Leben

Ein veganer Juni – und nun?

Monat vegan

Warum einen Monat vegan?

Am Anfang war die pure Neugierde. Ich habe mich im letzten Jahr viel mit Ernährung allgemein beschäftigt und bin immer wieder über die angeblichen Vorteile der veganen Ernährung gestolpert. Wie gesund und befriedigend es sein soll völlig ohne tierische Produkte zu essen. Zu erst begegnete ich diesen Artikel immer mit einer gehörigen Portion Skepsis. Das konnte in meinen Augen doch nicht reichen… einem müsste doch etwas fehlen. Nicht unbedingt von den Nährstoffen her, sondern einfach vom Lebensgefühl her. So dachte ich auf jeden Fall. Umso mehr ich mich in das Thema einlas, desto neugieriger wurde ich aber. In Betracht gezogen habe ich es für mich aber sehr lange nicht. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen ohne Käse zu leben. Und ganz ohne Fleisch? Reduzieren, okay. Aber so ganz ohne?
Es war für mich einfach nicht vorstellbar.
Und dann kam der Mai und die Erkenntnis: Im Juni lebe ich ja ganz alleine. Da muss ich nur für mich selbst kochen, für sonst niemanden. Wenn ich es dann nicht mal teste, dann nie.
Also Beschloss ich im Juni keinerlei tierischen Produkte zu essen. Es war ein ziemlich spontaner Entschluss, den ich dann ganz schnell möglichst vielen Menschen (euch!) erzählt habe. Damit ich keinen Rückzieher mache. Und jetzt ist der Monat schon um.

Wie habe ich mich vorbereitet?

Ich habe im Mai alles aufgebraucht was ich im Juni nicht essen wollte (oder es meinem Freund bei seinem Umzug untergeschoben). Ganz nach dem Spruch: „Aus den Augen, aus dem Sinn.“ Zu erst wollte ich mir das Vegan for Fit* Buch kaufen und die 30-Tage-Challenge machen, habe im Buchladen aber gemerkt, dass es mich so gar nicht anspricht. Stattdessen habe ich dann Vegan für Einsteiger* gekauft. Das ist auch ein 4-Wochen-Programm. An das ich mich aber nicht gehalten habe, da es mir am Anfang zu sehr auf „Ersatzprodukte“ setzt. Das Ziel in diesem Programm ist es den Eindruck von einem allmählichen Wandel für den Benutzer herzustellen. Die Rezepte kommen im Verlauf der 4 Wochen mit immer weniger Ersatzprodukten aus. Am Anfang ist aber ein Informationsteil der Menschen die ohne weitere Vorbereitung an das „Projekt Vegan“ gehen sicherlich viel erklären kann. Für mich stand da nichts neues. Aber ein paar der Rezepte daraus habe ich verwendet. Außerdem habe ich noch zwei weitere Kochbücher gekauft: Campus Food*und Start vegan!: Die Kochschule*
Ich hatte einfach keine Lust mir die Rezepte für 4 Wochen im Internet zusammen zu suchen. Das geht aber sicherlich auch, wenn man kein Geld ausgeben möchte.
Der 1. Juni war ein Sonntag, an dem ich einfach gegessen habe, was ich noch zu Hause hatte. Aber schon vegan. Außerdem habe ich mir einen Essensplan für die nächste Woche gemacht und danach einen Einkaufszettel geschrieben. Am Montag bin ich dann einkaufen und habe bis auf ein paar ausgefallenere Zutaten auch alles im normalen Supermarkt (Kaufland) bekommen, was ich brauchte. Bei Amazon habe ich nur Hanfsamen*und eine Couscous Würzmischung* gekauft.
Und dann habe ich die Woche über mir ein Gericht von meinem Plan ausgesucht und gekocht. Was genau es in den 4 Wochen bei mir zu Essen gab, könnt ihr euch ja an den letzten 4 Schlemmer-Sonntagen ansehen.
Mehr Vorbereitung gab es nicht. Mein Frühstück war schon weitestgehend vegan. Kuh-Milch habe ich ja schon länger durch pflanzliche Alternativen ersetzt und Käse habe ich einfach weggelassen. Statt Butter gab es Alsan. Bei Brot musste ich einmal gucken, welches vegan ist, aber das war nicht das Problem, da ich sowieso die meiste Zeit nur Knäckebrot gegessen habe oder selbst gebacken, da ich Rezepte ausprobiert habe.

Wie habe ich mich in den 4 Wochen gefühlt?

Ehrlich gesagt, nicht viel anders als sonst. Es kann sein, dass ich ein bisschen weniger schlapp war als sonst manchmal, aber das kann genau so gut am besseren Wetter gelegen haben. Durch meine Bachelorarbeit ist der ganze Monat sowieso ein bisschen anders gewesen als „normal“. Stress schlägt sich bei mir immer in Pickeln nieder. Es waren nicht so viele, aber sie waren da. Aber es kann sein, dass es mehr gewesen wären, wenn ich mich „normal“ und nicht vegan ernährt hätte. Das kann ich aber nicht sagen. Zwei Ausnahmesitutionen treffen aufeinander, da kann ich nicht beurteilen, was gewesen wäre wenn… Insgesamt habe ich mich aber gut gefühlt. Und immer satt. Das es nur noch Salat gibt, dieses Vorurteil konnte ich widerlegen 😉
Ich glaube der Rahmen der veganen Ernährung hat mir geholfen mich im Juni gesund zu ernähren. Ich saß mehr oder weniger jeden Tag den Großteil des Tages am Schreibtisch und dann neige ich zum Ablenkungsessen. Also einfach essen, weil es mehr Spaß macht als arbeiten 😉 Das hat sich sehr im Rahmen gehalten. Am Anfang des Monats gab es Schoko- und Karamellpudding, aber das war mehr, weil sie neu waren und ich sie testen wollte. Und als sie im Kühlschrank waren, musste ich sie dann auch essen. Außerdem war ich mehr oder weniger gezwungen jeden Tag zu kochen, da ich ja nicht jeden Sonntag zeigen wollte, dass ich nur Müsli und Brot gegessen habe. Wenn schon vegan, dann wollte ich ja auch was ausprobieren.
Das ganze Experiment hat mir also geholfen vernünftig und ausgewogen zu essen, obwohl die Rahmenbedingungen (Bachelorarbeit und alleine in der Wohnung) sonst auch schnell mal zu einem völlig verqueren und ungesunden Speiseplan hätten führen können.

Hat mir irgendetwas gefehlt?

Also so grundsätzlich: Nein.
Genauer betrachtet: Schon so ein bisschen. Also ich hatte jetzt nicht das Gefühl mich selbst zu bestrafen, wenn ich im Supermarkt am Käse und am Fleisch vorbeigegangen bin, es gibt ja genug leckere Alternativen. Auch Abends habe ich immer lecker gegessen und hatte nicht das Gefühl jetzt etwas zu essen, was nicht so toll ist wie ein Stück Fleisch oder etwas Überbackenes.
Aber es hat mich (vor allem in den letzten zwei Wochen) schon gestört, dass ich nicht konnte. Das ich selbst beim Zwieback nicht den kaufen konnte, den ich immer schon gegessen habe, sondern mir eine andere, vegane Sorte suchen musste. Der schmeckt wie der andere (und war sogar noch günstiger), aber dieses Prinzip nicht die vollkommen freie Auswahl zu haben, unabhängig davon ob ich sie nutze oder nicht, hat mich gewaltig gestört. Ich hatte zum Beispiel die ganze Zeit keinen Hunger auf Fleisch, es hat mir in dem Sinne nicht gefehlt, aber nicht mal die Möglichkeit zu haben es in Betracht zu ziehen für mein Abendessen hat mich gestört.
Ich hoffe, man kann verstehen was ich meine. Ich habe mich nicht eingeschränkt gefühlt, aber es hat mich gestört, dass ich faktisch eingeschränkt bin. Auch, wenn ich gar nicht wollte, was ich nicht konnte.
 

Wo lagen die Schwierigkeiten?

Immer dann, wenn ich die Wohnung verlassen habe. Sei es auf einen Kaffee mit einer Freundin oder einen Snack zwischendurch bei einem Stadtbummel oder dem Essen bei den Eltern (die übrigens vollstes Verständnis für meinen Versuch hatten und die Schwierigkeit eine auf einmal vegane Tochter zu verköstigen mit Bravour gemeistert haben (mein Vater in dem er mich hat kochen lassen und meine Mutter in dem sie vegan gekocht hat)). Mein Ausrutscher im Juni ist mir auch Auswärts passiert. Milch in Becher, Kaffee in Becher und beim Wegfahren feststellen, dass H-Milch nicht vegan ist. Einfach nicht drüber nachgedacht in dem Moment.
Ansonsten hatte ich keine Schwierigkeiten. Einkaufen ging ganz normal, Kochen war auch nicht aufwendiger als sonst und Essen ging wie immer 😉

Habe ich abgenommen?

Ja, habe ich. 1,1 Kilogramm um genau zu sein. Außerdem habe ich an Bauchumfang verloren. Durch die Höhe der Abnahme kann ich mit ziemlicher Gewissheit sagen, dass die vegane Ernährung da schon gehörig mit reingespielt hat. So viel habe ich schon lange nicht mehr in einem Monat abgenommen. Ohne das ich Kalorien gezählt habe wohlgemerkt. Da hatte ich einfach absolut keine Lust zu. Aber wie schon mehrmals betont: Ich habe mich immer satt gegessen und nicht nur Salat 😉 Und ganz viele Kohlenhydrate. Wenig Fett, außer Öl zum Braten.

Und wie mache ich jetzt weiter?

Für mich ist diese Frage sehr eindeutig zu beantworten: Ich halte mir alle Möglichkeiten offen.
Ich habe noch sehr viele Rezepte in meinen drei veganen Kochbüchern die sich lecker anhören. Die werde ich alle noch ausprobieren. Ich werde auch mein Frühstück weiterhin weitestgehend vegan halten. Bis auf eine Ausnahme: Mein derzeitiges Lieblingsmüsli konnte ich in den letzten vier Wochen nicht essen, da es Honig enthält. Das gibt es ab morgen wieder.
Außerdem werde ich in der nächsten Woche einmal Lasagne-Bolognese essen. Da habe ich einfach Appetit drauf. Und wenn die Lasagen das einzige unvegane Essen diese Woche bleibt, dann ist es gut. Wenn ich aber noch Appetit auf ein Käsebrot bekomme und das esse, dann ist das auch gut.
Ich will wieder die Möglichkeit haben zu essen, wonach mir ist. Das heißt aber nicht, dass ich jede Möglichkeit nutzen werde. Ich habe auch die Möglichkeit mich nur von Fertigpizza zu ernähren und tue es nicht.
Wie viel Prozent meiner Ernährung weiterhin vegan werden sein, das kann ich jetzt noch nicht definitiv sagen. Ich glaube, das wird sich schon einpendeln. Ich werde weiterhin versuchen mich möglichst gesund und ausgewogen zu ernähren und ich habe nicht vor jetzt zwanghaft wieder jeden Tag Käse und/oder Fleisch zu essen, weil ich es wieder „darf“. Aber wenn ich irgendwo zum Kuchen essen eingeladen werde, dann werde ich nicht verzichten, nur weil da Eier dran sind. Und wenn ich Mitte des Monats wieder bei meiner Familie bin und es gibt fleischhaltige Gerichte, dann werde ich die auch essen, ohne das es mir Kopfzerbrechen bereitet.
Ich habe nämlich kein Ekelgefühl entwickelt. Beim Gedanken an Käse und Hähnchenbrust und Hackfleisch denke ich immer noch „Lecker!“. Nicht „Bäh!“. Im Vorfeld habe ich viel gelesen, dass sich innerhalb von 30 Tagen oft die Geschmacksnerven so umstellen, dass man schon gedanklich keinen Appetit mehr auf tierische Produkte hat. Das ist bei mir aber nicht passiert.
Ich habe aber einfach keine Lust, den Juli auch noch streng vegan zu leben um zu sehen, ob sich die Umstellung innerhalb von 60 Tagen vollzieht.
Vielleicht schleicht sich ja mit gesenktem Konsum auch ein immer weniger vorhandener Appetit auf tierische Produkte ein. Das kann schon sein. Einfach, weil ich immer mehr andere leckere Gerichte zur Auswahl haben werde. Aber das wird die Zeit zeigen.
Insgesamt kann ich aber nur sagen, dass ich so einen veganen Monat jedem empfehlen kann! Ja, es ist eine Umstellung. Aber mit einem oder zwei guten Kochbüchern ist es sehr gut zu machen. Und man lernt einen Haufen neue leckere Dinge kennen, die ich ansonsten nie ausprobiert hätte. Außerdem hat es mir gezeigt, dass es wirklich möglich ist. Ich habe nämlich, wenn ich ehrlich bin, damit gerechnet, dass ich die vier Wochen nicht „durchhalte“. Dass mir wirklich etwas fehlen wird und ich nicht weitermachen will. So ist es aber nicht. Ich mache nur nicht strikt weiter, weil mich der Gedanke mir etwas zu verbieten stört und ich vegan außerhalb zu aufwendig finde, als dass ich sagen möchte: „Ich bin vegan.“ Da sage ich lieber: „Ich bin Teilzeit-Veganer.“ Immer dann, wenn es für andere Menschen Umstände bedeuten würde oder wenn ich einfach Appetit darauf habe esse ich auch tierische Produkte. Aber die meiste Zeit ernähre ich mich vegan.
 
Auf den moralischen und ethischen Aspekt einer veganen Lebensweise (Ernährung macht ja nur einen Teil aus) bin ich hier jetzt mit Absicht nicht eingegangen. Denn ich finde, das muss jeder mit sich selbst ausmachen. Mir ging es jetzt einfach um meine Erfahrungen während diesem Monat. Wenn aber der ausdrückliche Wunsch besteht, dann schreibe ich dazu auch noch etwas.

 

17 Kommentare

  • Eine dauerhafte, vegane Ernährung halte ich für eine Ernährungsweise (Ich sage nicht Lebensweise, da ich den ethischen Aspekt durchaus verstehen kann) die absolut nicht unterstützendswert ist! Einfach aus dem Grund, da Nahrungsergänzungsmittel in einer Ernährungsweise nichts zu suchen haben – bei Veganern fehlt die Aufnahme von Vitamin B12 komplett und sie muss(!) supplimentiert werden. Da ich weiß (nicht nur von Büchern!) was ein Vitamin B12 Mangel anrichten kann, kann ich die komplett vegane Ernährung absolut nicht unterstützen. Dieser Fakt wird von Veganer leicht unterschlagen und nur in Nebensätzen abgeklärt und mit Ideologie überschattet.

    Sorry 4 the bad vibes, aber dieses Veganertum kotzt mich an und ich finde _auf Dauer_ ist das Veganertum keinerlei Lösung. Für einen Monat, als Start für eine Umstellung – vielleicht. Aber nicht für Jahre.

    • Was das angeht bist du echt eine hängende Schallplatte 😀
      Wo in meinem Text siehst du bitte die Empfehlung für eine dauerhaft vegane Ernährungsweise? Ich habe nur meine Erfahrungen in diesem einem Monat geschildert und gesagt das ich jedem empfehlen kann es mal auszuprobieren. Einfach um mal festzustellen, was alles geht. Nicht, damit es jeder auf Dauer macht. Das vegan für mich nicht die traumhafte alle Probleme sind gelöst-Lösung ist, sollte in meiner Utopie vor einiger Zeit deutlich geworden sein. Und ich weiß, dass du die gelesen hast 😛

      Die B12-Problematik habe ich nicht angesprochen, da die bei einem Monat nicht relevant ist (wird ja schließlich lange gespeichert B12) und auch in Zukunft für mich nicht relevant sein wird bei gedämmten Fleischkonsum.

    • Ja. Für einen Monat ist es egal. Für ein Jahr vielleicht auch noch; aber irgendwann wird der kritische Punkt kommen und durch die Ideologie wird man nicht in der Lage sein diesen Dummfug korrigieren.

      Und wenn es sein muss, bin ich die hängende Schallplatte. Denn Mitte 50 auf den Rollstuhl angewiesen zu sein, die Sprachfähigkeit teilweise zu verlieren und kaum in der Lage zu sein, seinen eigenen Pullover zu haben ist halt scheiße. Und da nützt es nichts andere Vitamine im Übermaß zu haben

  • Ich finde Deinen Erfahrungsbericht richtig spannend – ich selbst könnte ohne Probleme auf Milchprodukte und Fleisch/Eier verzichten (das passiert mir manchmal sogar ungewollt eine Woche lang) – aber ich fände es auch eher anstrengend, jedes Produkt zuerst nach „verbotenen“ Zusatzstoffen zu scannen.
    Deine Einstellung zum ganzen Versuch ist erfrischend undogmatisch 🙂
    Liebe Grüsse
    Ariana

    • Ja, dieses Einhalten der versteckten tierischen Produkte ist das Problem. Den offensichtlichen Dingen aus dem Weg zu gehen ist nicht so das Problem. Aber auch da möchte ich es mir nicht für immer und strikt verbieten. Das führt bei mir einfach zu schnell zu Trotzreaktionen 😉

  • Danke für deinen Erfahrungsbericht! Ich find’s grossartig, dass du das tatsächlich ernsthaft und unvoreingenommen für dich getestet hast.

    • Es konnte ja schließlich nicht schaden und der Monat bot sich an. Ich bin nur selbst jetzt gespannt, wie es weitergeht. Wie viel Fleisch/Käse etc. ich in den nächsten Wochen essen werde.

  • Spannend, das so zu lesen. Wäre aber nichts für mich. Das fängt bei meinem Joghurt an, milchshakes, Eier und ohne Fleisch? No way. Meine Ernährung ist so Tierproduktlastig, dass mir echt was fehlen würde

  • Spannend, aber ich möchte sowas nie machen. Kein Joghurt, keine Milch – dann wäre mein Frühstück nicht sehr befriedigend. Ich könnte kein Salatdressing mehr machen, da ich Essig nicht mag und auch Öl als Dressing nicht so prickenld finde.
    Eier und Fleisch sind da noch eher verständlöich für mich 😉 Zumindest für nen Monat. Käse intressiert mich da weniger 🙂
    Woebi warschienlich sind gerade die versteckten Zutaten das Problem. Ich merke schon bei clean eating wie nervig das ständige lesen der Verpackungsangaben ist. Auch wenn es wirklich sehr intressant und aufschlussreich ist.
    Ich finde es aber ehrlich gesagt gut, dass du immer noch Lust auf Fleisch und co hast. Sonst wären deine Rezepte fürm ich weniger intressant 😉

    • Achja, du möchtest ja Soya/Hafer/Reis-Milch und den ganzen Kram nicht, oder? Dann würde für dich wirklich viel wegfallen, was ich einfach durch pflanzliche Produkte ersetze.

      Und keine Sorge, es wird auch weiterhin Rezepte für dich geben 😉

  • Spannendes Experiment. Für mich wär das nichts, weil ich es persönlich nicht als sinnvoll erachte, aber schön, dass du das so detailliert beschrieben hast, da es wohl nicht soo umständlich ist, wie ich es mir vorstelle.

  • Sehr interessant und auch super geschrieben 🙂
    Ich muss sagen, dass ich es ehrlich gesagt oft als einen Vorteil empfinde vegan zu essen bzw. vegetarisch, gerade weil man dann nicht so viel Auswahl hat. Vor allem wenn es ums Essen gehen geht. Na gut, als Veganer ist die Auswahl zu klein, aber als Vegetarier fand ich das immer praktisch, weil manche 10-seitige Speisekarten sind ja mal echt übertrieben^^
    Auch das Zutatenlesen bei Lebensmitteln hat den Vorteil, dass man ein besseres Gefühl für Lebensmittel bekommt, sich mit den Inhaltsstoffen auseinandersetzt (die manchmal ja auch echt absurd sind! als Beispiel Karmin/Läuseblut im Joghurt oder sowas..) und sich dadurch auch gesünder/bewusster ernährt.
    Naja, alles hat Vor- und Nachteile, was du ja sicher auch weißt 😀
    Finde es jedenfalls toll, dass du die vegane Ernährung eingelassen hast und dich weiterhin zum Teil vegan ernähren möchtest. Wenn du jetzt noch das Fleisch weglassen würdest, fände ichs perfekt 😉
    Übrigens gibt’s auch tolle vegane oder vegetarische Lasagne-Rezept, wie z.B. das hier http://www.vegetarian-diaries.com/2013/08/die-vegane-lasagne.html . Und ich werde auch bald ein veganes Lasagne Rezept bloggen 🙂

    Liebe Grüße,
    Avilia

    • Klar, das man weniger Auswahl hat kann auch entspannend sein. Aber der Gedanke die Auswahl nicht zu haben stört mich irgendwie noch. Ist wahrscheinlich kindisch, weil es ja nicht heißt, dass ich mir dann ausgerechnet den Schweinebraten auswählen werde. aber ich will die Möglichkeit haben es zu tun, wenn ich es wollte…

      Und Zutatenlesen mache ich sowieso. Schon länger. Einfach um zu wissen was so drin ist. Seit dem kauf ich auch viel weniger verarbeitete Produkte. Wobei so Sojajoghurt von der Zutatenliste auch nicht sehr berauschend ist 😉 Aber ich sehe es zum Beispiel momentan noch nicht ein mein Lieblingsmüsli nicht mehr zu essen, nur weil da Honig drin ist. Das ansonsten aber ganz ohne künstlichen Zucker oder sonst irgendwelche Zusätze auskommt. Da ist der Honig für mich dann gesünder, als wenn ich eins ohne Honig kaufe und da dann aber sonst was an Konservierung drin ist.
      Aber Gesundheit ist natürlich nur ein Aspekt beim vegan sein. Aber der, der für mich momentan am relevantesten ist.

      Es wird auf jeden Fall weniger Fleisch geben als früher mal. Und wenn es Fleisch gibt, dann wenigstens „gutes“ Fleisch. Die Bio-Tiere leiden im Schlachthaus zwar genauso wie die anderen, aber es ist immerhin ein kleiner Schritt. 😉

      Ja, die werde ich sicherlich mal ausprobieren. Nur heute muss es mal eine „echte/klassische“ sein. Einfach weil mein Kopf sie will. Ich bin schon gespannt, ob sie mir so gut schmeckt wie es mir mein Kopf weißmachen will 😀

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