Rezension

Marlies Zebinger – Keine Angst, es ist nur Liebe

Marlies Zebinger Keine Angst Liebe

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erschienen: 01. August 2014
Seiten: 334
Taschenbuch: 11,90€*

EBook: 2,89€*

Verlag: FeuerWerke Verlag

Leseprobe

„Wer in der Liebe ist, kann nicht gleichzeitig in der Angst sein!“

Ansgt und Liebe, die Schlüsselwörter dieses Buches. Sowohl, was den Inhalt betrifft als auch die Entstehungsgeschichte.

Vor einigen Wochen schrieb mich Marlies Zebinger an, ob ich Lust hätte ihren Roman zu rezensieren. Ihr wisst ja, Büchern bin ich nie abgeneigt und nachdem mir die Leseprobe sehr gefiel sagte ich zu. Ich las das Buch und dann vergaß ich im ganzen Umzugstrubel komplett die versprochene Rezension zu schreiben. Das ist mir ja jetzt schon so ein bisschen peinlich, aber besser spät als nie 😉

Das besondere an diesem Buch ist, dass sein Hauptcharakter eine Frau mit Panikattacken ist, geschrieben von einer Frau mit Panikattacken, die das Schreiben nutzte um ihren Ängsten zu entkommen.

Marlies Zebinger wurde 1981 in Graz, auch gleichzeitig Ort des Geschehens ihres ersten Romans „Keine Angst, es ist nur Liebe“, geboren. Heute wohnt sie in Leibnitz, einer kleinen Stadt im südlichen Österreich und genießt ihr Leben dort inmitten von Weinbergen und guten Restaurants.
Bevor Marlies ans wirkliche „Leben & Lieben“ ging, studierte sie ganz harmlos und manchmal auch ebenso lieblos – wie sie selbst sagt – Betriebswirtschaft. In einer Lebens- und Angstkrise war sie gezwungen nach neuen Wegen und einer ganz persönlichen Form von „Therapie“ zu suchen. In einer Zeit also, in der ihr Leben ein wenig aus den Fugen zu geraten drohte, war es schließlich das Schreiben der Geschichte von Anna, das ihr dabei half, düstere Begleiter wie Angst und Panik wieder hinter sich zu lassen. Es ist Marlies´ großer Lebenstraum, andere an ihren Gedanken und Bildern teilhaben zu lassen und sie mit ihren Geschichten zu inspirieren und Mut zu machen. (Text des Verlages)

Die Hauptfigur, Anna Maria Elisabeth Rogner leidet unter Panikattacken, unter schlimmen Panikattacken und hat außer ihrer Mutter, ihrem Bruder und ihrer Psychologin niemanden davon erzählt. Eines Tages begegnet sie bei ihrer Oma, die ausgerechnet in einem einsamen Haus am Ende eines dunklen Waldweges wohnt, Matts. Ein eingebildeter, unsympathischer Schnösel. Schrecklich von sich selbst überzeugt. So die schnell gefaste Meinung von Anna.

Dann steht Matts auf einmal mit Blumen vor ihrer Tür. Anna kann aber nicht aufmachen, da sie von einer Panikattacke im Griff gehalten wird und die Person draußen vor der Tür (sie weiß noch nicht, dass es Matts ist) für einen Serienmörder oder Vergewaltiger oder Beides oder etwas noch viel schlimmeres hält.

Er hinterlässt ihr aber einen Brief und so kommt es doch noch zu einem Treffen.

Und ab hier wird es einfach unglaublich, unfassbar, atemberaubend kitschig! Aber schöner Kitsch. Das Wetter ist schlecht, der Tee ist gekocht, das Sofa ist gemütlich, die Füße sind in dicke Socken eingepackt und man hat diesen Sonntag nichts weiter vor kitschig.

Was noch weiter passiert ist für diese Rezension nicht wichtig, denn es ist einfach eine Liebesgeschichte. Eine besondere Liebesgeschichte, ohne Zweifel, aber eben doch auch eine klassische Liebesgeschichte.

Traummann erscheint, Frau will erst nicht, dann rettet Traummann Frau auf irgendeine Weise und Frau sieht endlich, dass Traummann Traummann ist.

Wie gesagt, Kitsch pur. Muss man mögen. Ist sicherlich nicht für jeden was. Ich finde es zwischendurch mal sehr entspannend.

Neben der Liebe ist in diesem Buch aber noch die Angst, und das ist wirklich mal ein Aspekt, der Beachtung verdient. Ich weiß nicht, wie die Geschichte auf jemanden mit einer Angsterkrankung wirkt, aber ich kann mir vorstellen, dass sie Mut machen kann. Hoffnung geben, dass es einen Ausweg gibt und man die Angst wieder zurückdrängen kann. Das Leben muss sich halt nicht für immer um die Angst drehen, man kann wieder „normal“ leben.

Alles in allem einfach ein schönes Buch dem man anmerkt wie viel Herzblut der Autorin drin steckt.

3 Kommentare

  • Vielen Dank für diese Rezension 🙂 Ich bin bei diesen Kitschbüchern immer ein bisschen hin- und hergerissen – manchmal finde ich sie genial und manchmal langweilen mich die immer gleichen Geschichten wieder. Aber jetzt hast Du mir gerade wieder darauf Lust gemacht 🙂
    Liebe Grüsse
    Ariana

    • Das ist bei mir genauso. Aber dieses war durch die Angst dann doch noch ein kleines bisschen anders und nicht ganz identisch mit allen anderen Liebesromanen 😀

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