Unterwegs

Ein Besuch auf der Landesgartenschau Eutin

Landesgartenschau Eutin 2016

Vom 28. April bis 03. Oktober 2016 findet die Landesgartenschau Eutin statt. Und während meine Mutter eine Dauerkarte hat und schon mehrmals da war, habe ich es erst im August geschafft ins gerade mal 25km entfernte Eutin zu fahren. Aber besser spät als nie, denn ich kann nur sagen: Es lohnt sich!

Lage, Anreise und Kosten

Die Landesgartenschau findet direkt am Großen Eutiner See statt und ist sehr gut zu erreichen. Mit dem Auto einfach Richtung Eutin fahren und dann der Beschilderung zum Parkplatz folgen. Ein Tagesticket fürs Parken kostet 5€ und der Shuttlebus zum Haupteingang ist im Preis enthalten. Reisebusse halten fast direkt vorm Haupteingang und vom Bahnhof zum Eingang fährt ebenso ein Shuttlebus. Wer lieber auf Bus und Bahn setzt kann ein Kombiticket erwerben und so bis zu 40% sparen (sagt zumindest der Flyer).

Der Eintritt selbst kostet für Erwachsene 16€. Kinder von 7 bis 17 Jahren zahlen nur 5€ und alle bis 6 Jahre kommen kostenlos aufs Gelände. Es gibt auch eine Abendkarte (Eintritt ab 18 Uhr) für 10€. Das Gelände schließt mit Einbruch der Dunkelheit, bis dahin sollte man also wieder draußen sein, wenn man nicht über einen Zaun klettern möchte. 😉

Die Lage direkt am See ist einfach perfekt gewählt. Dadurch kann man nämlich nicht nur hübsche Garten gucken, sondern sich auch an die Promenade setzen, anderen beim Tretbootfahren zusehen und dabei ein Eis essen.

Die Landesgartenschau Eutin

Die Randbedingungen sind geklärt, kommen wir zum Inhalt. Wenn du den Haupteingang nimmst, erwartet dich als erstes ein Blütenmeer und der Blick auf den See. Okay, davor sind Toiletten und es gibt etwas zu Essen und zu Trinken, aber wenn man sich davon nicht ablenken lässt, dann begrüßen einen gleich sehr hübsche und bunte Beete.

Danach gibt es eine kleine Farm mit Ziegen und Schweinen zu entdecken, dann kleine angelegte Gärten als Beispiele, wie man es zu Hause umsetzen könnte. Dann gibt es Gärten, die nur mit Upcycling-Materialen gestaltet wurden. Dann gibt es Beispiele für Friedhofsbepflanzung, dann gibt es Apothekergärten voller Kräuter und eine beeindruckende Lindenallee. Dann gibt es das Eutiner Schloss und den Schlossgarten. Es gibt einen Kirchengarten mit Taufbecken (aufgestellt von Lei – Einfach und Anders) und einen Rhododendronhain. Kurz gesagt: Es gibt sehr, sehr viel zu gucken und bestaunen.

Was mir besonders gefallen hat: Die Großzügigkeit. Alles hat Platz. Die Beete haben Platz zu wirken, da nicht direkt daneben etwas anderes wächst. Es gibt große Rasenflächen, viele alte Bäume und insgesamt ganz viel friedliche Atmosphäre. Selbst, wenn viele Menschen um einen rum sind. Nach den fünf Stunden Aufenthalt dort war ich zwar erschöpft, aber nicht unangenehm ausgelaugt.

Positiv aufgefallen ist mir außerdem, dass einem nicht an jeder Ecke irgendwas verkauft werden sollte. Am Eingang gibt es einen Souvenirstand, ungefähr in der Mitte gibt es eine Gastronomie und ich glaube, ich habe drei Eiswagen, eine „Strandbar“ und einen Weinstand gezählt. Mehr nicht. Stattdessen gibt es viele Sitzmöglichkeiten und Kinderspielplätze. Achja, im Bauhof gibt es einen Marktplatz mit Kitsch und „Alkohol in Dosen“ (siehe Bild), aber den kann man gut links liegen lassen, wenn man nicht will.

Für alle, die nicht so gut zu Fuß sind, gibt es, gegen Pfand, übrigens kostenlos Rollstühle/E-Scooter und Bollerwagen auszuleihen. Das würde ich auch wirklich jedem empfehlen, der nicht so laufen kann, denn das Gelände ist weitläufig und man legt schon einiges an Strecke zurück, wenn man sich alles ansieht. Laut meiner Schrittzähler-App waren es ungefähr 9km.

Ich möchte dir jetzt gar nicht so genau erzählen, was es noch alles gibt, denn du sollst es ja am Besten selbst entdecken. Stattdessen gibt es jetzt einfach eine bunte Bildersammlung von der Landesgartenschau Eutin.

 

Vielleicht habe ich dir ja jetzt ein bisschen Lust gemacht die Landesgartenschau zu besuchen. Meiner Meinung nach lohnt das auf jeden Fall, wenn man auch nur ein ganz kleines bisschen Interesse an Gärten hat.

Oder ist dir „Grünzeug“ völlig egal und du hättest auch nichts dagegen, wenn alles betoniert wäre?

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