopf denkt schon an das gleich stattfindende Gespräch. Oder wenn ich mir die Zeit nehme diesen Blog zu pflegen, das ist zwar Entspannung, mein Hobby, aber halt auch irgendwie Arbeit. Denken muss ich ja schon, wenn ich hier etwas veröffentlichen will. Noch extremer beim neuen Blog, da bin ich nur am Denken. Vorher, beim Schreiben und auch hinterher. Klar macht es auch Spaß und nach Außen wirkt es sicherlich sehr ruhig wenn ich da so am Schreibtisch sitze und tippe, aber in mir drin ist dabei ganz viel los. Von Ruhe keine Spur, das kann ich dir sagen. Auch andere Beschäftigungen wie Lesen oder Serien gucken sind so gesehen sehr ruhig, aber in meinem Kopf kreisen die Gedanken, eine kleine Stimme im Hinterkopf erinnert mich daran, was noch erledigt werden muss und sowieso…

In letzter Zeit habe ich einen bestimmten Moment sehr zu schätzen gelernt: Den Moment des Hinsetzen. Dieser kurze Moment, in dem ich mich hinsetze um zum Beispiel zu Lesen oder eine Serie zu gucken. Der Moment, bevor die eigentliche Freizeit beginnt.

Dieser kurze Moment, bevor ich mir ein Buch aus meinem Bücherregal greife oder den Fernseher anmache, der ist wunderbar. Einfach kurz sitzen und den Blick schweifen lassen. Aufnehmen, wo man gerade ist und wie schön es ist. Aus dem Fenster sehen und sich an der Kräuterschnecke erfreuen. Sich bewusst machen, das man genug für heute geschafft hat und jetzt einfach mal entspannen darf.

In diesem Moment herrscht Ruhe.

Ruhe um mich herum und Ruhe in mir drin. Da schaltet sich mein Kopf mal für einen Moment ab und stoppt die Gedanken. Da kann ich einfach mal wirklich nichts tun. Nur sitzen. Und gucken. Und mich freuen, wie schön ich es habe.

Das ist mein persönlicher Moment des Glücks. Die Ruhe, bevor die nächste Tätigkeit beginnt.


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Digital Natives - No Monologue

Die anderen Teilnehmer von „No Monologue“ sind: ZuckerschleckenChangiereffektCherry Pukes Blog, Helmut Webdings, Himmelsblau, CarotellstheworldMaxie-RenéeLieblingskücheLionheart Memories, Coralinart, Vita Corio, Märzmädchen, Herzensglück, Umecken

Kommentare (14) Schreibe einen Kommentar

  1. Ich werde ja noch an deiner Blogparade teilnehmen, daher möchte ich hier nicht zu ausgiebig antworten. Glück ist für mich kein großes etwas, sondern viele kleine Sachen. Glück empfinden hängt sehr von einem selbst ab, da ist ganz subjektiv zu sehen. Ein Gefühl, dass man zulassen muss.

    Ich bemühe mich den Artikel diese Woche fertig zu bekommen 🙂

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    • Und wenn es erst nächste Woche wird, wird es erst nächste Woche was. Kein Problem. Ich habe auch länger gebraucht, als ich eigentlich wollte.

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  2. Ich will ja auch noch an deiner Blogparade teilnehmen – das „Problem“ ist: Ich finde die Frage, was Glück ist, echt gar nicht so einfach. Also klar kann ich verschiedene Situationen oder Dinge oder Menschen nennen, die mich glücklich machen, aber das irgendwie „runter zu brechen“ darauf, was Glück ist… schwierig.
    (Ich weiß, das muss ich nicht für deine Blogparade, aber es beschäftigt mich grade, und obwohl es schwierig ist, finde ich es unglaublich spannend)

    Und ob Ruhe für mich Glück bedeutet… auch darüber bin ich mir nicht ganz klar, auch wenn ich deine beschriebenen Gefühle durchaus nachvollziehen kann 🙂 Schöner Beitrag!

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    • Ich glaube Glück verändert sich auch. Also die Sichtweise darauf, was Glück ist. Vor einem Jahr hätte ich diese ruhigen Momente sicherlich noch nicht so empfunden wie jetzt.

      Ich kann verstehen, wo dein Problem liegt. Ich kratze hiermit ja auch nur an der Oberfläche. Vielleicht findest du ja noch ein Lösung. Und wenn es erst in 2 Monaten ist, ist das auch noch gut. Wie gesagt, die Liste wird immer erweitert. Glück hört schließlich nicht auf. Und vielleicht erinnere ich in einem Jahr einfach noch mal alle dran ihre neue Sichtweise zum Glück zu beschreiben 😉

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  3. Ich könnte jetzt hier einen ganzen Roman schreiben. Bei solchen tiefsinnigeren Themen kann ich mich immer total verlieren. Die letzten zwei Jahre haben meine Auffassung von Glück und „glücklich sein“ komplett verändert. In dieser Zeit sind drei wichtige Menschen, teilweise von heute auf morgen, aus meinem Leben gerissen worden und das hat mein gesamtes Weltbild verändert und die Prioritäten verschoben.
    Ich werde mir am Wochenende die Zeit nehmen, an deiner Blogparade teilzunehmen und da dann noch ganz ausführlich drauf eingehen 🙂

    Deinem Text hier stimme ich jedenfalls zu 100% zu und bin ganz ähnlicher Meinung wie du. Vielen Dank für die schöne Anregung und die Blogparade -so was ist genau mein Ding!

    Viele Grüße
    Sandra

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  4. Ich habe erst kürzlich auf meinem Blog 10 Dinge die mich glücklich machen veröffentlicht. Dabei sind im Prinzip viele kleine Dinge die für mich unbezahlbar sind. 🙂 Glück ist für mich, vollste Zufriedenheit und der Genuss eines Momentes. Und das sind für mich definitiv kleine, aber feine Momente. 🙂

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